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31.01.2015, 17:30 Uhr Tacheles
„Pegida ist ein regionales Phänomen von Wende-Enttäuschten“
Heinz Bude, Publizist und Soziologie-Professor an der Universität Kassel, stellt sich den Fragen von Andre Zantow
Für Heinz Bude ist die Protestbewegung Pegida ein regionales Phänomen, das auf ein ostdeutsches Narrativ zurückzuführen ist.

Zwar gebe es in einigen Regionen der „neuen Bundesländer“ ein Bevölkerungswachstum - Potsdam ist eine der reichsten Städte Deutschlands - aber viele Gebiete „bluten aus“. Wenn diese Menschen jetzt rufen „Wir sind das Volk“, ist das ein trauriger Ausruf, weil es das „ostdeutsche Volk“ nicht mehr gebe und sie nur so ein Gefühl von ihrer sozialen Größe hätten. Diese Menschen hätten Jahre lang gehofft nach der Wende, dass etwas passiert, „ein großer Investor kommt“, aber nichts passierte. Zu akzeptieren, dass sie enttäuscht worden sind vom vereinten Deutschland, ist schwer, meint Bude.

Aus der Sicht des Soziologen und Publizisten gibt es keinen Politiker, der sich für diese Menschen noch interessiert. Auch Sachsens Ministerpräsident Tillich von der CDU habe nur das islamophobische Motiv aufgenommen und „verpasst, dass es eigentlich um etwas ganz anderes geht - ein Gefühl der verletzten Ehre, des Zurückgesetzt-worden-seins“. Deshalb die geringe Wahlbeteiligung in Sachsen. „Kein Politiker trifft ihr Lebensgefühl.“

Gerhard Schröder habe in seiner Amtszeit nie geschafft zu sagen, dass es zwar kein Recht auf Faulheit gebe, aber wir auch auf niemand verzichten können. Zu Angela Merkel meinte Bude: „Ihr Regime der immer währenden Gegenwart, dass wir immer nur die kleinen Probleme lösen und die großen auf sich beruhen lassen, diese Zeit des emotionalen Managements von Deutschland ist vorbei.“

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