Samstag, 1. November 2014MEZ12:19 Uhr

Feature

Pfarrer
 Vikar in der Sakristei

Ein Jahr lang begleiten die Autoren eine Gruppe Männer und Frauen in ihrer Ausbildung zum Pfarrer. Es entsteht ein intimer Dialog über unsere fundamentalen Bedürfnisse nach Liebe, Geborgenheit und Sinn.Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel

weitere Beiträge

Feature / Archiv | Beitrag vom 14.11.2012

Weit, tief, ein jeder nach seiner Art

Die Kunst, Tanka zu schreiben

Von Astrid Nettling

Auch der Kölner Dom ist für Tanka-Touristen ein lyrischer Magnet
Auch der Kölner Dom ist für Tanka-Touristen ein lyrischer Magnet (dradio.de/Andreas Lemke)

5-7-5-7-7. Das ist die Silbenfolge eines Tanka. Nicht mehr, nicht weniger. Die japanische Kurzgedichtform ist eine Art lyrischer Schnappschuss. Er soll Augenblicke in Worten einfangen, Eindrücke, Erinnerungen und Momente verewigen - wie ein Foto.

Und wie bei der Fotografie gibt es auch beim Tanka zahllose enthusiastische Amateure.

Sie haben stets den Notizblock dabei. Die Autorin hat eine Gruppe von Tanka-Touristen in Deutschland begleitet und ihre lyrischen Schnappschüsse festgehalten: vom Kölner Dom bis zum badischen Spargelteller.


Regie: Iris Drögekamp
Mit: Nicole Boguth, Helene Grass, Klaus Hemmerle u.a.
Ton: Daniel Senger, Norbert Vossen
Produktion: SWR 2010
Länge: 54"06


Astrid Nettling studierte Philosophie und Literaturwissenschaft. Sie lebt als Autorin in Köln und schreibt Essays und Features vor allem für den Hörfunk. Zuletzt: 'Es bedarf der Wörter, deren Wunde stets spürbar ist' (DLF 2012).