Samstag, 20. September 2014MESZ22:01 Uhr

Feature

Immer hart, immer am richtigen Punkt und nervt nicht
Auf den Fensterrahmen einer Schule sind die Buchstaben DILDO gekritzelt. Aufgenommen in Köln am 05.11.2012.

Früher hießen sie Black Hammer, Real Deal Giant oder Pink Lover, standen in schlecht beleuchteten Sexshops und rochen nach Weichmachern. Heute werden Dildos und Vibratoren als Designobjekte beworben und offen im Kreis von Freundinnen geshoppt. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 22.01.2014

Swing-High, Swing-Low

Von Ian Bild

Ein Paar tanzt vor Publikum.
Tanzen als Lebensstil (picture alliance / dpa / Günter Bratke )

Neben der "Hitlerjugend" und dem "Bund Deutscher Mädel" gab es in der Nazi-Zeit auch die "Swing-Jugend" - sie versuchte, einen eigenen Lebensstil zu entwickeln.

Während der Nazizeit dominierten die Hitlerjugend und der Bund Deutscher Mädel das tägliche Leben der Jugend. Es gab aber auch junge Leute, die einen anderen Weg einschlugen und versuchten, ohne den diktatorischen Einfluss der Nazis einen eigenen Lebensstil zu entwickeln. Beispielsweise die Swing-Jugend. Sie war hauptsächlich in den Großstädten zu finden, hatte kaum direktes Interesse an Politik, aber ihre soziale und kulturelle Lebensweise führte unweigerlich zum Konflikt mit der Nazi-Parteilinie.

In dem Feature erzählen ehemalige Swing-Boys, Swing-Girls und ein Swing-Musiker über ihre Jazz-Besessenheit, über Happenings und Inhaftierungen.

Ian Bild, 1954 in London geboren, studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Bristol University, veröffentlichte Bücher zu sozialgeschichtlichen Themen. Er arbeitet als Autor und Regisseur für Fernsehen und Hörfunk und als Antiquar, lebt in Worpswede.

Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Kerstin Reimann, Maximilian Held
Ton: Stephen Erickson
Produktion: DLR Berlin/SWF 1998
Länge: ca. 54’30
(Wdh. v. 07.11.1998)