Sonntag, 31. August 2014MESZ10:20 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Wummern" und janz schön viel Icke
Klaus Wowereit (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, steht zur Eröffnung des Start-up-Zentrums "Factory Berlin" in Berlin in den Räumlichkeiten der Internetfirma "Soundcloud" vor einem Konferenzraum mit dem Namen "Kreuzberg".

Die Feuilletons befassen sich mit Wortschöpfungen des Ersten Weltkriegs, lüften das Geheimnis, warum Richard Attenborough Margaret Thatcher Darling nannte und sinnieren über ein Berlin ohne Klaus Wowereit: Viel Icke war mal, kommt jetzt mehr Polit-Profil? Mehr

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Fazit

AusstellungDick aufgetragen
Das Museum für zeitgenössische Kunst, das "MARTa" in Herford

Der Künstler Clemens Krauss bringt wahre Farbgebirge auf die Leinwand, was seine Bilder sinnlich, fast sexuell wirken lässt, so dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Doch er malt nicht nur, bekannt ist er auch für seine Videoinstallationen. Mehr

ZeichenkunstZeugnis einer Berührung
Der bedeutende Vertreter des Realismus in einer zeitgenössischen Darstellung. Wilhelm Leibl wurde am 23. Oktober 1844 in Köln geboren und ist am 4. Dezember 1900 in Würzburg gestorben.

In einer kleinen Kölner Ausstellung kann man ein recht unbekanntes zeichnerisches Phänomen begutachten: den Abklatsch. Er entsteht etwa, wenn eine Kohle- oder Kreidezeichnung auf ein anderes Papier abgedrückt wird. Mehr

KunstLeben in der Blase
Küchenmonument, Eine Soziale Skulptur vor dem Museum, Berlinische Galerie, 2014. Auf dem Bild sind rennende Kinder auf einem Feld mit lauter Buchstaben zu sehen, dahinter Menschen, eingehüllt in eine riesige Blase.

Eine riesige Blase aus durchsichtiger Folie, darin Menschen, die Möbel bauen: Auf dem Platz vor der Berlinischen Galerie ist zurzeit das "Küchenmonument" zu sehen. Anwohner und Kunstinteressierte sind von dem Objekt begeistert.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 17.04.2012

"Überaus sinnvolle Maßnahmen"

Zimmermann: Höhere Mehrwertsteuer für den Kunsthandel kann kompensiert werden

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates (Elke A.Jung-Wolff)

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, hält eine Mehrwertsteuer-Erhöhung für den deutschen Kunsthandel für unausweichlich. Gleichzeitig geht er davon aus, dass die Bundesregierung Kunsthandel und -institutionen an anderer Stelle sinnvoll entlasten werde.

Die EU-Kommission hat die Bundesregierung Mitte Februar aufgefordert, den Mehrwertsteuersatz für den Handel mit Kunstwerken von sieben auf 19 Prozent zu erhöhen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat bereits signalisiert, dass er die EU-Vorgabe umsetzen wird, die dadurch entstehenden Nachteile für den Kunsthandel aber ausgleichen will.

Wie Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, im Deutschlandradio Kultur sagte, müsste sich der Kunsthandel aber in jedem Fall auf steigende Kosten einrichten, egal, welche Kompensationsleistungen die Bundesregierung anbieten würde:

"Die Künstler sind sowieso außen vor, denn die werden auch in der Zukunft noch mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz ihre Werke als Urheber verkaufen, aber für den Kunsthandel ist das natürlich eine sehr bittere Pille."

Differenzbesteuerung wie in Frankreich

Hinsichtlich möglicher Kompensationen zeigte sich Zimmermann zuversichtlich. So würde derzeit zum Beispiel über die Differenzbesteuerung nachgedacht. Bei dieser Variante würde wie in Frankreich beim Verkauf eines Werkes nur der tatsächliche Gewinn besteuert, wobei die Franzosen die zu versteuernde Marge auf pauschal 30 Prozent festgelegt hätten. Nur dieser Anteil würde der höheren Mehrwertsteuer unterworfen, sagte Zimmermann.

Eine weitere Kompensationsmöglichkeit bestehe darin, den Etat von Museen und anderen öffentlichen Institutionen zu erhöhen, so dass diese mehr in den Ankauf von Kunst investieren könnten:

"Das ist plausibel und das ist auch vernünftig, weil natürlich auch diese Institutionen von einem höheren Steuersatz ja negativ betroffen sind, die müssen ja mehr jetzt bezahlen, wenn sie ein Kunstwerk kaufen wollen. Der Kulturstaatsminister muss nur in diesem Fall sicherstellen, dass dann auch wirklich diese Institutionen über den Kunsthandel die Kunstwerke einkaufen, das heißt, sie dürfen dann auch nicht direkt bei den Künstlern kaufen, weil es geht ja um eine Kompensation für den Kunsthandel."

Ebenso begrüßte es Zimmermann, dass die Bundesregierung ihren 1999 gesenkten Zuschuss zur Künstlersozialkasse möglicherweise wieder erhöhen werde, und zwar von 20 auf 25 Prozent, was auf der anderen Seite zu einer Entlastung der Kulturinstitutionen führen würde.

Insgesamt habe er den Eindruck, dass es sich bei den von der Bundesregierung vorgeschlagenen Kompensationsformen um "überaus sinnvolle Maßnahmen" handeln würde, sagte Zimmermann.