Sonntag, 1. Februar 2015MEZ14:19 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDas Elbflorenz und seine Fremden
Dresden (picture alliance / dpa / Foto: Daniel Gammert)

In der "SZ" schreibt der Schriftsteller Ingo Schulz über seine Pegida-Erlebnisse. Er stellt fest: "Ich sehe tatsächlich fast nur Männer." Auch der "Spiegel" widmet sich noch einmal dem Elbflorenz und versucht zu ergründen, warum einige Dresdner mit Fremden fremdeln. Mehr

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Fazit

Dramaturgen-KonferenzTheater und Pop
Der Philosoph Robert Pfaller (Foto: Reinhard Winkler)

In Linz kam jetzt die Dramaturgische Gesellschaft zu ihrer Jahrestagung unter dem Titel "Was alle angeht. Oder. Was ist (heute) populär?" zusammen. Philosoph Robert Pfaller betonte, Theater funktioniere zwar anders als Popkultur, sie schließen sich aber nicht gegenseitig aus. Mehr

"Dämonen" in FrankfurtLaut, nackt und ätzend
Das Ensemble der Frankfurter "Dämonen"-Inszenierung von Sebastian Hartmann (Birgit Hupfeld / schauspiel frankfurt)

Der Regisseur Sebastian Hartmann hat Dostojewskijs Roman "Die Dämonen" am Schauspiel Frankfurt auf die Bühne gebracht. Fast fünf Stunden dauert das ebenso nervenzerrende wie fantastische Spektakel – großes Theater. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 07.06.2012

Wallraff fordert Solidarität mit bedrohtem iranischen Musiker

Journalist kritisiert "bequeme Feigheit" in Deutschland

Der Journalist Günter Wallraff unterstützt den iranischen Musiker Shahin Najafi (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)
Der Journalist Günter Wallraff unterstützt den iranischen Musiker Shahin Najafi (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)

Wegen seiner regimekritischen Texte wird der Rapper Shahin Najafi aus dem Iran mit dem Tod bedroht. Derzeit hält er sich in Deutschland versteckt. Der Journalist Günter Wallraff mahnt Künstler und Spitzenpolitiker, sich für den Musiker einzusetzen.

<p>Der in Deutschland unter Polizeischutz lebende <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="71588" text="Rapper Shahin Najafi" alternative_text="Rapper Shahin Najafi" /> ist mit mehreren Fatwas, also Todesdekreten, belegt worden. Günter Wallraff sagte dazu im Deutschlandradio Kultur, deutsche Politiker müssten den Iran in seine Schranken weisen: "Unser Außenminister wäre gefordert. Wenn vor der deutschen Botschaft gelenkte Demonstrationen stattfinden, wo seine Auslieferung verlangt wird, da müsste eigentlich der iranische Botschafter einbestellt werden, um dem Einhalt zu gebieten."<br /><br /><papaya:media src="b8272a2a6a2f8ae0adb12ff222894f8f" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Shahin Najafi, iranischer Sänger und Dichter" popup="yes" />Auch bei dem seinerzeit ebenfalls mit der Fatwa belegten Schriftsteller Salman Rushdie habe es längere Zeit gedauert, bis Politiker sich für ihn verwendet hätten: "Da gab es erstmal ein feiges Wegducken." Diese "bequeme Feigheit" beobachte er leider auch in dem aktuellen Fall in Deutschland. <br /><br />Wallraff zeigte sich enttäuscht über das derzeit noch mangelnde Engagement prominenter deutscher Künstler, wenn es beispielsweise um die Organisation von Solidaritätskonzerten für Shahin Najafi gehe. Die Künstler müssten endlich "ihren Arsch hoch kriegen".<br /><br /> Wallraff sagte weiter: Offenbar müsse erst einmal Aufklärungsarbeit geleistet werden – denn viele glaubten irrtümlicherweise, es gehe hier nur um "die Verletzung religiöser Gefühle". Doch letztlich "geht es hier auch um unsere Freiheitswerte".<br /><br /></p><p><strong>Mehr zum Thema bei dradio.de:</strong></p><p><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="207350" text="Beschämendes Schweigen" alternative_text="Beschämendes Schweigen" /> <br>Die Todesdrohungen aus Teheran gegen den Dichter und Sänger Shahin Najafi werden in Deutschland ignoriert<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="206378" text="Wallraff fordert mehr Unterstützung für bedrohten Shahin Najafi" alternative_text="Wallraff fordert mehr Unterstützung für bedrohten Shahin Najafi" /> <br> Buchautor über die Todesangst des iranischen Künstlers</p>