Mittwoch, 24. September 2014MESZ04:31 Uhr

Feature

What makes them kill?
US-Soldaten untersuchen das Autowrack eines Selbstmordattentäters in der afghanischen Hauptstadt Kabul.

Es ist ein gängiges Klischee, dass bewaffnete Gruppen willige Vollstrecker ihres Kampfauftrags sind: Analysen zeigen, dass viele kampfunerprobte Rekruten im Angesicht des Gefechts den Gehorsam verweigern. Mehr

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Hörspiel

Wenn man ein gleichschenkliges Dreieck auf den Kopf stellt
Die Pyramiden von Gizeh im Gegenlicht (Aufnahme vom 20.1.2010).

Zwei Schwestern, die "Frau mit den disziplinierten Ellenbogen" und die "Frau mit den entblößten Zahnhälsen", erinnern sich an ihre Kindheit. Zu Wort kommt auch der "Mann mit den nervösen Fingern", Ehemann zuerst der einen und dann der anderen Schwester. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 14.11.2012

Weit, tief, ein jeder nach seiner Art

Die Kunst, Tanka zu schreiben

Von Astrid Nettling

Auch der Kölner Dom ist für Tanka-Touristen ein lyrischer Magnet
Auch der Kölner Dom ist für Tanka-Touristen ein lyrischer Magnet (dradio.de/Andreas Lemke)

5-7-5-7-7. Das ist die Silbenfolge eines Tanka. Nicht mehr, nicht weniger. Die japanische Kurzgedichtform ist eine Art lyrischer Schnappschuss. Er soll Augenblicke in Worten einfangen, Eindrücke, Erinnerungen und Momente verewigen - wie ein Foto.

Und wie bei der Fotografie gibt es auch beim Tanka zahllose enthusiastische Amateure.

Sie haben stets den Notizblock dabei. Die Autorin hat eine Gruppe von Tanka-Touristen in Deutschland begleitet und ihre lyrischen Schnappschüsse festgehalten: vom Kölner Dom bis zum badischen Spargelteller.


Regie: Iris Drögekamp
Mit: Nicole Boguth, Helene Grass, Klaus Hemmerle u.a.
Ton: Daniel Senger, Norbert Vossen
Produktion: SWR 2010
Länge: 54"06


Astrid Nettling studierte Philosophie und Literaturwissenschaft. Sie lebt als Autorin in Köln und schreibt Essays und Features vor allem für den Hörfunk. Zuletzt: 'Es bedarf der Wörter, deren Wunde stets spürbar ist' (DLF 2012).