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Literatur / Archiv | Beitrag vom 02.09.2012

"Tell us" Gesslers alter Hut

500 Jahre Wilhelm Tell

Von Paul Stänner

Wilhelm Tell wird gleich auf seinen Sohn Walter (mit dem Apfel), auf Geheiss des Landvogts Geßler mit dem Pfeil einer Armbrust einen Apfel vom Kopf schiessen. (picture alliance / dpa / epa Keystone)
Wilhelm Tell wird gleich auf seinen Sohn Walter (mit dem Apfel), auf Geheiss des Landvogts Geßler mit dem Pfeil einer Armbrust einen Apfel vom Kopf schiessen. (picture alliance / dpa / epa Keystone)

Ein "hüpsch Spyl gehalten zu Ury in der Eidgenossenschaft" hatte man aufgeführt. Das war vor fünfhundert Jahren - mittlerweile ist der "Tell", vor allem durch die Bearbeitung durch den Nicht-Eidgenossen Friedrich Schiller, eine Symbolfigur des Widerstands gegen Tyrannei und Diktatur geworden.

Das Problem mit den Denkmalen ist gemeinhin, dass sie unbeweglich auf ihren Sockeln stehen. Dies versucht die Schweizer Gemeinde Altdorf zu vermeiden, in dem sie den "Tell" in die politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart holt: Was bedeutet uns der Freiheitsmythos heute? Wie verbindet er sich zum Beispiel mit der so genannten "Arabellion", den Freiheitsbewegungen in der arabischen Welt?

Eine Autorin aus Mozambique hat zum Geburtstag ein Drama verfasst, eine Theatergruppe aus Teheran bereitet mit einer Schweizer Truppe ein gemeinsames Stück vor, in dem die Freiheits-Kämpfer-Epen beider Kulturen miteinander verglichen werden. Paul Stänner verfolgte Proben und Diskussionen.

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