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Thema / Archiv | Beitrag vom 21.11.2011

"Substanzielle Zugeständnisse können wir von den Amerikanern nicht erwarten"

Energieexperte Olav Hohmeyer setzt keine Hoffnung in den Klimagipfel von Durban

In der südafrikanischen Stadt Durban beginnt am 28. November der Weltklimagipfel.  (picture alliance / Stephan Jansen)
In der südafrikanischen Stadt Durban beginnt am 28. November der Weltklimagipfel. (picture alliance / Stephan Jansen)

Vom Klimagipfel in Durban verspricht sich Olav Hohmeyer vom Sachverständigenrat für Umwelfragen der Bundesregierung nichts. Er erwarte keine wesentlichen Fortschritte bei der Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen, sagte der Umweltexperte.

Der Anstieg der Emissionen werde im Wesentlichen nicht in Europa, sondern in den USA und den großen Schwellenländern verursacht. Bevor sich die Amerikaner nicht einer Reduktionsverpflichtung anschlössen, werde man weltweit keine wesentliche Änderung erreichen können. Die USA blockierten durch ihre "Borniertheit" die Schwellenländer, die nicht in Vorleistung gehen könnten, während der größte Pro-Kopf-Emittent der Welt sich um nichts kümmere, sagte Hohmeyer.

Die Mehrheit im amerikanischen Kongress sei absolut unzugänglich für rationale Argumente: "Hier wird mit Glaubenssätzen gehandelt", kritisierte der Professor. Im Zweifelsfall werde im Interesse der Öl-Industrie entschieden. Weil die Regierung nur tun könne, was nicht im Kongress zustimmungspflichtig sei, seien nur minimale Fortschritte möglich. "Auch Durban wird eine Konferenz der verbalen Weiterentwicklung sein, substanzielle Zugeständnisse können wir von den Amerikanern nicht erwarten", sagte der Energieexperte von der Universität Flensburg.

Sie können das vollständige Gespräch mit Olav Hohmeyer mindestens bis zum 21.04.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.

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