Samstag, 22. November 2014MEZ11:26 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsViele Meinungen zum "Zeugenhaus"
Die Schauspieler Gisela Schneeberger, Edgar Selge, Iris Berben, Udo Samel und Jeff Burrell präsentieren den ZDF-Film "Das Zeugenhaus", der am 24. November ausgestrahlt wird.

Eine "scharfsichtige filmische Diagnose" zur Nachkriegszeit hat die NZZ gesehen. Ganz anders, nämlich als "quälend" erlebte die FAZ den prominent besetzten ZDF-Film "Das Zeugenhaus" nach einer wahren Geschichte, in dem KZ-Überlebende mit Nazis frühstücken. Mehr

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Fazit

Neubesetzung in Bayreuth"Das ist halt das Geschäft"
Der Intendant des Staatstheaters Wiesbaden Uwe Eric Laufenberg

Erst hatte Jonathan Meese den Auftrag, jetzt soll Uwe Eric Laufenberg 2016 in Bayreuth die Wagner-Oper "Parsifal" inszenieren. Im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur reagiert er auf Vorwürfe gegen die Festspiele auf dem Grünen Hügel.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 10.12.2012

Suhrkamp Verlag kritisiert seinen Gesellschafter Barlach als "unliterarisch"

Verlagsanwalt Raue sieht Abberufung der Geschäftsführung als nicht rechtskräftig an

Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens.
Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)

Der Suhrkamp-Anwalt Peter Raue hat den vor Gericht erfolgreichen Minderheitsgesellschafter Hans Barlach ein "Unglück" für den Verlag genannt. Allerdings würde, so Raue, auch die von Barlach betriebene Abberufung der Geschäftsführung nicht das Ende des Suhrkamp Verlags bedeuten.

Der Anwalt des Suhrkamp-Verlags, Peter Raue, hat nach dem Urteil des Landgerichts Berlin den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach scharf angegriffen. Dieser wolle aus dem Verlag eine "Cash Cow" machen, sagte Raue.

Die Aufnahme von Barlach als Gesellschafter sei von Anfang an ein Unglück gewesen. Es wäre sehr viel "gescheiter" gewesen, wenn Barlach in ein Startup-Unternehmen investiert hätte, um dann dort Geld rauszupressen, sagte Raue. "Es ist ein unverlegerischer, unliterarischer, unintellektueller Anspruch von Barlach", so der Anwalt. Die Entscheidung des Landgerichts, mit der Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin des Verlags abberufen worden war, sei nicht rechtskräftig und ohne Wirkung, betonte Raue.

Selbst wenn das Worst-Case-Szenario eintrete und die Geschäftsführung nach einer Berufung endgültig abberufen werde, sei das nicht das Ende des Verlags: "Dann wird man einen anderen Geschäftsführer einsetzen, der die Verlagspolitik weiter macht", sagte Raue.

Das vollständige Gespräch mit Peter Raue können Sie bis zum 10. Mai 2013 als MP3-Audioin unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.