Mittwoch, 29. Juli 2015MESZ22:03 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDie Verhunzungsenergie der Regie-Rüben
Marcel Kohler (l) als "Marie Beaumarchais" und Susanne Wolff als "Clavigo" bei einer Probe zu Stephan Kimmigs "Clavigo"-Inszenierung in Salzburg. (picture alliance / dpa / Barbara Gindl)

Wie schön ist es doch, wenn Theater polarisiert: Während in der "Welt" Marcus Woeller die Salzburger "Clavigo"-Inszenierung von Stephan Kimmig noch als Abbild einer "Gesellschaft von Selbstoptimierern" sieht, ist Gerhard Stadelmaier in der "FAZ" vor Wut nicht zu bremsen.Mehr

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Fazit

Salzburger FestspieleImmerfrische Begierde
Sven-Eric Bechtolf (dpa / picture alliance / Barbara Gindl)

In Salzburg triumphiert dumpfer Provinzialismus, meint unser Kritiker Frieder Reininghaus. Ein künstlerisches Armutszeugnis sei "Le nozze di Figaro" in der Regie von Sven-Eric Bechtolf mit bewährten Gags des Boulevard-Theaters von vorgestern.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 10.12.2012

Suhrkamp Verlag kritisiert seinen Gesellschafter Barlach als "unliterarisch"

Verlagsanwalt Raue sieht Abberufung der Geschäftsführung als nicht rechtskräftig an

Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)
Die Taschenbuchreihe des Suhrkamp Verlags leuchtet in den Farben des Regenbogens. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)

Der Suhrkamp-Anwalt Peter Raue hat den vor Gericht erfolgreichen Minderheitsgesellschafter Hans Barlach ein "Unglück" für den Verlag genannt. Allerdings würde, so Raue, auch die von Barlach betriebene Abberufung der Geschäftsführung nicht das Ende des Suhrkamp Verlags bedeuten.

Der Anwalt des Suhrkamp-Verlags, Peter Raue, hat nach dem Urteil des Landgerichts Berlin den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach scharf angegriffen. Dieser wolle aus dem Verlag eine "Cash Cow" machen, sagte Raue.

Die Aufnahme von Barlach als Gesellschafter sei von Anfang an ein Unglück gewesen. Es wäre sehr viel "gescheiter" gewesen, wenn Barlach in ein Startup-Unternehmen investiert hätte, um dann dort Geld rauszupressen, sagte Raue. "Es ist ein unverlegerischer, unliterarischer, unintellektueller Anspruch von Barlach", so der Anwalt. Die Entscheidung des Landgerichts, mit der Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin des Verlags abberufen worden war, sei nicht rechtskräftig und ohne Wirkung, betonte Raue.

Selbst wenn das Worst-Case-Szenario eintrete und die Geschäftsführung nach einer Berufung endgültig abberufen werde, sei das nicht das Ende des Verlags: "Dann wird man einen anderen Geschäftsführer einsetzen, der die Verlagspolitik weiter macht", sagte Raue.

Das vollständige Gespräch mit Peter Raue können Sie bis zum 10. Mai 2013 als MP3-Audioin unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.