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Kompressor | Beitrag vom 21.11.2014

Vor TotensonntagTrauern in der Online-Version

Historiker Norbert Fischer über digitale Trauerportale und den Bedeutungsverlust von Friedhöfen

Moderation: Timo Grampes

Grabsteine auf dem Alten Friedhof von Schwerin, aufgenommen am Donnerstag (16.11.2006). Am Sonntag (19.11.2006) wird in Deutschland der Volkstrauertag begangen. Traditionell wird an diesem Tag zwei Wochen vor dem ersten Advent der Toten beider Weltkriege und der Nazi-Opfer gedacht. (picture-alliance/ dpa-ZB / Jens Büttner)
Grabsteine auf einem Friedhof. (picture-alliance/ dpa-ZB / Jens Büttner)

Vieles, was wir offline machen, geht mittlerweile auch online - sogar trauern. Auf verschiedenen Trauer-Portalen kann man zu Beispiel sehen, für wen zuletzt eine Kerze angezündet wurde. Ist das schlichter Kommerz?

Das Trauer-Portal der Süddeutschen Zeitung soll nach Angaben der Betreiber "ein Ort des Gedenkens" sein. Nutzer können hier nach Verstorbenen suchen, sich Anregungen für Trauersprüche holen oder ihr Beileid bekunden, zum Beispiel mit einer digitalen Gedenkkerze. Auf dem SZ-Portal wird auch der "meistbesuchte Trauerfall" angezeigt.

Der Historiker Norbert Fischer, der viel zur Geschichte des Todes geforscht hat, bestätigt: Die Trauer wandert in den öffentlichen und digitalen Raum. Friedhöfe dagegen verkommen und verlieren an Bedeutung.  

In der Sendung "Kompressor" ab 14.20 Uhr geht es darum, wie intensiv solche Trauer-Portale genutzt werden und wie sich das Trauen durch die digitalen Angebote verändert.

Mehr zum Thema:

Am offenen Grab
(Deutschlandradio Kultur, Religionen, 16.10.2010)

Ruhe in Frieden
(Deutschlandradio Kultur, Elektronische Welten, 07.03.2007)

Fazit

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