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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 25.07.2012

"The Dark Knight Rises"

Christopher Nolans "Batman"-Trilogie geht zu Ende

Von Patrick Wellinski

Szene aus dem Film: "The Dark Knight Rises" (picture alliance / dpa / Photo Itar-Tass)
Szene aus dem Film: "The Dark Knight Rises" (picture alliance / dpa / Photo Itar-Tass)

Mit "The Dark Knight Rises" beendet der britische Regisseur Christopher Nolan seine düstere Batman-Trilogie. Während die Darsteller überzeugen – allen voran Anne Hathaway als Catwoman – enttäuscht die fahrige Inszenierung Nolans die hohen Erwartungen.

Vier Jahre ist es nun her, seit der dunkle Ritter im Fledermauskostüm zum letzten Mal die Kinoleinwände mit "The Dark Knight" eroberte. Mit "The Dark Knight Rises" kommt die Batman-Saga jetzt zu ihrem Ende. Die Handlung setzt acht Jahre nach dem Krieg gegen den Joker (Heath Ledger) ein. Batmans Ansehen ist bei der Öffentlichkeit Gotham Citys stark gesunken. Als Bruce Wayne (Christian Bale) kuriert er in seiner Villa seine Wunden und will nie wieder das Fledermauskostüm anziehen. Doch in der Kanalisation der Stadt organisiert sich Bane (Tom Hardy),ein muskelbepackter Bösewicht mit Atemschutz, eine kriminelle Armee, mit der er die ganze Stadt in Geiselhaft nimmt. Damit stürzt Wayne in ein moralisches Dilemma: Kann er sein Batman-Dasein ignorieren, oder muss er seiner Bestimmung folgen?

Der britische Regisseur Christopher Nolan ist auch für den letzten Teil der Comic-Trilogie verantwortlich. Seine filmische Neu-Bestimmung der Comic-Vorlage, brachte einen neuen, düsteren und realistischeren Ton in das Genre der Comic-Verfilmung. Und besonders "The Dark Knight" war ein mitunter fulminantes Stück Unterhaltungskino.

Dementsprechend hoch waren die Erwartung an den letzten Teil der Trilogie. Doch diese werden enttäuscht. Denn im Gegensatz zum Vorgängerfilm ist die Inszenierung dieses Mal sehr fahrig, ausschweifend und über weite Strecken recht uninspiriert. Nolan, der bisher gerade im cleveren Verwirrspiel mit unterschiedlichen Zeit- und Erzählebenen glänzte, kann seine verschiedenen Handlungsstränge nicht zu einer Einheit verbinden. Auch wenn die technische Seite des Films weiterhin beeindruckt und die Darsteller, allen voran die erotisch-biegsame Anne Hathaway, die hier Catwoman spielt, gute Arbeit leisten, schleicht sich in die Laufzeit von nahezu drei Stunden auch die Langeweile ein.

Wenn der Film am Ende mühsam alles auf ein mehr oder weniger plausibles Abschlussbild hinkleistert, ist man froh, dass bis auf Weiteres kein Batman-Film mehr zu erwarten ist.

USA / Großbritannien 2012; Regie: Christopher Nolan; Darsteller: Christian Bale, Anne Hathaway, Tom Hardy, Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt; ab 12 Jahren; 164 Minuten

Filmhomepage: "The Dark Knight Rises"

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