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Interview / Archiv | Beitrag vom 18.12.2015

Vorratsdatenspeicherung"Ein schwarzer Tag für unsere Grundrechte"

Markus Beckedahl im Gespräch mit Christian Rabhansl

Proteste gegen die Vorratsdatenspeicherung in Berlin vor dem Reichstag. (picture alliance / dpa / Gregor Fischer)
Die Proteste gegen das neue Gesetz konnten die Vorratsdatenspeicherung nicht verhindern. (picture alliance / dpa / Gregor Fischer)

Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung ist in Kraft. Was das bedeutet und wie Menschen ihre Datenspuren minimieren können, verrät uns Markus Beckedahl, Netzpolitischer Aktivist und Gründer des Blogs netzpolitik.org.

Jahrelang wurde um die Vorratsdatenspeicherung gestritten, seit heute ist das Gesetz zur systematischen Speicherung von Telefon- und Internetdaten in Kraft getreten. Während Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) von einem "guten Tag für die Sicherheit in Deutschland" schwärmte, spricht Markus Beckedahl, netzpolitischer Aktivist und Gründer des Blogs netzpolitik.org von einem "schwarzen Tag für unsere Grundrechte".

Im Deutschlandradio Kultur erklärte Beckedahl, dass entgegen anderer Behauptungen durch das neue Gesetz auch Inhalte gespeichert würden. Das betreffe etwa SMS-Nachrichten. Zudem hätten wissenschaftliche Studien herausgefunden, dass die Verbindungsdaten - wer telefoniert wann mit wem? - viel aufschlussreicher seien als konkrete Inhalte.

Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org (Horst Galuschka)Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org (Horst Galuschka)

Um Datenspuren zu minimieren, empfiehlt er, öfters mal den Akku aus dem Handy herauszunehmen. "Es gibt aber auch praktische Taschen, die verhindern, dass ein Handy nach Hause funkt durch spezielle Stoffe", erklärt Beckedahl. Nachteil: Man ist in der Zeit aber auch selbst nicht erreichbar. Außerdem empfiehlt er die Verwendung von Messenger- statt SMS-Diensten. Allerdings rät er von dem bekanntesten Anbieter WhatsApp ab, "weil da hat man dann das Problem, dass Facebook und die NSA mithören".

Mehr zum Thema:

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