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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 02.12.2013

VersandhändlerAmazon will Pakete mit Drohnen ausliefern

"Prime Air" könnte in vier Jahren starten

Eine Mini-Drohne des Online-Händlers Amazon (dpa / pa / Amazon)
Die Lieferung könnte bald aus der Luft kommen: Eine Mini-Drohne des Online-Händlers Amazon (dpa / pa / Amazon)

Es klingt nach Science-Fiction, könnte aber schon bald Wirklichkeit werden: Mit Mini-Helikoptern will das Internetkaufhaus Amazon künftig seine Kunden beliefern.

Der Online-Versandhändler Amazon will in naher Zukunft kleine Helikopter einsetzen, um Waren zu seinen Kunden zu transportieren. Das sagte Firmen-Chef Jeff Bezos am Sonntagabend in einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender CBS.

Die Mini-Drohnen könnten demnach Pakete mit einem Gewicht von bis zu 2,3 Kilogramm befördern. Damit könnte das Unternehmen einen Großteil seiner Pakete künftig selbst ausliefern - denn nur rund 14 Prozent aller Amazon-Bestellungen seien schwerer, sagte Bezos.

Die Helikopter-Drohnen werden von Elektromotoren getrieben und haben nach Angaben des Unternehmens eine Reichweite von rund 16 Kilometern (zehn Meilen). Die Flugroboter sollen die Pakete in den Logistikzenten des Unternehmens aufsammeln und diese eine halbe Stunde nach der Bestellung vor der Tür des Kunden ablegen. Der Prototyp eines sogenannten Oktokopters - ein Helikopter mit acht Rotoren - ist auch in einem Video zu sehen, welches das Unternehmen ins Netz gestellt hat.

Starten könnte der Service unter dem Projektnamen "Prime Air" laut Bezos in vier oder fünf Jahren. Zunächst müssten jedoch noch Sicherheitstests durchlaufen und entsprechende Genehmigungen der US-Behörden erteilt werden.

Mit dem Drohnensystem könnte Amazon Kosten für externe Zustelldienste sparen. Eine der Motivationen zur Einführung des Systems sei es, die führende Position des Konzerns im Einzelhandel abzusichern, sagte Bezos. Auch sei es umweltfreundlicher, die Waren anstelle von Lastwagen mit Helikopter-Drohnen ausliefern zu lassen.

twa mit rtr/afp

Portraitfoto: Amazon-Gründer und -Präsident Jeff Bezos steht vor einer Videowand auf der gezeichnete Pfeile zu sehen sind. (AFP / EMMANUEL DUNAND)Amazon-Chef Jeff Bezos (AFP / EMMANUEL DUNAND)

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