Mittwoch, 20. August 2014MESZ20:34 Uhr

Zeitfragen

Alternative zum KapitalismusGenosse Bürger
Arbeiter bedienen eine Hopfenpflückmaschine bei der Hopfenernte in der Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln e.G. im sächsischen Mügeln

Sie scheint eine Alternative zum kapitalistischen System zu sein: die Genossenschaft. Das Jahr 2012 war von den Vereinten Nationen zum Jahr der Genossenschaften erklärt worden. Angesichts der Krisen des Finanzkapitalismus hat die alte Idee gemeinschaftlichen Wirtschaftens wieder Konjunktur. Mehr

Karl der Große"Christlicher Kaiser" oder "Vater Europas"?
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen. 

Der erste mittelalterliche Kaiser, Karl der Große, ist ein Paradebeispiel für politische Vereinnahmung: Er wurde zu einer Projektionsfläche für unterschiedlichste Etikettierungen - so dass sich das Bild, das wir von dem Machtmenschen haben, häufig gewandelt hat.Mehr

VandalenZu Unrecht in Verruf geraten
Ein Schild an einem Behinderten-Aufzug in Nürnberg.

Der Begriff "Vandalismus" ist besonders populär, führt aber historisch in die Irre. Denn die umgangssprachlichen Vandalen müssen tatsächlich das ausbaden, was de facto die Jakobiner ausgefressen haben.Mehr

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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 18.06.2012

Vom Ordnungshüter zum Opfer?

Gewalt gegen Polizisten

Von Heiner Kiesel

Bei einer Anti-Kapitalismusdemonstration werden Polizisten und Demonstranten verletzt
Bei einer Anti-Kapitalismusdemonstration werden Polizisten und Demonstranten verletzt (dpa / Boris Roessler)

Polizisten sollen für Sicherheit und Ordnung sorgen – für alle. Aber diese Aufgabe scheint immer schwieriger zu werden. Über 20.000 Widerstandshandlungen im Jahr gegen Beamte verzeichnet die polizeiliche Kriminalstatistik. Es sind Pöbeleien und Rempler beim Streifengang, die die Ordnungshüter einstecken müssen. Bei manchen Demonstrationen kommt es zu Gewaltexzessen mit Molotowcocktails und Pflastersteinen als Wurfgeschossen.

Im Gegenzug ermahnen Innenpolitiker und Polizistenvertreter die Bürger zu mehr Solidarität mit und Respekt gegenüber Ordnungshütern, angesichts der "immer schlimmer" werdenden Situation. Bei den Beamten macht sich indes Enttäuschung breit. Es entsteht das Bild einer Kluft zwischen den Beamten und der Gesellschaft, für die sie ihren Dienst leisten. Zu Recht?

Es gibt Soziologen, die meinen, dass die Polizisten zu wehleidig sind und sich besser auf die neuen Gegebenheiten einstellen sollten. Und das ist nicht etwa eine eklatant gestiegene Gewaltbereitschaft, sondern ein Umgang mit Bürgern, die selbstbewusster und kritischer geworden sind.

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"Links zum Thema:"
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen: Forschungsberichte Gewalt gegen Polizeibeamte
Hochschule der Polizei Hamburg: Forschungsberichte zur Gewalt gegen Polizisten