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Interview | Beitrag vom 05.02.2016

Weltgrößte Solaranlage in Marokko "Ein Lichtpunkt im dunklen Zeitalter der Ölverbrenner"

Andreas Huber im Gespräch mit Liane von Billerbeck und Hans-Joachim Wiese

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Solaranlage im marokkanischen Ouarzazate (dpa/Sergio Barrenechea)
Das Kraftwerk Noor im marokkanischen Ouarzazate kann auch nachts Solarstrom erzeugen. (dpa/Sergio Barrenechea)

In Marokko ist die erste Stufe des weltweit größten Solarkraftwerks in Betrieb gegangen. Anlagen wie diese bieten die Chance auf eine 100-prozentige Versorgung aus Erneuerbaren auch in Deutschland, sagt Andreas Huber vom Club of Rome.

Am Rande der Sahara liefert seit gestern die weltgrößte Solaranlage Noor Strom. Andreas Huber, Experte für nachhaltige Entwicklung und Mitglied im Club of Rome, benennt einen entscheidenden Vorteil des Kraftwerks nahe der marokkanischen Stadt Ouarzazate gegenüber herkömmlichen Solaranlagen:

"Noor kann - durch thermische Speicher - auch nachts Strom produzieren."

Im südspanischen Raum gebe es ein Kraftwerk, das Strom sogar 15 Stunden lang speichern könne, so das Vorstandsmitglied der Desertec Stiftung.

Rund um die Uhr Solarstrom erzeugen

"Das heißt, man kann rund um die Uhr Solarstrom erzeugen. Die Erneuerbaren haben die Schwierigkeit der Fluktuationen und mit diesen Kraftwerken können wir eben unsere Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke abschalten. Eine 100-prozentige Versorgung aus Erneuerbaren wäre möglich."

Und das sei im Prinzip das, was die G7-Staaten beschlossen hätten: die Decarbonisierung der Weltwirtschaft. Der Name der Anlage "Noor" ist das arabische Wort für Licht. Andreas Huber sieht darin ein gutes Omen.

"Das Kraftwerk ist ein Lichtpunkt im dunklen Zeitalter der Ölverbrenner, und genau dieses geht gerade zu Ende", so Huber: "Die Erneuerbaren werden in einigen Jahren die Hauptquelle für Energie sein."

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