Dienstag, 16. September 2014MESZ17:29 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsWalsers beschädigtes Ego
Der Schriftsteller Martin Walser

"Schreiben und Leben" heißt der neu veröffentlichte vierte Teil der Tagebücher von Martin Walser: Der beste, spannendste und intimste Band bisher, resümiert die "Berliner Zeitung" – voller Sehnsucht nach Bestätigung.Mehr

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Fazit

BestsellerautorNachhilfe für Ken Follett
Der Schriftsteller Ken Follett steht am 10.09.2014 in einer Ausstellung zum Mauerfall im Journalismusmuseum Newseum in Washington.

Ken Folletts neuer Roman "Kinder der Freiheit" kommt heute in den Handel. Das Buch spielt in der Zeit vom Kalten Krieg bis zum Mauerfall. Angela Spizig, Grünen-Politikerin mit DDR-Vergangenheit, durfte den Meister der Spannung beraten. Mehr

RusslandKultur als Retter
Kulturvermittlung mit der Maus - eine Veranstaltung mit der Maus während der Eröffnung des Jahrs der deutschen Sprache und Literatur in Moskau

Provokation oder Chance? Mitten im Konflikt zwischen Russland und der NATO wird in Moskau das "Jahr der deutschen Sprache und Literatur" eröffnet – organisiert vom Auswärtigen Amt und Goethe-Institut. Allerdings gibt es kleine Änderungen.Mehr

Lemberger BuchforumBücher und Kriegsdebatten
Blick auf die Stadt Lviv, ehemals Lemberg, im Westen der Ukraine

Die Stimmung bei der größten ukrainischen Buchmesse war in der Spätsommerhitze harmonisch und geschäftig. Bestimmendes Thema der Debatten in Lviv: der Krieg im Osten des Landes und seine Folgen für das Selbstverständnis der Ukraine.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.08.2012

Umsatzsteuer für Musikschulen ist "kulturpolitischer Irrsinn"

Generalsekretär des Deutschen Musikrats kritisiert Pläne des Finanzministeriums

Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden
Trompete spielen könnte in Zukunft teurer werden (Stock.XCHNG / Norbert Machinek)

Das Musizieren wird Kindern nicht leicht gemacht: In der Schule fällt oft genug der Unterricht aus - und nun sollen auch die Kosten für private Musikstunden steigen. 19 Prozent Umsatzsteuer werden in Zukunft darauf fällig. Kritik kommt vom Deutschen Musikrat.

Er sei "wirklich guter Hoffnung", dass das Projekt zurückgenommen werde, sagt dessen Generalsekretär Christian Höppner. Er glaube, dass "die Politik das nicht gewollt hat". Die Steuererhebung sei initiiert worden "von den Beamten, die natürlich ein Interesse haben, die Einnahmen zu steigern".

Vor allem der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages sei jetzt gefordert, einzugreifen, meint Höppner. "Es kann ja nicht sein, dass wir verhindern, dass Kinder Musikunterricht nehmen, weil Eltern es nicht mehr bezahlen können." Die Umsatzsteuerpflicht bezeichnete er als "kulturpolitischen Irrsinn". Nach der neuen Abgabenpflicht müssten viele Schulen "in der Tat dichtmachen".

Die Steuererhebung werde damit begründet, dass der Musikunterricht eine Freizeitaktivität sei, erklärt Höppner. Dabei arbeiteten Musikschulen auch berufsbildend: Die Laufbahn eines Nachwuchsmusikers beginne schon im Kindesalter. Zudem sollte man aus kultur- und bildungspolitischer Sicht "um jedes Kind froh sein, das ein Interesse hat, ein Instrument zu lernen oder singen zu lernen - und das muss gefördert werden".

Sie können das vollständige Gespräch mit Christian Höppner mindestens bis zum 22.01.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


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