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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 20.06.2012

Weiß-Blau wird grüner

Bayerns Energiewende in der Praxis

Von Lorenz Storch

Ein Windkraftrad im Windpark in Trogen (Oberfranken) an der Landesgrenze zu Sachsen. (picture alliance / dpa - David Ebener)
Ein Windkraftrad im Windpark in Trogen (Oberfranken) an der Landesgrenze zu Sachsen. (picture alliance / dpa - David Ebener)

Auch Bayern schaltet seine Atomkraftwerke ab: Innerhalb von zehn Jahren soll die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Dabei birgt der Ausbau der Windkraft das größte Potenzial, aber auch die Fotovoltaik boomt.

Der Landkreis Hof in Oberfranken ist ein Vorreiter beim Bau von Windrädern, die Politiker und Touristiker in der Region stehen hinter der Windkraft. Aber es gibt auch Widerstände, vor allem von den Wander- und Heimatvereinen der Region.

Die Fotovoltaik in Bayern hat in den vergangenen zwei Jahren eine stürmische Entwicklung genommen, dank großzügiger Förderung kommen schon mehr als 8 Prozent des bayerischen Stroms von der Sonne.

Strom in großen Mengen speichern und über längere Zeit aufheben - dazu bietet sich die sogenannte Methanisierung an, die elektrische Energie in Form von Erdgas speichern kann. Die Entwicklung dieser Technik ist schon weit gediehen, bis zum Stichjahr 2021 werden aber wohl nur geringe Kapazitäten installiert sein.

Das macht flexible Gaskraftwerke umso wichtiger - sie können einspringen, wenn sonnen- und windbetriebene Anlagen einmal wetterbedingt keinen Strom liefern. Die großen Energiekonzerne zieren sich aber, weil die Rendite von Gaskraftwerken durch den Ausbau der Erneuerbaren gesunken ist.

Mehr zum Thema bei dradio.de:
Eine Bilanz und ein Blick in die Zukunft, (DKultur, Länderreport vom 18.6.2012)
Viel Wind um die Wende - Stiftung Offshore-Windenergie zieht Zwischenbilanz nach einem Jahr Energiewende (DLF, Umwelt und Verbraucher vom 14.6.2012)
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