Montag, 1. September 2014MESZ20:30 Uhr

Interview

Angst vor KriegWächst die Bedrohung für uns?
Ein russischer Panzer (hier auf der Krim) - die Ukraine bezichtigt Russland mehrer Grenzverletzungen.

Die Konflikte rücken gefühlt näher an Deutschland heran: Der Ukraine-Konflikt spielt sich vor der eigenen Haustür ab, viele der IS-Kämpfer kommen aus Deutschland – auch wenn sie die Kämpfe selbst im Irak austragen. Erleben wir eine neue Dimension der Bedrohung?Mehr

Landtagswahl Kritik am sächsischen Nichtwähler
Der Spitzenkandidat der sächsischen CDU für die Landtagswahl, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, spricht am 31.08.2014 in Dresden (Sachsen) zu den Parteianhängern.

Sachsen hat gewählt. Ganz Sachsen? Nein, nicht einmal die Hälfte der Wähler ging zur Urne. Was das für ein demokratisches Gemeinwesen bedeutet, analysiert der Politologe Werner Patzelt - und geht hart mit den Nichtwählern ins Gericht.Mehr

Ukraine-Krise"Die NATO wird von Russland nicht bedroht"
Ein ukrainischer Soldat ruht sich während einer Patrouille im Grenzgebiet aus.

NATO-Generalsekretär Rasmussen hat Pläne der Allianz bekräftigt, angesichts des anhaltenden Konflikts mit Russland ihre Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Der SPD-Politiker Walther Stützle hält die derzeitige Nato-Politik für unklug.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 23.06.2012

Traum von der verbrannten Bratwurst

Kabarettist Hans Werner Olm beklagt humorlose EM-Euphorie der Deutschen

Deutsche Fans in Danzig
Deutsche Fans in Danzig (dpa / Andreas Gebert)

Dem Kabarettisten Hans Werner Olm wird die EM-Euphorie der Deutschen allmählich zu viel. Nach dem Sieg gegen Griechenland habe es in Berlin bis um fünf Uhr morgens ein Hupkonzert in den Straßen gegeben: "Man kann es auch ein bisschen übertreiben."

"Es war ein Viertelfinalspiel und es ging gegen das Drittweltland des Fußballs, gegen Griechenland. Was soll denn erst werden, wenn die tatsächlich Europameister werden?" Er vermisse bei vielen die ironische Distanz zu diesem Ereignis. "Für mich hat das (…) ein bisschen was Hysterisches und Aufgesetztes auch."

Überhaupt sei Fußball mittlerweile eine "rund gelutschte Angelegenheit", beklagte Olm. "Für mich ist ein wunderbares Spiel, ein schönes Spiel Cottbus gegen Bochum bei Regenwetter, bei einer verbrannten Wurst. Ein unglaublich spannendes 1:1 macht für mich immer noch mehr Freude als dieses wirklich Hochgezüchtete mittlerweile."

Außerdem vermisst Olm unter den deutschen Fußballspielern so etwas wie echte Kerle: "Wenn man sich die Interviews anhört: Wo ist die Aussage eines, sag ich mal, ‚Abi’ Abramczyk? (…) Oder ein Schwarzenbeck? Oder meinetwegen auch ein Andi Möller oder Michi Sternkopf – das war ja für mich damals schon Frauenfußball… Gibt’s nicht mehr, keine Typen mehr da." So sei die Fußball-EM für ihn "eigentlich relativ langweilig und auch nicht mehr mit so viel Euphorie annehmbar, das Ganze".

Das vollständige Interview mit Hans-Werner Olm können Sie bis zum 23. November 2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot als MP3-Audio hören.

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"Glückwunsch, weiter so!"