Seit 02:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 02:05 Uhr Tonart
 
 

Studio 9 | Beitrag vom 21.02.2016

Vorwahlen in Nevada und South CarolinaClinton und Trump setzen sich durch

Von Marcus Pindur

Hillary Clinton und ihr Mann Bill jubeln ihren Anhängern in Nevada zu. (AFP / Josh Edelson)
Hillary Clinton und ihr Mann Bill freuen sich über den Sieg in Nevada. (AFP / Josh Edelson)

Donald Trump kann seine Spitzenposition bei den Republikanern festigen: mit dem zweiten Vorwahlsieg in Folge. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erringt in Nevada einen bitter nötigen Sieg über Bernie Sanders.

Der Gewinner war erneut Donald Trump. Ein Sieg des Immobilienmilliardärs hatte sich zwar in den Umfragen angekündigt, doch Trump gelang es, seine beiden nächsten Verfolger, den Senator aus Florida, Marco Rubio und den texanischen Senator Ted Cruz mit zehn Prozentpunkten Unterschied auf die Plätze zu verweisen. Es sei jetzt an der Zeit, so Trump, die Entscheidung zu suchen:

"Let´s put this thing away, let´s make America great again..."

Dem Rechtspopulisten Trump steht damit nach Ansicht vieler Beobachter der Weg zu einer Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner weiter offen als jemals zuvor. South Carolina ist ein konservativer Bundesstaat mit vielen evangelikalen Wählern. Dass es Trump gelungen ist, den Tea-Party-Liebling Cruz hier deutlich zu schlagen, spricht dafür, dass Trump auch in den nächsten Rennen gute Chancen hat.

Einstiger Favorit Jeb Bush zieht sich zurück

Gut verlief die Vorwahl in South Carolina auch für Marco Rubio, der sich an Ted Cruz vorbei knapp auf den zweiten Platz schob. Damit steigen für den 44-Jährigen die Chancen, die Stimmen der traditionellen und gemäßigten Republikaner auf sich zu ziehen. Für denjenigen, der Donald Trump zuletzt am stärksten wegen dessen inhaltlicher Unschärfe und polemischer Attacken angegriffen hatte, war in South Carolina Schluss. Jeb Bush setzte seine Kampagne aus:

"Tonight, I am suspending my campaign."

Wegen seiner Vernetzung im republikanischen Establishment und seinen Kontakten zu finanzkräftigen Wahlkampfspendern hatte Jeb Bush ursprünglich als Favorit gegolten. In South Carolina holte Bush nur rund acht Prozent der Stimmen, obwohl er in dem Südstaat viele Wahlkampfauftritte absolvierte und Millionensummen für Wahlspots ausgab.

Der Republikaner Jeb Bush erklärt vor Parteianhängern in Miami offiziell seine Präsidentschaftskandidatur. (imago / UPI Photo)Der Republikaner Jeb Bush hat sich aus den Vorwahlen zurückgezogen. (imago / UPI Photo)

Ein bitter nötiger Sieg für Hillary Clinton

Bei der Vorwahl der Demokraten in Nevada siegte Hillary Clinton. Am Ende lag sie 5 Prozentpunkte vor Bernie Sanders, dem Senator aus Vermont:

"...the next president of the United States."

Diesen Sieg hatte Hillary Clinton bitter nötig. Vor wenigen Wochen lag sie in Nevada noch über 20 Prozent vor Sanders. Doch aus der Clinton-Kampagne heißt es, ein Sieg ist ein Sieg. Nevada hatte lange Zeit als sicherer Hafen für Clinton gegolten, ehe Sanders in den Umfragen überraschend stark aufholte. Sanders bleibt weiter ein starker Konkurrent – er sammelt nach wie vor das meiste Geld ein und auf der Seite des Linkspopulisten ist viel Enthusiasmus.

Hillary Clinton punktete besonders bei Latino-Wählern und schwarzen Bürgern. Sie hatte in den letzten 48 Stunden fast ununterbrochen Wahlkampf geführt. Insbesondere in den großen Casino-Hotels, wo sie die gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer ansprach:

"This is your campaign!"

Das Engagement zahlte sich für Clinton aus. Diesmal hatte sie auch die Mehrheit der weiblichen Wähler hinter sich.

Entscheidend für Demokraten wie Republikaner werden die Vorwahlen am 1. März werden. Dann wählen am sogenannten "Super Tuesday" insgesamt zwölf amerikanische Bundesstaaten.

Mehr zum Thema

US-Vorwahlen in South Carolina und Nevada - Viel Lärm um Trump, Sanders im Aufwind
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 20.02.2016)

US-Reaktionen auf Papst-Kritik an Trump - "Der Papst hat doch selbst eine Mauer um den Vatikan herum"
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 19.02.2016)

US-Verfassungsgericht - Krach um Neubesetzung im Supreme Court
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 15.02.2016)

Vorwahl in New Hampshire - Sanders liegt in Umfragen vor Clinton(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 09.02.2016)

US-Vorwahlen in Iowa - Clinton und Sanders fast gleichauf
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 02.02.2016)

Interview

weitere Beiträge

Frühkritik

Neu im Kino: "Sully"Held mit Selbstzweifeln
Der US-amerikanische Schauspieler Tom Hanks bei der Premiere des Films "Sully" am 8. September 2016 in West Hollywood, Kalifornien. (Valerie Macon / AFP)

Chestley "Sully" Sullenberger wurde zum Helden, als er im Januar 2009 kurz nach dem Start wegen eines Triebwerkschadens einen vollbesetzten Airbus auf dem Hudson River notlandete. In Clint Eastwoods Film will die Flugsicherheit ihn deshalb drankriegen.Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur