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Interview / Archiv | Beitrag vom 08.10.2012

Stromsparer belohnen

Fraunhofer-Experte für Solare Energiesysteme bringt neues Strompreis-Tarifmodell ins Spiel

Eicke Weber im Gespräch mit

Weber: Verbraucher, die sorgsam und sparsam mit dem Strom umgehen, sollten belohnt und nur gering belastet werden. (AP)
Weber: Verbraucher, die sorgsam und sparsam mit dem Strom umgehen, sollten belohnt und nur gering belastet werden. (AP)

Die Grundversorgung mit Strom sollte für jeden Haushalt zu einem günstigen Preis angeboten werden, sagt der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Eicke Weber. Alles was darüber hinaus gehe, solle deutlich teurer sein, um einen Anreiz zum Stromsparen zu setzen.

Der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Eicke Weber, macht sich dafür stark, die Sozialverträglichkeit von immer weiter steigenden Strompreisen durch ein neues Tarifmodell zu gewährleisten.

Im Deutschlandradio Kultur sagte Weber am Montag, die Grundversorgung mit Strom sollte für jeden Haushalt zu einem günstigen Preis angeboten werden. Als ungefähre Größenordnung nannte er 2000 KWh pro Jahr. Für Strom, der darüber hinaus verbraucht werde, sollte dann ein sehr viel höherer Preis bezahlt werden. Die Haushalte, die sich nicht ums Stromsparen kümmerten und beispielsweise Klimaanlagen laufen ließen, müssten dann "bluten", sagte Weber. Verbraucher, die sorgsam und sparsam mit dem Strom umgingen, sollten hingegen belohnt und nur gering belastet werden.

Weber verteidigte zudem die in der Kritik stehende EEG-Umlage. Seit 1998 sei der Strompreis jährlich im Schnitt um rund vier Prozent gestiegen, die Belastungen aus der Umlage machten dabei nur einen kleinen Teil aus, sagte er. Zudem wären die Preise auch gestiegen, wenn es die Umlage nicht gegeben hätte, betonte Weber. Die Energiepreise würden insgesamt dominiert von der Verknappung der fossilen Energieträger. Als Konsequenz daraus müsse man mit Energie effizienter umgehen.

Sie können das vollständige Gespräch mit Eicke Weber mindestens bis zum 08.10.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Mehr bei deutschlandradio.de

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