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Zeitfragen

200 Jahre Otto von BismarckKult um einen deutschen Staatsmann
Undatiertes Porträt des preußischen Staatsmanns Otto Fürst von Bismarck (1815−1898)

Schon als Student machte Otto von Bismarck in Göttingen von sich reden. Später einte der Charismatiker das Deutsche Reich, war schon zu Lebzeiten eine Legende. Seine autoritäre Staatspolitik führte aber auch direkt in den Nationalsozialismus, so seine Kritiker. Mehr

Rudolf SteinerAnthroposophen in der ägyptischen Wüste
Der österreichische Esoteriker, Philosoph und Anthroposoph Rudolf Joseph Lorenz Steiner (1861-1925) (imago / United Archives)

Vor 90 Jahren ist der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner gestorben. Seine Ideen bewegen die Welt noch heute, die Waldorf-Schulbewegung ist populär und Produkte aus dem Demeter-Anbau sind in zahlreichen Geschäften zu finden - nicht nur in Deutschland.Mehr

Spurensuche am ParkettWer macht den Dax so fett?
Ansicht der DAX-Kurve auf der Anzeigetafel der Börse (dpa / Frank Rumpenhorst)

Kurs-Gewinn-Verhältnis, Niedrigzinspolitik und Einbahnstraßen - das aktuelle Börsenhoch hat seine ganz eigenen Grundsätze. Ein Blick auf große und kleine Abhängigkeiten und Regeln der Anleger und Investoren.Mehr

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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 18.06.2012

Vom Ordnungshüter zum Opfer?

Gewalt gegen Polizisten

Von Heiner Kiesel

Bei einer Anti-Kapitalismusdemonstration werden Polizisten und Demonstranten verletzt (dpa / Boris Roessler)
Bei einer Anti-Kapitalismusdemonstration werden Polizisten und Demonstranten verletzt (dpa / Boris Roessler)

Polizisten sollen für Sicherheit und Ordnung sorgen – für alle. Aber diese Aufgabe scheint immer schwieriger zu werden. Über 20.000 Widerstandshandlungen im Jahr gegen Beamte verzeichnet die polizeiliche Kriminalstatistik. Es sind Pöbeleien und Rempler beim Streifengang, die die Ordnungshüter einstecken müssen. Bei manchen Demonstrationen kommt es zu Gewaltexzessen mit Molotowcocktails und Pflastersteinen als Wurfgeschossen.

Im Gegenzug ermahnen Innenpolitiker und Polizistenvertreter die Bürger zu mehr Solidarität mit und Respekt gegenüber Ordnungshütern, angesichts der "immer schlimmer" werdenden Situation. Bei den Beamten macht sich indes Enttäuschung breit. Es entsteht das Bild einer Kluft zwischen den Beamten und der Gesellschaft, für die sie ihren Dienst leisten. Zu Recht?

Es gibt Soziologen, die meinen, dass die Polizisten zu wehleidig sind und sich besser auf die neuen Gegebenheiten einstellen sollten. Und das ist nicht etwa eine eklatant gestiegene Gewaltbereitschaft, sondern ein Umgang mit Bürgern, die selbstbewusster und kritischer geworden sind.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

"Links zum Thema:"
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen: Forschungsberichte Gewalt gegen Polizeibeamte
Hochschule der Polizei Hamburg: Forschungsberichte zur Gewalt gegen Polizisten