Freitag, 19. September 2014MESZ07:52 Uhr

Hörspiel

Ludwigshöhe (Teil 1)
Frankfurter Buchmesse – 15. bis 19. Oktober 2008Bücherherbst – 18.10.2008: Hans Pleschinski „Ludwigshöhe"

Testament mit Klausel: Drei Geschwister müssen, um das Erbe antreten zu können, ein Haus als Hospiz für Lebensmüde betreiben und ihnen dabei helfen, ihren Wunsch in die Tat umzusetzen. Mehr

Wenn man ein gleichschenkliges Dreieck auf den Kopf stellt
Die Pyramiden von Gizeh im Gegenlicht (Aufnahme vom 20.1.2010).

Zwei Schwestern, die "Frau mit den disziplinierten Ellenbogen" und die "Frau mit den entblößten Zahnhälsen", erinnern sich an ihre Kindheit. Zu Wort kommt auch der "Mann mit den nervösen Fingern", Ehemann zuerst der einen und dann der anderen Schwester. Mehr

Ludwigshöhe (Teil 2)
Ein kleines Segelboot fährt am 06.07.2014 in der Abendsonne in der Nähe von Kempfenhausen (Bayern) über den Starnberger See.

Eigentlich litt jeder in der zum Hospiz umgestalteten Villa am Starnberger See unter akuter Lebensunlust und kam, um zu gehen. Freiwillig. Doch plötzlich will sich keiner mehr aus dem Leben verabschieden.Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 03.10.2012

Transitraum - Übergang

Ursendung

Radiomontage von Marianne Weil

Erich Honecker, ehemaliger Staatschef der DDR
Erich Honecker, ehemaliger Staatschef der DDR (AP Archiv)

Nach dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland ein einziger Transitraum. Im Westen ändert sich scheinbar nichts. Im Osten bricht scheinbar alles zusammen. Das Radio berichtet kontinuierlich: Erich Honecker flieht nach Moskau, Schalck-Golodkowski lebt am Tegernsee, Detlev Rohwedder wird ermordet.

Finanzdebatte im Bundestag, Giftstoffe in der Elbe, Stasiakten, Gewalt gegen Ausländer in Hoyerswerda. Und während die Ölquellen in Kuweit brennen, rufen die Menschen plötzlich nicht mehr "Helmut, Helmut" sondern "Lügner, Lügner".

"Transitraum" ist eine Recherche in unserem Gedächtnis, eine Montage aus Archiv-Material mit Wetter, Musik und Nachrichten.


Regie: Marianne Weil
Ton: Jean Szymczak
Produktion: DKultur/RB/SR 2012
Länge: 73.32 min.

Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren. Sezierte, inszenierte und montierte in zahlreichen Stücken die Rhetorik des Kalten Krieges. Zuerst in: "Dem ...eutschen ...olke" (SR/SFB 1995). Zuletzt in: "Wilde Tiere in Berlin" (DKultur 2009).

Anschließend:
Interview mit der Autorin von Sabine Wollowski


Transitraum <br> Hörspielreihe im Deutschlandradio Kultur