Seit 12:07 Uhr Studio 9
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 12:07 Uhr Studio 9
 
 

Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 23.05.2014

TTIPVerteidigt die Kultur!

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA

Ein Zuhörer einer Europawahlkampfveranstaltung der SPD protestiert in Nürnberg (Bayern) mit einem Plakat mit der Aufschrift "Stoppen Sie TTIP" gegen das geplante EU-US-Freihandelsabkommen TTIP. (Picture Alliance / dpa / Daniel Karmann)
Protest gegen das geplante Freihandelsabkommen (Picture Alliance / dpa / Daniel Karmann)

Die Verhandlungen zwischen Europäischer Union und USA über ein transatlantisches Freihandelsabkommen sind in dieser Woche in die fünfte Runde gegangen. Und je länger diese Gespräche andauern, desto größer wird die Skepsis in der europäischen Öffentlichkeit. Dabei geht es nicht nur um die Angst vor amerikanischem Gen-Mais oder Chlor-Hühnchen, es geht auch um Kultur.

Wird Hollywood die europäische Filmindustrie plattmachen, wenn das Abkommen in Kraft ist? Wird das Urheberrecht ausgehöhlt, machen Amazon & Co. der Buchpreisbindung den Garaus? Und wird Kultur in Europa demnächst nicht mehr öffentlich gefördert, sondern unterliegt nur noch den Gesetzen des Marktes – als eine Ware wie jede andere? Was kann, was muss europäische und nationale Politik tun, um die vielfältigen Kulturlandschaften Europas und nicht zuletzt Deutschlands zu erhalten, was die Zivilgesellschaft? Und werden bei den Geheim-Verhandlungen zwischen EU-Kommission und US-Regierung demokratische Strukturen ausgehebelt?

Das Freihandelsabkommen und die Kultur – das war Thema des 54. Akademie-Gesprächs der Berliner Akademie der Künste am 20. Mai. Im „Wortwechsel" sendet Deutschlandradio Kultur Ausschnitte dieser Podiumsdiskussion mit:

• Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste
• Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats
• Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
• Maurice Gourdault-Montagne, Französischer Botschafter in Deutschland
• Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht
• Hans-Jürgen Urban, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

Moderation: Jürgen König

Wortwechsel

Aufstand der "Abgehängten"? Wie Populisten die Distanz zur "Elite" nutzen
Das Wort "Arroganz" steht in Berlin im Bezirk Kreuzberg auf einer Wand: "Berliner Arroganz" ist ein lokales, Berliner Modelabel. (picture alliance / Wolfram Steinberg )

Sind die "Eliten" zu arrogant, um das "einfache Volk" noch zu verstehen? Diese Debatte hat nach der US-Wahl an Fahrt aufgenommen. Doch die Fragestellung ist problematisch, denn Bildung und Verdienst machen nicht zwangsläufig arrogant. Und die Zugehörigkeit zum "Volk" ist keiner bestimmten Bevölkerungsgruppe vorbehalten.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur