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Totilas - Leben als Wundertier

Das teuerste Dressurpferd der Welt kann nicht zu Olympia

Von Carolin Pirich

Matthias Rath mit Totilas bei der Deutschen Meisterschaft der Dressurreiter 2012.
Matthias Rath mit Totilas bei der Deutschen Meisterschaft der Dressurreiter 2012. (picture alliance / dpa / Marius Becker)

Wenn die deutschen Dressurpferde zu den Olympischen Spielen nach London reisen, dann wird einer fehlen: Totilas, der sogenannte Wunderhengst. Die deutsche Hoffnung auf Gold im Dressurreiten bleibt zu Hause, weil sein Reiter krank im Bett liegt.

Sportlerpech, könnte man meinen, wäre da nicht das monate- und jahrelange Mediengerangel um Totilas, das teuerste Dressurpferd der Welt, für das der Züchter Paul Schockemöhle angeblich 10 Millionen Euro bezahlt hat. Mit einer inszenierte Marketingkampagne und durch permanente Medienpräsenz wurde der Druck auf Pferd und Reiter groß - zu groß, wie nun gemutmaßt wird.
Carolin Pirich über einen Erfolg, der womöglich zu perfekt geplant war.

Carolin PirichCarolin Pirich (Carolin Pirich) "Ich war nie ein Pferdemädchen, hatte nie Poster mit Pferden an der Wand oder Pferdebücher verschlungen. Aber als ich einmal bei Totilas in der Box stehen durfte, da war ich schon fasziniert. Ein Pferd, so schön wie gemalt mit einer Ausstrahlung, der man sich nicht entziehen kann. Aber was mich am meisten berührt hat, war die Frage: Wie geht es dabei dem jungen Reiter, der immer im Schatten des Tieres stehen muss?"

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