Mittwoch, 26. November 2014MEZ21:21 Uhr

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

FotografieWas vom Krieg übrigbleibt
Dresden nach dem Bombenangriff 1945. In der Nacht zum 14.02.1945 griffen im Zweiten Weltkrieg amerikanische und britische Flugzeuge die Stadt an der Elbe an. Bei dem Bombenangriff wurde die historische Innenstadt nahezu völlig zerstört, über 35.000 Menschen fanden den Tod.

Panzerwracks, Ruinen, Überlebende. Die Fotografien der Ausstellung "Conflict, Time, Photography" zeigen die Nachwirkungen von Kriegen. Die Aufnahmen sind nach ihrem zeitlichen Abstand zum eigentlichen Kriegsereignis angeordnet.Mehr

Gurlitt-NachlassSchwieriges Erbe
Das Kunstmuseum in Bern von außen.

Die Sammlung von Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt geht an das Kunstmuseum Bern - mit Ausnahme der Werke, die unter Raubkunst-Verdacht stehen. So weit, so gut. Was aber passiert mit der "entarteten Kunst"?, fragt Claudia Wheeler.Mehr

KinoEine Freundschaft im Krieg
Der Dokumentarfilm "The Green Prince" des israelischen Regisseurs Nadav Schirman

Der eine ist Palästinenser und Sohn eines Hamas-Führers. Der andere Israeli und Geheimdienstler. Eigentlich müssten sie Feinde sein, aber sie werden Freunde. In "The Green Prince" erzählt Dokumentarfilmer Nadav Schirman ihre Geschichte. Mehr

weitere Beiträge

Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.08.2012

Umsatzsteuer für Musikschulen ist "kulturpolitischer Irrsinn"

Generalsekretär des Deutschen Musikrats kritisiert Pläne des Finanzministeriums

Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden
Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden (Stock.XCHNG / Norbert Machinek)

Das Musizieren wird Kindern nicht leicht gemacht: In der Schule fällt oft genug der Unterricht aus - und nun sollen auch die Kosten für private Musikstunden steigen. 19 Prozent Umsatzsteuer werden in Zukunft darauf fällig. Kritik kommt vom Deutschen Musikrat.

Er sei "wirklich guter Hoffnung", dass das Projekt zurückgenommen werde, sagt dessen Generalsekretär Christian Höppner. Er glaube, dass "die Politik das nicht gewollt hat". Die Steuererhebung sei initiiert worden "von den Beamten, die natürlich ein Interesse haben, die Einnahmen zu steigern".

Vor allem der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages sei jetzt gefordert, einzugreifen, meint Höppner. "Es kann ja nicht sein, dass wir verhindern, dass Kinder Musikunterricht nehmen, weil Eltern es nicht mehr bezahlen können." Die Umsatzsteuerpflicht bezeichnete er als "kulturpolitischen Irrsinn". Nach der neuen Abgabenpflicht müssten viele Schulen "in der Tat dichtmachen".

Die Steuererhebung werde damit begründet, dass der Musikunterricht eine Freizeitaktivität sei, erklärt Höppner. Dabei arbeiteten Musikschulen auch berufsbildend: Die Laufbahn eines Nachwuchsmusikers beginne schon im Kindesalter. Zudem sollte man aus kultur- und bildungspolitischer Sicht "um jedes Kind froh sein, das ein Interesse hat, ein Instrument zu lernen oder singen zu lernen - und das muss gefördert werden".

Sie können das vollständige Gespräch mit Christian Höppner mindestens bis zum 22.01.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


Mehr zum Thema:

Jedes Kind soll singen
Primacanta bildet Grundschullehrer musikalisch weiter (DLF)

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Jedes Kind soll singen