Mittwoch, 4. März 2015MEZ23:43 Uhr

Länderreport

LesezeichenLeipziger Allerlei
Besucher der Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin sitzen zwischen Bücherregalen.  (dpa / picture alliance / Tim Brakemeier)

Bücher gibt's noch, Lesezeichen kaum noch: jedenfalls nicht mehr die schönen, die verzierten oder bedruckten. Nein, heutzutage lässt der größte Teil der Buchhalter andere Merkzeichen zwischen den Seiten zurück.Mehr

KlischeesRegionalkrimis und ihre unentbehrlichen Zutaten
(dpa / picture alliance / Christoph Schmidt)

Ein Sachsen-Krimi spielt nicht am tiefsten Punkt der Republik, der liegt in Schleswig-Holstein. Die Weinwirtschaft als Tatort gehört nicht nach Hamburg, sondern Mainz. Wohl aber könnte Schillers Schädel in Bremen auftauchen, wahrscheinlicher jedoch wäre Weimar.Mehr

BürgerbeteiligungStadt von unten statt von oben
Auf dem Gelände Lichterfelde Süd in Berlin liegt ein Naturparadies mit seltenen Tier- und Pflanzenarten und den Pferden von Anne Loba. Trotz Bebauung mit 2500 Wohneinheiten soll ein großes Areal als "Grüne Mitte" erhalten bleiben. (Bild: Anne Loba)

Bei "Bürgerbeteiligung" zucken Bauherren zusammen: Was, wenn die Anwohner zu viel mitbestimmen? Doch ohne Bürger einzubeziehen, geht Bauen nicht mehr. Das Land erprobt neue Dialogstrukturen zwischen Politik, Bevölkerung, Investoren – zwei Beispiele aus Berlin.Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 10.08.2012

Umstrittener Strittmatter

Spremberg und der Umgang mit dem Erbe des Ehrenbürgers

Von Michael Frantzen

Keine Feier für Erwin Strittmatter? Über eine öffentliche Ehrung des deutschen Schriftstellers wird debattiert. (picture alliance / dpa / Thomas Uhlemann)
Keine Feier für Erwin Strittmatter? Über eine öffentliche Ehrung des deutschen Schriftstellers wird debattiert. (picture alliance / dpa / Thomas Uhlemann)

Am 14. August wäre der Schriftsteller Erwin Strittmatter 100 Jahre alt geworden. Ehrenbürger und berühmter Sohn der südbrandenburgischen Stadt Spremberg. Den Tag wollte der örtliche Strittmatter-Verein ursprünglich groß feiern, gemeinsam mit der Stadt. Doch die entschied sich - mit Stimmen von SPD, CDU und FDP - dagegen.

Die Begründung: der Schriftsteller habe sich freiwillig den beiden deutschen Diktaturen angedient. Nun muss der Verein wohl allein den Umstrittenen ehren - unterstützt nur durch die LINKE, die meint, man feiere ja schließlich auch den Geburtstag des umstrittenen Preußenkönigs Friedrich II.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links bei dradio.de:

"Jeder Mensch ist ein vielschichtiges Wesen" - Historikerin Leo: Strittmatter war im Zweiten Weltkrieg an Gewalt beteiligt
Privater Jähzorn und wenig Politik - Almut Giesecke gibt Erwin Strittmatters Tagebücher heraus