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Neonlicht

MetropolenphänomeneWeitermachen
Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos auf der Avenida Paulista in der brasilianischen Großstadt Sao Paulo (Aufnahme vom 11.01.2010).

Das Neonlicht braust mit einem Motogirl durchs Verkehrschaos von Sao Paulo, probiert jüdische Speisen in der Gourmet-Version in New York und spürt der Faszination Zauberwürfel nach.Mehr

StadtalltagBesser leben geht immer
Blick am 03.08.2007 von der Wettsteibrücke über den Rhein auf den Baseler Stadtteil Grossbasel mit dem Münster der Stadt.

In New York greift fast niemand mehr zum Joint – Marihuana wird stattdessen lungenschonend gevaped mit teuren Luxusverdampfern. Während man in Basel die Pause im Rhein verbringt, greift der Berliner zunehmend zum kalorienarmen Onigiri statt zur Currywurst. Mehr

Boring ConferenceDie Kunst der Langeweile
Ein müder Student gähnt

Die passende Geisteshaltung zum Sommer kommt aus Großbritannien. Denn wo alle busy sind, ist für Hipster nichts attraktiver als Langeweile. Ein Niederländer hat leuchtende Autobahnen entwickelt. Und: Welches Selfie wird auch wirklich ein Hit? Mehr

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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 15.07.2012

Urbane Interventionen

Moderation: Mandy Schielke

Istanbul mit Brücke über den Bosporus.
Istanbul mit Brücke über den Bosporus. (AP)

Die Stadt als Ort der Intervention: In Istanbul wurde das Partyviertel rund um den Taksim-Platz vor einem Jahr geräumt. In Mumbai werden traditionelle Chawls durch Hochhäuser ersetzt. Und in Hamburg gibt es eine Initiative behutsamer Eingriffe, die weniger gravierende Veränderungen bewirken. Außerdem stellen wir das neue It-Girl der südafrikanischen Hiphop-Szene vor.

Tischlein deck dich!
Von Luise Sammann
Vor einem Jahr wurde das beliebteste Ausgehviertel in Istanbul geräumt. An den Wochenenden schoben sich Millionen Menschen durch die engen Gassen rund um den Taksim-Platz. 3000 Lokale konnten sich vor Gästen nicht retten. Ein Jahr später herrscht dort gähnende Leere. Die Stadtverwaltung strebt eine geordnete Aufwertung an. Doch bislang dürfte zumindest der Umsatz eher gesunken als gestiegen sein.

Urban Redevelopment auf Indisch
Von Anna Marie Goretzki
Die Chawls sind eine Mumbaier Spezialität. Einst wurden die einfachen, mehrgeschossigen Blocks für die Textilarbeiter gebaut, die in der Stadt eine neue Bleibe suchten. Doch inzwischen sind die alten Häuser baufällig und die Hygienebedingungen nicht gerade zeitgemäß. Trotzdem lieben die Chawl-Bewohner ihr Heim, weil nachbarschaftliche Verbindungen quasi miteingebaut sind. Keine Chance - die Chawls werden plattgemacht nach und nach durch Hochhäuser ersetzt.

Labor für urbane Interventionen
Von Louise Brown
"Urbane Intervention" ist fast schon zu einem Modebegriff geworden. Künstler, Architekten und Designer ergreifen die Initiative und wollen vernachlässigte Stadträume mit kleinen Eingriffen verändern. Unter ihresgleichen sind solche Aktionen beliebt. Nicht immer verändern sie aber etwas, sondern genügen sich selbst. Eine Forschergruppe in Hamburg versucht zu analysieren, was funktioniert und was nicht.

Weiblich, rappend und auch noch eine Heilerin
Von Kerstin Poppendieck
Das neue It-Girl der südafrikanischen Hiphop-Szene heißt Kanyi. Sie stammt aus einem Township in Kapstadt und gehört seit ihrem Album, das sie in DIY-Manier im Schlafzimmer produzierte, zur festen Größe in der Szene. Popkultur und Tradition stellen keine Widersprüche für sie dar. Kanyi wurde nämlich auch zur traditionellen Heilerin erwählt. "Ich verbinde zwei uralte afrikanische Traditionen: Die des Heilens und des Sprechgesangs. Und Musik ist ein tolles Heilmittel."