Donnerstag, 23. Oktober 2014MESZ07:57 Uhr

Länderreport

AsylpolitikDen Notstand verwalten
Mehrere Flüchtlinge sitzen am 10.10.2014 in München (Bayern) auf dem Gelände der Bayernkaserne neben ihren Koffern auf dem Asphalt. Am Abend zuvor haben rund 150 Flüchtlinge für eine bessere Unterbringung demonstriert.

Die meisten Flüchtlinge in Deutschland kommen über Bayern. Hier fehlt es neben zumutbaren Unterkünften vor allem an Sozialarbeitern. Für Auffanglager, Kommunen, Schulen oder die Bundespolizei ist das ein kaum zu bewältigender Kraftakt. Mehr

BayernProteste gegen "Monstertrasse"
Ein Hochspannungsmast in Bayern

Sie haben Angst: Angst um ihre Gesundheit, dass ihre Häuser an Wert verlieren, dass ihre Heimat zerstört wird. Sie haben Bürgerinitiativen gegründet und protestieren gegen eine Stromtrasse, die quer durch Bayern gehen soll. Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 13.11.2012

Von Bayern nach Berlin

Freie Wähler wollen in den Bundestag

Von Michael Watzke

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler (Freie Wähler Bayern)

Auf kommunaler Ebene sind die Freien Wähler schon lange erfolgreich, jetzt wollen sie auch bundesweit durchstarten. Der Vorsitzende Hubert Aiwanger rechnet für 2013 mit einem Ergebnis von mehr als zehn Prozent. Gefährlich könnte das vor allem für Union und FDP werden.

Die Freien Wähler wollen bei der Bundestagswahl 2013 Union und FDP Stimmen abjagen. Antreten wollen sie als bürgerliche, konservative, liberale Alternative. Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger ist überzeugt, dass seine Wählervereinigung in der Lage ist, bundesweit Listen mit Kandidaten aufzustellen. Der Politiker aus Bayern rechnet damit, 2013 im Bund auf mehr als zehn Prozent zu kommen. Punkten will die Wählervereinigung vor allem mit der Euro-Skepsis.

Die Freien Wähler sind insbesondere für Union und FDP eine Gefahr: Sie stammen aus einem bürgerlichen bis ländlichen Milieu und vertreten bei den meisten Themen eher konservative Positionen. Damit sind sie auf kommunaler Ebene schon lange erfolgreich. 2008 gelang den Freien Wählern in Bayern der Sprung in den Landtag - sie wurden mit 10,2 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft.

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