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Thema / Archiv | Beitrag vom 23.10.2012

Tag und Nacht ein Geigenton

Das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin

Von Carsten Probst

Das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)
Das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)

Eine kleine, unscheinbare Lichtung im Berliner Tiergarten nahe dem Reichstagsgebäude: Ein "Ort des Nichts" soll nach dem Willen des Bildhauers Dani Karavan das Denkmal für die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma sein, das hier steht.

Der 1930 in Tel Aviv geborene israelische Bildhauer versteht sich auf Mahn- und Erinnerungsorte. Berühmt sind sein "Passagen"-Denkmal für Walter Benjamin in der Nähe des spanischen Portbou oder sein "Weg des Friedens" zwischen Israel und Ägypten.

Das Berliner Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma ist eine kreisrunde Wasserfläche über einer überfluteten Granitplatte, die den Eindruck eines unendlichen Abgrunds erzeugt, in dem sich die Besucher und der Himmel spiegeln. In der Mitte des Sees befindet sich ein einzelner kleiner Stein, der Tag für Tag versinkt und wieder emporsteigt und auf dem täglich eine neue Blüte abgelegt wird.

Dazu ertönt Tag und Nacht der Geigenton eines Sinti-Musikers. Den Rand des Wasserbassins ziert ein Auszug aus dem Gedicht "Auschwitz" des Roma-Musikers Santino Spinelli. Dazu informieren Glaswände mit Inschriften im hinteren Bereich des Denkmals über das Leid der Opfer.

Interview mit Dani Karavan

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