Samstag, 4. Juli 2015MESZ22:51 Uhr

Interview

AfD-ParteitagShowdown zwischen Lucke und Petry
AfD-Parteisprecherin Frauke Petry und Bundesparteichef Bernd Lucke (picture alliance / dpa - David Ebener)

Wirtschaftsliberal gegen nationalkonservativ: Auf dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland in Essen entscheiden die Mitglieder, wer in Zukunft an der Spitze der Partei steht und ob die Partei den Weg nach Rechtsaußen einschlägt. Das Rennen ist offen, sagt der Politologe Frank Decker.Mehr

Chronik einer Revolution"Ein ganz neuer Klemperer"
Der Romanist und Philologe Victor Klemperer in einer zeitgenössischen Aufnahme. Er wurde am 9. Oktober 1881 in Landsberg (Warthe) geboren und ist am 11. Februar 1960 in Dresden gestorben. (picture alliance / dpa / Fotoreport Aufbau Verlag)

Im Aufbau-Verlag erscheinen bisher unbekannte Aufzeichnungen Victor Klemperers aus der Zeit der Münchner Räterepublik 1918/19. Es zeigt den Literaturwissenschaftler Klemperer in ungeahnter Unmittelbarkeit und Direktheit, sagt die Lektorin Nele Holdack − und als Zeitungsreporter.Mehr

weitere Beiträge

Interview / Archiv | Beitrag vom 08.10.2012

Stromsparer belohnen

Fraunhofer-Experte für Solare Energiesysteme bringt neues Strompreis-Tarifmodell ins Spiel

Eicke Weber im Gespräch mit

Weber: Verbraucher, die sorgsam und sparsam mit dem Strom umgehen, sollten belohnt und nur gering belastet werden. (AP)
Weber: Verbraucher, die sorgsam und sparsam mit dem Strom umgehen, sollten belohnt und nur gering belastet werden. (AP)

Die Grundversorgung mit Strom sollte für jeden Haushalt zu einem günstigen Preis angeboten werden, sagt der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Eicke Weber. Alles was darüber hinaus gehe, solle deutlich teurer sein, um einen Anreiz zum Stromsparen zu setzen.

Der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Eicke Weber, macht sich dafür stark, die Sozialverträglichkeit von immer weiter steigenden Strompreisen durch ein neues Tarifmodell zu gewährleisten.

Im Deutschlandradio Kultur sagte Weber am Montag, die Grundversorgung mit Strom sollte für jeden Haushalt zu einem günstigen Preis angeboten werden. Als ungefähre Größenordnung nannte er 2000 KWh pro Jahr. Für Strom, der darüber hinaus verbraucht werde, sollte dann ein sehr viel höherer Preis bezahlt werden. Die Haushalte, die sich nicht ums Stromsparen kümmerten und beispielsweise Klimaanlagen laufen ließen, müssten dann "bluten", sagte Weber. Verbraucher, die sorgsam und sparsam mit dem Strom umgingen, sollten hingegen belohnt und nur gering belastet werden.

Weber verteidigte zudem die in der Kritik stehende EEG-Umlage. Seit 1998 sei der Strompreis jährlich im Schnitt um rund vier Prozent gestiegen, die Belastungen aus der Umlage machten dabei nur einen kleinen Teil aus, sagte er. Zudem wären die Preise auch gestiegen, wenn es die Umlage nicht gegeben hätte, betonte Weber. Die Energiepreise würden insgesamt dominiert von der Verknappung der fossilen Energieträger. Als Konsequenz daraus müsse man mit Energie effizienter umgehen.

Sie können das vollständige Gespräch mit Eicke Weber mindestens bis zum 08.10.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Preis der Stromwende
Höherer Strompreis absehbar