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Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen. 

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DDR-GeschichteSieg über den Ort des Grauens
Der ehemalige politische Gefangene Gilbert Furian in einer Gefängniszelle der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus vom Verein Menschenrechtszentrum in Cottbus (Brandenburg).

Weil er in der DDR Interviews mit Punks publizierte, kam Gilbert Furian in den Cottbuser Knast. In der heutigen Gedenkstätte wird er nun in der Oper "Fidelio" mitsingen - um einen "großen Rucksack Bitterkeit" erleichtert.Mehr

Agenturfotos"Das ist sicher ein Aufbruch"
Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin des US-amerikanischen Internetkonzerns Facebook 

Die Karrierefrau, die am Schreibtisch sitzt, oder das schamlose Zeigen von Terroropfern in Afrika - Sheryl Sandberg von Facebook und Pam Grossman von der Bildagentur Getty Image wollen solchen Klischeefotos etwas entgegensetzen. Sie haben die Datenbank "Lean In Collection" gegründet. Mehr

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Thema / Archiv | Beitrag vom 18.02.2009

Theologe: Forderung des Regensburger Bischofs Müller ist unverständlich

Mette warnt vor Angriff auf Freiheit der Theologie in Forschung und Lehre

Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI. (AP)

Der Religionswissenschaftler Norbert Mette hat die Forderung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller an drei katholische Theologieprofessoren nach einem Widerruf ihrer Unterschrift unter eine an Papst Benedikt XVI. gerichtete Petition als unverständlichen Schritt bezeichnet.

Seiner Meinung nach sei diese Petition von Bischof Müller völlig falsch interpretiert worden, sagte Mette am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Es gehe nicht um eine Beleidigung des Papstes, sondern um sein Vorgehen gegenüber der Pius-Bruderschaft.

Mette, Theologe an der Universität Dortmund, ist einer der Mitautoren der Petition, in der die Katholische Kirche in Zusammenhang mit der Rehabilitierung des britischen Bischofs Richard Williamson zur "uneingeschränkten Anerkennung" der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils aufgerufen wird.

Mette warnte davor, die grundgesetzlich abgesicherte Freiheit der Theologie in Forschung und Lehre erneut in Frage zu stellen: "Damit tut man der Theologie keinen Gefallen." Er erinnerte an eine bereits 1968 verfasste Erklärung für die Freiheit der Theologie, die seinerzeit auch von dem damals in Tübingen lehrenden Joseph Ratzinger unterzeichnet worden sei.

Es sei erstaunlich, dass sich der Petition mittlerweile zehn weitere theologische Fakultäten aus dem deutschsprachigen Raum angeschlossen hätten, so Mette. Deren Erklärungen bekundeten: "Wir stehen auf dem Boden des Zweiten Vatikanischen Konzils. Und das Ganze droht nun wieder rückgängig gemacht zu werden." Diesen Bekundungen habe sich mittlerweile auch die Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie mit einer eigenen Erklärung angeschlossen, in der von einer tiefgreifenden Krise in der Katholischen Kirche gesprochen werde.

Das vollständige Gespräch mit Norbert Mette können Sie bis zum 18.07.2009 als
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