Mittwoch, 17. September 2014MESZ01:29 Uhr

Elektronische Welten

MedizinKrank gespielt
Eine Geige, eine Flöte, eine Mundharmonika und ein Banjo liegen auf einem Notenblatt.  

Einige leiden unter Kreuzschmerzen, andere bekommen verkrümmte Finger: Viele Musiker leiden unter Berufskrankheiten. Wissenschaftler der ETH Zürich wollen den Ursachen häufiger Beschwerden auf den Grund gehen.Mehr

EmpfehlungenAbenteuer, Strategie, Denkspiel
Das Exemplar einer durchsichtigen Sonderedition des ersten Gameboys ist am 14.04.2014 im Computerspielmuseum in Berlin in einer Vitrine zu sehen.

Im Sommer gibt es wenig Neues auf dem Spielemarkt, wir haben dennoch drei Spiele gefunden. Man kann sich als strategisch denkender Ermittler austoben, sich auf eine gefährliche Insel begeben oder ein Männchen durch ein Level zum Ausgang führen. Mehr

GefahrgutEin Roboter für den Treibstofftransport
Mitarbeiter in der PCK Raffinerie GmbH im brandenburgischen Schwedt 

Roboter gibt es heute in vielen Bereichen. Auch die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt will künftig eine mobile Maschine einsetzen. Dort soll sich ein Roboter sogar in komplexen Situationen von selbst zurechtfinden.Mehr

weitere Beiträge

Wissenschaft und Technik

Drogen"Kommt ein guter Rauch"
Vier E-Shishas

Eine E-Shisha ist wesentlich kleiner als die orientalische Wasserpfeife und ähnelt in der Funktion einer elektronischen Zigarette. Die meist sehr bunten elektronischen Shishas machen Jugendliche glücklich − Eltern und Suchtexperten sind hingegen besorgt.Mehr

weitere Beiträge

Breitband

Im Internet vervielfältigen sich neue Inhalte, Formen und Vertriebswege. Darüber hinaus beschleunigt die Digitalisierung die Konvergenz der traditionellen Kanäle Zeitung, Hörfunk und Fernsehen. Breitband ist ein wöchentliches, aktuelles Magazin, das diese vielschichtigen Prozesse aufzeigt, analysiert und einordnet.

Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 04.09.2008

Virtuelle Konzerte, Weltraumbilder und ein OpenSource-Filmprojekt

Surftipps September

Von Jörg Schieb

Tastatur eines Computers
Tastatur eines Computers (AP)

Auf der Seite animusic.com huschen lauter kleine Roboter über den Bildschirm und machen Musik. Unter nasaimages.org gewährt die NASA einen Einblick in ihr Fotoarchiv. Und unter valkaama.com startet das erste OpenSource-Filmprojekt.

www.animusic.com

Was hier jetzt nach typischer Computermusik klingt - ist auch typische Computermusik. Aber das ist eben längst noch nicht alles. Denn unter www.animusic.com kommen nicht nur die Musikstücke selbst aus dem Computer, sondern auch die virtuellen Musiker.

Während des Konzerts huschen kleine Roboter und Maschinen über den Bildschirm - und mimen eifrig eine Hightech-Band. Sie sausen über die Bühne, zupfen an bislang nie gesehenen Instrumenten, dreschen auf Hightech-Drums ein oder drücken auf bunte Knöpfe - und machen so Musik.

Die eigentlich im Rechner entstandene Musik wird verbildlicht - wieder im Computer, als hoch aufgelöste Animation auf bestem Niveau.

Die Webseite präsentiert gleich zwei dieser mehrere Minuten dauernden virtuellen Konzerte. Das Ganze ist erst mal recht kurzweilig und sicher ein Hingucker. Man denkt: Wau, was es nicht alles gibt - und schaut den Musikern bei ihrem Konzert zu. 3D-Kamerafahrten leuchten jeden Winkel der optisch eindrucksvollen Bühne aus.

Für eine Weile ist das durchaus unterhaltsam. Natürlich wird auf der Seite eine DVD zum Kauf angeboten. Sie ist die randvoll gefüllt mit solchen virtuellen Konzerten. Schwer zu sagen, wer sich 90 Minuten davon antut. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten!

www.nasaimages.org

Wenn sich jemand im Weltall auskennt, dann wohl die amerikanische Weltraumbehörde NASA. Die NASA hat diversen Astronauten auf den Mond geschickt, sie beobachtet mit sündhaft teuren Teleskopen das Firmament, schickt Roboter auf ferne Planeten und lässt sich von denen Daten wie Fotos zur Erde funken.

Da hat sich über die Jahre einiges angesammelt. Die Archive der NASA sind jedenfalls prall gefüllt: Unmengen an Fotos, Videos und Tondokumenten. Doch nur ein Teil davon ist auf der NASA-Homepage zu finden. Allerdings wahllos auf der Webseite verstreut.

Darum gibt es jetzt eine neue Anlaufstelle. Unter www.nasaimages.org kann jeder kostenlos im reichhaltigen Foto-Archiv stöbern. Mehrere Millionen Fotos und Skizzen gibt es hier: Bilder von der Erde, von den Planeten unseres Sonnensystems, von der Milchstraße oder anderen Galaxien - alles da. Es gibt auch Fotos von Fluggeräten und Raumsonden, vom Space Shuttle und von den Missionen. Das Angebot ist wirklich gigantisch.

Das Material kann aber nicht nur bestaunt, sondern auch kostenlos genutzt werden, etwa auf der eigenen Homepage.

Von A wie "Apollo" bis Z wie "Zero Gravity Research Facility": Es ist erstaunlich, was alles im neu zusammengetragenen Archiv schlummert. Stöbern macht Spaß - mir jedenfalls.

www.valkaama.com

OpenSource-Software, an der über die ganze Welt verstreute Teams gemeinsam arbeiten und die dann am Ende kostenlos verteilt wird, ist im Internet nichts Neues. Linux und Firefox sind wohl die bekanntesten Beispiele. OpenSource-Filme sind etwas Neues.

Kürzlich hat eine niederländische Produktionsfirma einen kompletten Animationsfilm kostenlos ins Netz gestellt. Big Buck Bunny. Jeder darf den Film frei benutzen, ihn bearbeiten, verfremden, verbessern – sofern das Ergebnis, also das, was bei der Bearbeitung rauskommt, auch wieder kostenlos im Netz verfügbar gemacht wird.

Und jetzt – gibt es doch tatsächlich den ersten Spielfilm als OpenSource-Projekt. Valkaama. Ein Film, der vor kurzem in Polen abgedreht wurde, mit geringem Budget, aber professionellen Schauspielern.
Unter www.valkaama.com kann man sich die ersten Trailer zum Spielfilm ansehen, aber auch das komplette Drehbuch lesen.

Die Macher des Films, Studenten aus Berlin und Krakau, haben das Drehmaterial und den Sound Anfang dieser Woche ins Internet gestellt. Die Community ist nun aufgefordert, daraus etwas Spannendes zu machen. Erst mal soll eine gute Filmmusik her, denn die gibt es bisher nur für den Trailer!

Später können aus dem Film dann beliebige Fassungen gemacht werden, etwa fremdsprachige Ausgaben. Oder Kurzfilme. Oder auch komplett anders geschnittene Versionen.
Man darf gespannt sein, was aus diesem OpenSource-Filmprojekt wird.