Montag, 28. Juli 2014MESZ22:30 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Der Hass zeigt seine Fratze“
Ein Hakenkreuz und ein durchgestrichener Davidstern sind am 09.06.2013 an einer Gedenkstätte am Nordbahnhof in Berlin zu sehen.

Im "Spiegel" setzt der israelische Politologe Zeev Sternhell auf die Kraft der Vernunft. Die "SZ", "FAZ" und "NZZ" diskutieren dagegen mit Linken-Hass in Israel und Antisemitismus in Europa Formen der Gegenaufklärung. Mehr

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Fazit

DokumentarfotografieElend in Glanz und Würde
Der Fotograf Sebastiao Salgado

Der sozial engagierte Fotoreporter Sebastiao Salgado hat in 40 Jahren zahlreiche Langzeitprojekte geschaffen, in denen er sich Flüchtlingen und Armen widmet. In Bremen ist jetzt seine Serie "Exodus" zu sehen.Mehr

KunstDie soziale Utopie der Spinnen
Tautropfen hängen an einem Spinnennetz

In Kiel wird unter der Überschrift "Netz. Spinnen in der Kunst" eine Ausstellung gezeigt, die kaum etwas Biologisches hat. Die Schau in der Kunsthalle zeigt vielmehr Netz-Objekte, deren "Netz"-Bezüge vor allem virtuell sind.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 10.12.2012

Suhrkamp Verlag kritisiert seinen Gesellschafter Barlach als "unliterarisch"

Verlagsanwalt Raue sieht Abberufung der Geschäftsführung als nicht rechtskräftig an

Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens.
Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)

Der Suhrkamp-Anwalt Peter Raue hat den vor Gericht erfolgreichen Minderheitsgesellschafter Hans Barlach ein "Unglück" für den Verlag genannt. Allerdings würde, so Raue, auch die von Barlach betriebene Abberufung der Geschäftsführung nicht das Ende des Suhrkamp Verlags bedeuten.

Der Anwalt des Suhrkamp-Verlags, Peter Raue, hat nach dem Urteil des Landgerichts Berlin den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach scharf angegriffen. Dieser wolle aus dem Verlag eine "Cash Cow" machen, sagte Raue.

Die Aufnahme von Barlach als Gesellschafter sei von Anfang an ein Unglück gewesen. Es wäre sehr viel "gescheiter" gewesen, wenn Barlach in ein Startup-Unternehmen investiert hätte, um dann dort Geld rauszupressen, sagte Raue. "Es ist ein unverlegerischer, unliterarischer, unintellektueller Anspruch von Barlach", so der Anwalt. Die Entscheidung des Landgerichts, mit der Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin des Verlags abberufen worden war, sei nicht rechtskräftig und ohne Wirkung, betonte Raue.

Selbst wenn das Worst-Case-Szenario eintrete und die Geschäftsführung nach einer Berufung endgültig abberufen werde, sei das nicht das Ende des Verlags: "Dann wird man einen anderen Geschäftsführer einsetzen, der die Verlagspolitik weiter macht", sagte Raue.

Das vollständige Gespräch mit Peter Raue können Sie bis zum 10. Mai 2013 als MP3-Audioin unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.