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Feature

Kein Moment der Stille macht dasselbe Geräusch
Blick vom Eiffelturm in Paris auf das Rundfunkhaus (Maison de la Radio)

Yann Paranthoën wurde 1935 auf der Ile Grande (Bretagne) als Sohn eines Steinmetzes geboren. "Damit hat alles angefangen" sagte er immer. Als Tontechniker arbeitete er über 40 Jahre in den Studios der "Maison de la Radio". Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 11.07.2012

Treibstoff Alkohol

Eine postsowjetische Reise von Moskau nach Petuschki

Von Christine Hamel

Ein Gedeck aus Bier und Wodka
Ein Gedeck aus Bier und Wodka (Frederick Rother)

Wenedikt Jerofejews Buch "Die Reise nach Petuschki" von 1970 ist der wohl alkoholhaltigste Text der Weltliteratur. Und daher eine der wahrhaftigsten Bestandsaufnahmen des sowjetrussischen Alltags.

Petuschki, ein gottverlassenes Provinznest an der Bahnstrecke Moskau-Wladimir, stieg zum Ort der Weltliteratur auf. Gut 20 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion tritt die Autorin mit Schriftstellern wie Wladimir Makanin, Andrej Gelassimow, Ljudmila Ulitzkaja, Lev Rubinstein oder Natalja Kljutscharjowa wieder eine Reise nach Petuschki an. Eine Reise in die postsozialistische Wirklichkeit.


Regie: Helmut Petzold und die Autorin
Mit: Christine Hamel, Stefan Wilkening, Detlef Kügow, Sabine Kastius, Carsten Fabian u.a.
Ton: Cordula Wanschura
Produktion: BR 2011
Länge: ca. 54‘30


Christine Hamel, geboren 1964 in Lüdenscheid, lebt seit dem Studium in München. Für die ARD ist sie als Radioautorin und Moderatorin tätig. Zuletzt: "Wenn die Chinesen kommen. Erkundungen an der längsten Grenze der Welt" (BR 2012).