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Feature / Archiv | Beitrag vom 14.11.2012

Weit, tief, ein jeder nach seiner Art

Die Kunst, Tanka zu schreiben

Von Astrid Nettling

Auch der Kölner Dom ist für Tanka-Touristen ein lyrischer Magnet
Auch der Kölner Dom ist für Tanka-Touristen ein lyrischer Magnet (dradio.de/Andreas Lemke)

5-7-5-7-7. Das ist die Silbenfolge eines Tanka. Nicht mehr, nicht weniger. Die japanische Kurzgedichtform ist eine Art lyrischer Schnappschuss. Er soll Augenblicke in Worten einfangen, Eindrücke, Erinnerungen und Momente verewigen - wie ein Foto.

Und wie bei der Fotografie gibt es auch beim Tanka zahllose enthusiastische Amateure.

Sie haben stets den Notizblock dabei. Die Autorin hat eine Gruppe von Tanka-Touristen in Deutschland begleitet und ihre lyrischen Schnappschüsse festgehalten: vom Kölner Dom bis zum badischen Spargelteller.


Regie: Iris Drögekamp
Mit: Nicole Boguth, Helene Grass, Klaus Hemmerle u.a.
Ton: Daniel Senger, Norbert Vossen
Produktion: SWR 2010
Länge: 54"06


Astrid Nettling studierte Philosophie und Literaturwissenschaft. Sie lebt als Autorin in Köln und schreibt Essays und Features vor allem für den Hörfunk. Zuletzt: 'Es bedarf der Wörter, deren Wunde stets spürbar ist' (DLF 2012).