Seit 11:30 Uhr Musiktipps
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 11:30 Uhr Musiktipps
 
 

Literatur / Archiv | Beitrag vom 30.06.2009

Welt ohne Licht

Der literarische Kosmos von Juan Carlos Onetti vorgestellt zu seinem 100. Geburtstag

Von Peter B. Schumann

Juan Carlos Onetti hat einen eigenständigen literarischen Kosmos geschaffen (Deutschlandradio / Bettina Straub)
Juan Carlos Onetti hat einen eigenständigen literarischen Kosmos geschaffen (Deutschlandradio / Bettina Straub)

"Onettis Werk ist eines der wichtigsten, das die Literatur unserer Zeit hervorgebracht hat", schreibt Mario Vargas Llosa über seinen uruguayischen Kollegen. Doch erst spät, in den 1960-er Jahren und im Kontext der lateinamerikanischen 'Boom-Literatur', hat er die ihm gebührende Anerkennung gefunden.

Da stand er in der Mitte seines Lebens und hatte bereits einen eigenständigen literarischen Kosmos geschaffen: eine düstere Welt voller Abschiede, bodenlos, ausweglos, hoffnungslos, eine Ruinenlandschaft gescheiterter Existenzen, ein "Niemandsland" der Gefühle, bevölkert von Menschen, die "kleine, tägliche Tode" leben. Diese Diagnosen der Einsamkeit und der Auflösung aller Werte bieten keinen Raum für magische Elemente, die andere Autoren des Kontinents schnell berühmt gemacht haben.

"Das ist das Geheimnis des geglückten künstlerischen Werkes: Wir genießen leidend, werden verführt und bezaubert, während es uns eintaucht in das Böse, das Grauen." (Vargas Llosa)

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Literatur

Literaturzeitschriften Mit viel Liebe und wenig Geld
Die Schriftstellerin Sabine Scholl.  (imago)

Sie sind Versuchslabore, Salons, Schaukästen: Manchmal wächst sich morgen zum Buch aus, was heute noch in einer Literaturzeitschrift steht. Die Schriftstellerin Sabine Scholl und der Herausgeber Thomas Geiger präsentieren ihre Favoriten.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur