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Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsKölle: Je ne suis pas Charlie
Mottowagen mit Wappen der Stadt Köln vor der Severinstorburg, aufgenommen beim Rosenmontagszug 2014 in Köln (dpa / picture alliance / Horst Galuschka)

Die Entscheidung, einen Karnevalswagen mit einem Terroristen nicht beim Kölner Rosenmontagszug zu zeigen, wird in den Feuilletons kritisiert. Vorauseilender Gehorsam mindere nicht das Risiko von Anschlägen, meint die "Berliner Zeitung".Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 10.12.2012

Suhrkamp Verlag kritisiert seinen Gesellschafter Barlach als "unliterarisch"

Verlagsanwalt Raue sieht Abberufung der Geschäftsführung als nicht rechtskräftig an

Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)
Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)

Der Suhrkamp-Anwalt Peter Raue hat den vor Gericht erfolgreichen Minderheitsgesellschafter Hans Barlach ein "Unglück" für den Verlag genannt. Allerdings würde, so Raue, auch die von Barlach betriebene Abberufung der Geschäftsführung nicht das Ende des Suhrkamp Verlags bedeuten.

Der Anwalt des Suhrkamp-Verlags, Peter Raue, hat nach dem Urteil des Landgerichts Berlin den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach scharf angegriffen. Dieser wolle aus dem Verlag eine "Cash Cow" machen, sagte Raue.

Die Aufnahme von Barlach als Gesellschafter sei von Anfang an ein Unglück gewesen. Es wäre sehr viel "gescheiter" gewesen, wenn Barlach in ein Startup-Unternehmen investiert hätte, um dann dort Geld rauszupressen, sagte Raue. "Es ist ein unverlegerischer, unliterarischer, unintellektueller Anspruch von Barlach", so der Anwalt. Die Entscheidung des Landgerichts, mit der Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin des Verlags abberufen worden war, sei nicht rechtskräftig und ohne Wirkung, betonte Raue.

Selbst wenn das Worst-Case-Szenario eintrete und die Geschäftsführung nach einer Berufung endgültig abberufen werde, sei das nicht das Ende des Verlags: "Dann wird man einen anderen Geschäftsführer einsetzen, der die Verlagspolitik weiter macht", sagte Raue.

Das vollständige Gespräch mit Peter Raue können Sie bis zum 10. Mai 2013 als MP3-Audioin unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.