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Kompressor | Beitrag vom 18.02.2016

TV-Serie "The Writer"Warum Israel als Serienland erfolgreich ist

Jörg Taszman im Gespräch mit Christinwe Watty

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Szene aus der israelischen TV-Serie "Hatufim": Uri Zach (Ishai Golan) kann nach 17 Jahren Kriegsgefangenschaft endlich wieder seine damalige Verlobte Nurit Halevi-Zach (Mili Avital) in die Arme schließen. (picture-alliance / dpa / Epa / Ansa)
Szene aus der israelischen Fernsehserie "Hatufim" auf der die US-Serie "Homeland" basiert. (picture-alliance / dpa / Epa / Ansa)

Die TV-Serie "The Writer" auf der Berlinale beweise erneut die internationale Klasse israelischer Fernsehproduktionen, meint Filmkritiker Jörg Taszman. Sie dienten oft sogar als Vorlagen für US-Hits wie "Homeland" oder "In Treatment".

Vor Kurzem wurde die fünfte Staffel von "Homeland" ausgestrahlt, die komplett in Berlin gedreht wurde. Diese US-Serie basiert eigentlich auf der Serie "Hatufim / Prisoners of War" aus Israel, die man hierzulande auch auf Arte sehen konnte. Israelische Serien sorgen international regelmäßig für Gesprächsstoff.

Ein arabischer Israeli als Protagonist

Aktuell werden auf der Berlinale die ersten drei Episoden von "The Writer" präsentiert. Im Mittelpunkt der Serie steht ein erfolgreicher arabischer Israeli: Kateb, der immer nur den Comedian geben muss, darauf aber einfach keine Lust mehr hat. Gespielt wird Kateb von Yousef Sweid, der seine Rolle wie folgt beschreibt:

"Diese Figur, die ich spiele, ist ein Alter Ego des Autors Sayed Kashua, der 'Arab Labour' geschrieben hat, eine der erfolgreichsten TV Serien in Israel, die viele Preise gewann und über fünf Jahre lang im TV lief. Diese Comedy kam in Israel bei den Fernsehzuschauern gut an. Diese Hauptfigur, die ich jetzt spiele, ist Araber und fragt sich: Was soll ich nun machen?"

Aktuelle und komplexe Themen

Zu den Stärken der Fernsehserien gehöre, dass die Zuschauer durch sie viel über das heutige Israel erfahren, erläutert unser Filmkritiker Jörg Taszman. "Hatufim / Prisoners of War" thematisiere außerdem auf komplexe Weise, was es bedeutet aus der Kriegsgefangenschaft in die israelische Heimat zurückzukehren: Man wird als Held gefeiert, fühlt sich aber ganz verloren. Der Geheimdienst misstraut dir. Wie reagieren die Ehefrauen auf die jahrelange Abwesenheit?

In "Homeland" wurde diese Komplexität nur kurz angerissen und auch nur in der ersten Staffel. Danach haben die Macher der US-Version daraus etwas ganz anderes entwickelt.

Mehr zum Thema

Alle Beiträge zur Berlinale

US-Serie - Künstler werfen "Homeland" Rassismus vor
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 15.10.2015)

US-Serie - "Homeland" kommt nach Berlin
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 09.03.2015)

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