Freitag, 25. Juli 2014MESZ15:41 Uhr

Feature

Brauch ich!
Chaos und Unordnung in einem Arbeitszimmer

Zugemüllte Wohnungen, verdreckte Küchen, Berge schmutziger Kleidung, Batterien leerer Flaschen - das sind die Fernsehbilder, mit denen Messies gerne vorgeführt werden. Doch solche Extremfälle sind nur die Spitze des Eisbergs. Wo hört das Sammeln auf und wo fängt das Horten an? Wann wird das Horten zur Sucht - und wer sind die Süchtigen? Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 11.07.2012

Treibstoff Alkohol

Eine postsowjetische Reise von Moskau nach Petuschki

Von Christine Hamel

Ein Gedeck aus Bier und Wodka
Ein Gedeck aus Bier und Wodka (Frederick Rother)

Wenedikt Jerofejews Buch "Die Reise nach Petuschki" von 1970 ist der wohl alkoholhaltigste Text der Weltliteratur. Und daher eine der wahrhaftigsten Bestandsaufnahmen des sowjetrussischen Alltags.

Petuschki, ein gottverlassenes Provinznest an der Bahnstrecke Moskau-Wladimir, stieg zum Ort der Weltliteratur auf. Gut 20 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion tritt die Autorin mit Schriftstellern wie Wladimir Makanin, Andrej Gelassimow, Ljudmila Ulitzkaja, Lev Rubinstein oder Natalja Kljutscharjowa wieder eine Reise nach Petuschki an. Eine Reise in die postsozialistische Wirklichkeit.


Regie: Helmut Petzold und die Autorin
Mit: Christine Hamel, Stefan Wilkening, Detlef Kügow, Sabine Kastius, Carsten Fabian u.a.
Ton: Cordula Wanschura
Produktion: BR 2011
Länge: ca. 54‘30


Christine Hamel, geboren 1964 in Lüdenscheid, lebt seit dem Studium in München. Für die ARD ist sie als Radioautorin und Moderatorin tätig. Zuletzt: "Wenn die Chinesen kommen. Erkundungen an der längsten Grenze der Welt" (BR 2012).