Seit 10:07 Uhr Lesart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 10:07 Uhr Lesart
 
 

Literatur / Archiv | Beitrag vom 21.08.2012

Tarzan und die Hunnen

Der Dschungelheld und sein Image als "Deutschenfresser"

Von Christian Blees

Johnny Weismuller in "Tarzan" (AP Archiv)
Johnny Weismuller in "Tarzan" (AP Archiv)

Tarzan, der in den USA erstmals Ende August 1912 das literarische Licht der Welt erblickte, entpuppt sich auch in Deutschland zunächst als durchschlagender Verkaufserfolg – bis 1925 die Hetzschrift "Tarzan, der Deutschenfresser" erscheint.

Diese bezieht sich vor allem auf den Band "Tarzan, the Untamed", in welchem Autor Edgar Rice Burroughs die Deutschen als gewissenlose Kolonialisten beschreibt. Dass der US-Amerikaner den kritisierten Roman bereits im Frühjahr 1919 (und damit noch unter dem Eindruck des erst kurz zuvor beendeten Ersten Weltkriegs) verfasste, erwähnt die Hetzschrift nicht. So muss für deutsche Leser der Eindruck entstehen, als handele es sich bei "Tarzan, the Untamed" um ein aktuelles Werk.

Burroughs und sein deutscher Verleger versuchen alles, um der plötzlich einsetzenden Pressekampagne entgegenzuwirken – vergeblich. Mit dem achten Band stellt der Stuttgarter Dieck-Verlag seine Tarzan-Reihe daraufhin notgedrungen ein.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Literatur

Über den Schriftsteller Johannes BobrowskiDer sarmatische Traum
Blick über die Landschaft am ehemaligen Friedrichsgraben, heute Polesskij Kanal, bei Polessk, früher Labiau, am 02.09.2002. Pollesk liegt heute im zu Russland gehörenden Kaliningrader Gebiet - im früheren Ostpreußen. (picture alliance / dpa / Tom Schultze / Transit)

Anfang der 60er-Jahre pilgerten junge Wilde aus der Gruppe 47 zu Johannes Bobrowski - vor 100 Jahren geboren - in die DDR. Die Heimatregion Bobrowskis - vom früheren Ostpreußen bis zum Baltikum - war für den Schriftsteller ein Sehnsuchtsraum, für den er das alte Wort Sarmatien benutzte.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur