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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 14.01.2009

"The Boss of it all"

Anke Leweke über den neuen Film von Lars von Trier

Vorgestellt von Anke Leweke

Regie-Exzentriker Lars von Trier hat sich eine kleine Verschnaufpause von seiner Amerika-Trilogie ("Dogville"; "Manderlay" ) gegönnt. Mit "The Boss of it all" wirft er einen komödiantischen Blick auf unsere Arbeitswelt. Ein Schauspieler wird von einer IT-Firma engagiert, um einen Boss zu spielen, der bis jetzt nur via Mail mit seinen Angestellten kommunizierte.

Dänemark / Schweden 2006, Regie: Lars von Trier, Hauptdarsteller: Jens Albinus, Peter Gantzler, Bendikt Erlingsson, Iben Hjelle

Weil der neue Boss sich mit der Materie nicht auskennt, greift er auf Floskeln und Sprachhülsen zurück. Auch das Büro führt er nach Schema F. Lars von Trier beobachtet eine Arbeitswelt, die nur noch nach vorgefertigten Codes und Verhaltensregeln funktioniert und entlarvt die Absurdität eines solchen Berufsalltags.

Von Triers satirischer Blick weist Parallelen mit der erfolgreichen Britcom "The Office" auf. Doch bleibt er sich treu und versucht sich auch hier in formalen Innovationen. Er arbeitete mit dem sogenannten Aufnahmeverfahren Automavision, bei dem der Bildausschnitt computergesteuert nach dem Zufallsprinzip festgelegt wird. Tatsächlich hat diese Technik einen seltsamen, verfremdenden Effekt. Wie Marionetten wirken die Angestellten, wie ferngesteuert laufen sie durch Flure und Büros.

"The Boss of it all" mag als Nebenwerk von Lars von Trier gelten, aber ein vergnügliches, formales Experiment ist der Film allemal.

Filmhomepage "The Boss of it all"

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