Seit 15:30 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 15:30 Uhr Tonart
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 19.09.2012

"Titanic"-Chef: Neue Mohammed-Karikaturen sind harmlos

Leiter des deutschen Satiremagazins verteidigt französische Publikation

Titanic-Boss Leo Fischer unterstützt seine Kollegen in Frankreich (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
Titanic-Boss Leo Fischer unterstützt seine Kollegen in Frankreich (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Nach Ansicht des Chefredakteurs des Satiremagazins "Titanic", Leo Fischer, sind die neuen in Frankreich veröffentlichten Mohammed-Karikaturen von "ausgesuchter Harmlosigkeit". Sie seien mit dem Film "Die Unschuld der Muslime" nicht im Geringsten zu vergleichen.

Deswegen sei es auch übertrieben, davon zu sprechen, dass das französische Magazin "Charlie Hebdo" noch einmal Öl ins Feuer gegossen habe, sagte Fischer. Solange der "satirische Rahmen" eingehalten werde, müsse auch eine Zeichnung von Mohammed mit nacktem Hintern möglich sein. "Ich gehe nicht in eine Moschee, weil mich die Argumente dort nicht interessieren, und wer sich nicht für Satire interessiert, soll sich auch keine Satirezeitschrift kaufen", sagte Fischer.

Zum umstrittenen Anti-Muslim-Video sagte er, er habe sich dieses mehrmals angesehen und sei daraus nicht schlau geworden. "Es sind wirre Szenen, lächerlich gestaltet und dilettantisch aufgeführt." Dennoch sollte man jeden beliebigen Film machen und zeigen können. Dagegen dürfe dann ja auch wiederum friedlich protestiert werden. "Aber deswegen sich in die Luft jagen oder irgendwelche Menschen durch die Gegend scheuchen, das geht natürlich nicht", sagte Fischer.

Sie können das vollständige Gespräch mit mindestens bis zum 19.02.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


Mehr zum Thema:

Paris wegen Mohammed-Karikatur alarmiert
Frankreich schließt Botschaften, Schulen und Kulturzentren in 20 islamischen Ländern (dradio)

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Paris wegen Mohammed-Karikatur alarmiert

Interview

FriedensmissionenNicht nur zahlen, auch hingehen
Ein Mann mit einem Stock bewaffnet, steht vor einem brennenden Fahrzeug in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. (PASCAL MULEGWA / ANADOLU AGENCY /afp)

Deutschland sollte sich stärker an UN-Friedensmissionen beteiligen, meint Daniel Maier, Mitarbeiter der UN-Mission Monusco in der Demokratischen Republik Kongo. Nötig sei unter anderem mehr Personal. Maier sieht noch mehr Kapazitäten.Mehr

Shimon Peres"Wir glaubten, er sei unsterblich"
Shimon Peres starb im Alter von 93 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. (dpa  /Picture alliance EPA  Abir Sultan)

Shimon Peres wollte Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Doch wie steht es heute um dieses Ziel? "Es mangelt am politischen Willen", meint Anita Haviv-Horiner, die in Israel für den deutsch-israelischen Austausch arbeitet. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur