Mittwoch, 1. Oktober 2014MESZ14:23 Uhr

Hörspiel

Ein Palimpsest
Ein Mann sitzt am 04.08.2013 auf einem Steg am Selenter See (Schleswig-Holstein).

Ein Mann wird von Erinnerungen heimgesucht. Immer wieder drängen sich ihm Szenen auf, die er mit seinem Leben nicht in Zusammenhang bringen kann. Mit Hilfe eines Freundes, der als Restaurator arbeitet, findet er zu seiner Geschichte.Mehr

Krieg und TraumataNiemandsland (Teil 1)
Nach der Bekanntgabe des Waffenstillstands am 11. November 1918 versammelt sich eine Menschenmenge vor der Londoner Börse und der Bank of England um das Ende des Ersten Weltkriegs zu feiern.

Der britische Dichter und Leutnant Siegfried Sassoon meldete sich 1914 freiwillig zum Kriegseinsatz, doch 1917 veröffentlichte er in einem Akt bewusster Missachtung der militärischen Autorität seine Stellungnahme "Schluss mit dem Krieg". Mehr

Krieg und TraumataNiemandsland (Teil 2)
Undatiertes Foto als Briefmarke (2014) zum 100.jährigen Gedenken an den Ersten Weltkrieg (1914)

Der aus dem Bergarbeitermilieu stammende Leutnant Billy Prior, ein weiterer Patient von Dr. Rivers, leidet an Erinnerungslücken. Zwischen ihm und seinem Psychiater entsteht eine spannungsreiche Verbindung.Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 03.10.2012

Transitraum - Übergang

Ursendung

Radiomontage von Marianne Weil

Erich Honecker, ehemaliger Staatschef der DDR
Erich Honecker, ehemaliger Staatschef der DDR (AP Archiv)

Nach dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland ein einziger Transitraum. Im Westen ändert sich scheinbar nichts. Im Osten bricht scheinbar alles zusammen. Das Radio berichtet kontinuierlich: Erich Honecker flieht nach Moskau, Schalck-Golodkowski lebt am Tegernsee, Detlev Rohwedder wird ermordet.

Finanzdebatte im Bundestag, Giftstoffe in der Elbe, Stasiakten, Gewalt gegen Ausländer in Hoyerswerda. Und während die Ölquellen in Kuweit brennen, rufen die Menschen plötzlich nicht mehr "Helmut, Helmut" sondern "Lügner, Lügner".

"Transitraum" ist eine Recherche in unserem Gedächtnis, eine Montage aus Archiv-Material mit Wetter, Musik und Nachrichten.


Regie: Marianne Weil
Ton: Jean Szymczak
Produktion: DKultur/RB/SR 2012
Länge: 73.32 min.

Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren. Sezierte, inszenierte und montierte in zahlreichen Stücken die Rhetorik des Kalten Krieges. Zuerst in: "Dem ...eutschen ...olke" (SR/SFB 1995). Zuletzt in: "Wilde Tiere in Berlin" (DKultur 2009).

Anschließend:
Interview mit der Autorin von Sabine Wollowski


Transitraum <br> Hörspielreihe im Deutschlandradio Kultur