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LärmangriffExperimental-Rock mit Rilke
Gitarrist und Sänger Michael Gira der amrerikanischen Post-Punk-Band Swans bei einem Auftritt 2013 im Akvarium Klub in Budapest. Sein Kopf ist grün-rot angestrahlt, das Haar zerzaust, das Gesicht zum Schrei verzerrt.

Die Anfang der 80er gegründete Band Swans um den Sänger und Multi-Instrumentalisten Michael Gira gab im Berliner Berghain gleich zwei Konzerte. Das erste war ein Hochamt des Lärms, ein Ritual jenseits gängiger Rockformate.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.08.2012

Umsatzsteuer für Musikschulen ist "kulturpolitischer Irrsinn"

Generalsekretär des Deutschen Musikrats kritisiert Pläne des Finanzministeriums

Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden
Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden (Stock.XCHNG / Norbert Machinek)

Das Musizieren wird Kindern nicht leicht gemacht: In der Schule fällt oft genug der Unterricht aus - und nun sollen auch die Kosten für private Musikstunden steigen. 19 Prozent Umsatzsteuer werden in Zukunft darauf fällig. Kritik kommt vom Deutschen Musikrat.

Er sei "wirklich guter Hoffnung", dass das Projekt zurückgenommen werde, sagt dessen Generalsekretär Christian Höppner. Er glaube, dass "die Politik das nicht gewollt hat". Die Steuererhebung sei initiiert worden "von den Beamten, die natürlich ein Interesse haben, die Einnahmen zu steigern".

Vor allem der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages sei jetzt gefordert, einzugreifen, meint Höppner. "Es kann ja nicht sein, dass wir verhindern, dass Kinder Musikunterricht nehmen, weil Eltern es nicht mehr bezahlen können." Die Umsatzsteuerpflicht bezeichnete er als "kulturpolitischen Irrsinn". Nach der neuen Abgabenpflicht müssten viele Schulen "in der Tat dichtmachen".

Die Steuererhebung werde damit begründet, dass der Musikunterricht eine Freizeitaktivität sei, erklärt Höppner. Dabei arbeiteten Musikschulen auch berufsbildend: Die Laufbahn eines Nachwuchsmusikers beginne schon im Kindesalter. Zudem sollte man aus kultur- und bildungspolitischer Sicht "um jedes Kind froh sein, das ein Interesse hat, ein Instrument zu lernen oder singen zu lernen - und das muss gefördert werden".

Sie können das vollständige Gespräch mit Christian Höppner mindestens bis zum 22.01.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


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