Dienstag, 21. April 2015MESZ03:28 Uhr

Interview

Kritik an FlüchtlingspolitikGegen den Visazwang
Auf dem Deck eines Schiffs der italienischen Küstenwache liegen gerettete Flüchtlinge. (picture alliance / dpa / Ivan Consiglio)

Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer habe gezeigt, dass "man den Tod zum eigenen Helfershelfer macht", sagt die Migrationsforscherin Sabine Hess. Das Zynische sei, dass viele der Ertrunkenen - wären sie in Deutschland angekommen - auch hätten bleiben dürfen.Mehr

Libyen und die Katastrophe"Zur Flucht nach Europa verdammt"
Aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge im Hafen von Messina auf Sizilien. (AFP / Giovanni Isolino)

Der Untergang eines Flüchtlingsschiffs vor der libyschen Küste hat möglicherweise über 900 Menschen das Leben gekostet. In Libyen sei das Unglück mit Erschütterung aufgenommen worden, sagt der Journalist Mirco Keilberth, der sich zur Zeit in dem Land aufhält.Mehr

Autonomes HandelnNur dem Gewissen verpflichtet
Denkmal des Reformators Martin Luther (1483-1546) mit der Stadtkirche im Hintergrund in der Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt).  (dpa / picture alliance / Peter Endig)

Autonom handeln, das ist unser aller Ziel. Doch sind wir in unseren Entscheidungen immer wirklich so frei, wie wir glauben? Der Berliner Philosoph Michael Pauen hat diese Frage untersucht - und gibt Denkanstöße.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 19.09.2012

"Titanic"-Chef: Neue Mohammed-Karikaturen sind harmlos

Leiter des deutschen Satiremagazins verteidigt französische Publikation

Titanic-Boss Leo Fischer unterstützt seine Kollegen in Frankreich (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
Titanic-Boss Leo Fischer unterstützt seine Kollegen in Frankreich (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Nach Ansicht des Chefredakteurs des Satiremagazins "Titanic", Leo Fischer, sind die neuen in Frankreich veröffentlichten Mohammed-Karikaturen von "ausgesuchter Harmlosigkeit". Sie seien mit dem Film "Die Unschuld der Muslime" nicht im Geringsten zu vergleichen.

Deswegen sei es auch übertrieben, davon zu sprechen, dass das französische Magazin "Charlie Hebdo" noch einmal Öl ins Feuer gegossen habe, sagte Fischer. Solange der "satirische Rahmen" eingehalten werde, müsse auch eine Zeichnung von Mohammed mit nacktem Hintern möglich sein. "Ich gehe nicht in eine Moschee, weil mich die Argumente dort nicht interessieren, und wer sich nicht für Satire interessiert, soll sich auch keine Satirezeitschrift kaufen", sagte Fischer.

Zum umstrittenen Anti-Muslim-Video sagte er, er habe sich dieses mehrmals angesehen und sei daraus nicht schlau geworden. "Es sind wirre Szenen, lächerlich gestaltet und dilettantisch aufgeführt." Dennoch sollte man jeden beliebigen Film machen und zeigen können. Dagegen dürfe dann ja auch wiederum friedlich protestiert werden. "Aber deswegen sich in die Luft jagen oder irgendwelche Menschen durch die Gegend scheuchen, das geht natürlich nicht", sagte Fischer.

Sie können das vollständige Gespräch mit mindestens bis zum 19.02.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


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