Donnerstag, 21. August 2014MESZ00:29 Uhr

Feature

UrsendungDas Menopausending
Blick auf ein Feld mit Johanniskraut am 15.07.2010 nahe dem thüringischen Ort Löbichau.

Die Menopause ist Gegenstand der neoliberalen Selbstoptimierung geworden. Durch den medizinischen Diskurs geistert sie als Risiko, das die menopausale Frau managen soll.Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel

Das rote Gras
Kathrin Angerer hält am 20.01.2014 in Berlin zu der Verleihung des Kulturpreises der Boulevardzeitung BZ die Laudatio auf Frank Castorf. Mit der Bronze-Figur werden traditionell deutsche und internationale Persönlichkeiten ausgezeichnet, die zur kulturellen und künstlerischen Vielfalt in Berlin beitragen. Foto: Britta Pedersen/dpa

Saphir Lazuli lebt mit Folavril zusammen, der Ingenieur Wolf mit Lil. Das Gras ist rot, und die Liebe kompliziert, denn immer sind störende Gäste dabei. Mehr

weitere Beiträge

Feature / Archiv | Beitrag vom 06.10.2012

"Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners"

Der Physiker Heinz von Förster und die Realität

Von Mareike Maage

Heinz von Foerster engagierte sich für die Zusammenarbeit vieler Forschungsbereiche der Kybernetik.
Heinz von Foerster engagierte sich für die Zusammenarbeit vieler Forschungsbereiche der Kybernetik. (Uni-Wien)

Heinz von Förster: geboren 1911, leidenschaftlicher Physiker, Bergsteiger und Philosoph, Mitbegründer des Begriffs der Kybernetik, der Grundlage der modernen Computerwissenschaft. Als Philosoph, beeinflusst von Ludwig Wittgenstein, ist er Anhänger des radikalen Konstruktivismus, der eine objektive Wahrheit ablehnt und Wahrnehmung nur als subjektive Beobachtung gelten lässt.

Für einen Physiker eine metaphysische Sichtweise. Aber von Förster interessierte sich auch für das Zaubern, liebte das Spiel mit Wahrnehmungen und Erkenntnissen. Auf die Frage, wie er als Wissenschaftler mit der Realität umgehen würde, antwortete er: "Realität, wo haben Sie die?"


Musik und Regie: Philip Stegers
Mit: Camilla Renschke, Robert Steudtner, Valery Tscheplanowa
Ton: Gunter Papperitz
Produktion: WDR 2011
Länge: 53"20


Mareike Maage, geboren 1979 in Hannover, studierte Kunst und Experimentelles Radio in Weimar und Tokio. Seit 2007 arbeitet sie als freie Autorin. Zuletzt: 'Gesichter der Orgel' (WDR 2012).