Donnerstag, 28. Mai 2015MESZ22:11 Uhr

Literatur

Athen bei NachtWenn sich der Abend senkt
Athen - Akropolis Griechenland (picture alliance / dpa / Andreas Neumeier)

Der Schriftsteller Andreas Schäfer ist fasziniert von der Widersprüchlichkeit Athens. Um ihrem Rätsel näherzukommen, erkundet er auf einem Moped das abendliche und nächtliche Athen.Mehr

Fritz Rudolf Fries zum GedenkenDer Rausch im Niemandsland
Fritz Rudolf Fries (imago/ gezett)

Im Alter von sechs Jahren zog der in Bilbao geborene Fritz Rudolf Fries in die DDR. Jazz, Literatur, Politik: Von einem magischen Dreieck handelt das Feature über den späteren Schriftsteller, der letztes Jahr gestorben ist und am 19. Mai 80 Jahre alt geworden wäre.Mehr

OptimierungEntwürfe des perfekten Menschen
Smartphone mit einer Fitness-App, daneben eine Hantel auf einem Handtuch (Imago / Westend61)

In zeitgenössischen Romanen von Juli Zeh, Angelika Meier, Benjamin Stein und anderen wird der Mensch mittels Medizin und Technik optimiert. Dabei stellt sich die Frage: Was ist Science Fiction und was bereits Realität? Mehr

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Literatur / Archiv | Beitrag vom 21.08.2012

Tarzan und die Hunnen

Der Dschungelheld und sein Image als "Deutschenfresser"

Von Christian Blees

Johnny Weismuller in "Tarzan" (AP Archiv)
Johnny Weismuller in "Tarzan" (AP Archiv)

Tarzan, der in den USA erstmals Ende August 1912 das literarische Licht der Welt erblickte, entpuppt sich auch in Deutschland zunächst als durchschlagender Verkaufserfolg – bis 1925 die Hetzschrift "Tarzan, der Deutschenfresser" erscheint.

Diese bezieht sich vor allem auf den Band "Tarzan, the Untamed", in welchem Autor Edgar Rice Burroughs die Deutschen als gewissenlose Kolonialisten beschreibt. Dass der US-Amerikaner den kritisierten Roman bereits im Frühjahr 1919 (und damit noch unter dem Eindruck des erst kurz zuvor beendeten Ersten Weltkriegs) verfasste, erwähnt die Hetzschrift nicht. So muss für deutsche Leser der Eindruck entstehen, als handele es sich bei "Tarzan, the Untamed" um ein aktuelles Werk.

Burroughs und sein deutscher Verleger versuchen alles, um der plötzlich einsetzenden Pressekampagne entgegenzuwirken – vergeblich. Mit dem achten Band stellt der Stuttgarter Dieck-Verlag seine Tarzan-Reihe daraufhin notgedrungen ein.

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