Sonntag, 19. April 2015MESZ17:46 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Zum Wohle, Herr König!"
( picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Es sind die Toten, mit denen die deutschen Feuilletons in dieser Woche aufgemacht haben: Percy Sledge, Klaus Bednarz und Günter Grass. Der SPIEGEL lässt dabei den Nobelpreisträger selbst erzählen, um noch einmal mit ihm über seine Sektlaune am Schwedischen Hof zu lachen.Mehr

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Fazit

Monika Grütters Kulturstaatsministerin auf Theater-Tour
Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, in ihrem Büro im Kanzleramt in Berlin (picture alliance / dpa)

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.08.2012

Umsatzsteuer für Musikschulen ist "kulturpolitischer Irrsinn"

Generalsekretär des Deutschen Musikrats kritisiert Pläne des Finanzministeriums

Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden (Stock.XCHNG / Norbert Machinek)
Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden (Stock.XCHNG / Norbert Machinek)

Das Musizieren wird Kindern nicht leicht gemacht: In der Schule fällt oft genug der Unterricht aus - und nun sollen auch die Kosten für private Musikstunden steigen. 19 Prozent Umsatzsteuer werden in Zukunft darauf fällig. Kritik kommt vom Deutschen Musikrat.

Er sei "wirklich guter Hoffnung", dass das Projekt zurückgenommen werde, sagt dessen Generalsekretär Christian Höppner. Er glaube, dass "die Politik das nicht gewollt hat". Die Steuererhebung sei initiiert worden "von den Beamten, die natürlich ein Interesse haben, die Einnahmen zu steigern".

Vor allem der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages sei jetzt gefordert, einzugreifen, meint Höppner. "Es kann ja nicht sein, dass wir verhindern, dass Kinder Musikunterricht nehmen, weil Eltern es nicht mehr bezahlen können." Die Umsatzsteuerpflicht bezeichnete er als "kulturpolitischen Irrsinn". Nach der neuen Abgabenpflicht müssten viele Schulen "in der Tat dichtmachen".

Die Steuererhebung werde damit begründet, dass der Musikunterricht eine Freizeitaktivität sei, erklärt Höppner. Dabei arbeiteten Musikschulen auch berufsbildend: Die Laufbahn eines Nachwuchsmusikers beginne schon im Kindesalter. Zudem sollte man aus kultur- und bildungspolitischer Sicht "um jedes Kind froh sein, das ein Interesse hat, ein Instrument zu lernen oder singen zu lernen - und das muss gefördert werden".

Sie können das vollständige Gespräch mit Christian Höppner mindestens bis zum 22.01.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


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