Donnerstag, 31. Juli 2014MESZ05:29 Uhr

Länderreport

Gleichberechtigung(K)eine Schule für alle?
In einer Schul-Klasse sitzt ein Junge im Rollstuhl.

Fünf Jahre nach Inkrafttreten der UN-Konvention für Behindertenrechte hinkt inklusives Lernen weiter hinter den Vorgaben zurück. In Niedersachen haben Eltern erst seit knapp einem Jahr das Recht, behinderte Kinder auf eine Regelschule zu schicken.Mehr

ProtestBallern oder leben
Das ehemalige "Bombodrom" in Brandenburg

Ob in Brandenburg oder in der "Serengeti Ostwestfalens": Der Krieg ist in manchen Regionen noch lange nicht vorbei. Bombenabwurfplatz oder Schießstand direkt neben einem Kloster, es formiert sich Widerstand in der Bevölkerung. Mehr

Wendezeit"Die Fenster aufgestoßen"
Berlin erlebt am 4. November 1989 die größte Demonstration für eine andere DDR. Eine halbe bis eine Million Demonstranten ziehen durch die Innenstadt, vorbei am Palast der Republik mit dem Sitz der Volkskammer und am Staatsratsgebäude zu einer Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz. "Wende", "Wer ewig schluckt stirbt von Innen" oder "Krenzmann" steht auf Transparenten der Demonstranten.

Berlin, 4. November 1989, Alexanderplatz. Die größte Wende-Demonstration und wohl auch die bunteste. Demonstranten überreichten Blumen an Polizisten, Transparente mit Sprüchen und Forderungen bestimmten das Bild.Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 10.08.2012

Umstrittener Strittmatter

Spremberg und der Umgang mit dem Erbe des Ehrenbürgers

Von Michael Frantzen

Keine Feier für Erwin Strittmatter? Über eine öffentliche Ehrung des deutschen Schriftstellers wird debattiert.
Keine Feier für Erwin Strittmatter? Über eine öffentliche Ehrung des deutschen Schriftstellers wird debattiert. (picture alliance / dpa / Thomas Uhlemann)

Am 14. August wäre der Schriftsteller Erwin Strittmatter 100 Jahre alt geworden. Ehrenbürger und berühmter Sohn der südbrandenburgischen Stadt Spremberg. Den Tag wollte der örtliche Strittmatter-Verein ursprünglich groß feiern, gemeinsam mit der Stadt. Doch die entschied sich - mit Stimmen von SPD, CDU und FDP - dagegen.

Die Begründung: der Schriftsteller habe sich freiwillig den beiden deutschen Diktaturen angedient. Nun muss der Verein wohl allein den Umstrittenen ehren - unterstützt nur durch die LINKE, die meint, man feiere ja schließlich auch den Geburtstag des umstrittenen Preußenkönigs Friedrich II.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links bei dradio.de:

"Jeder Mensch ist ein vielschichtiges Wesen" - Historikerin Leo: Strittmatter war im Zweiten Weltkrieg an Gewalt beteiligt
Privater Jähzorn und wenig Politik - Almut Giesecke gibt Erwin Strittmatters Tagebücher heraus