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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 19.04.2011

Strahlende Landschaften

Russische Atompolitik 25 Jahre nach Tschernobyl

Von Boris Schumatsky

Die russische Stadt Chelyabinsk im Ural wurde bei dem Unfall in der Kerntechnischen Anlage Majak 1957 stark in Mitleidenschaft gezogen. (picture alliance / dpa)
Die russische Stadt Chelyabinsk im Ural wurde bei dem Unfall in der Kerntechnischen Anlage Majak 1957 stark in Mitleidenschaft gezogen. (picture alliance / dpa)

Russland setzt weiter auf Kernkraft. Daran hat weder der Supergau von Tschernobyl etwas geändert, noch das Unglück in der Anlage Majak in den 50er-Jahren, bis heute eines der größten in der Geschichte der Atompolitik, und auch die Reaktorkatastrophe von Fukushima wird Russland kaum zum Umdenken bewegen.

Der bis heute am stärksten strahlenbelastete Ort der Welt heißt Karatschaj, ein See im südlichen Ural, in der Nähe der Plutoniumfabrik Majak. Seit über 60 Jahren werden dort flüssige radioaktive Abfälle ins Wasser geleitet.

In der schwarzen Wasseroberfläche des Sees spiegeln sich weder der Himmel noch die Birken, die am Ufer wachsen. Nicht einmal die anpassungsfähigsten Blaualgen könnten im Seewasser überleben. Keine Waldtiere und keine Vögel kommen an diesen Ort, nur ein Kipplaster erscheint manchmal am Seeufer und schüttet eine Ladung Kies in den See. Die Fahrerkabine ist mit schweren Bleiplatten verkleidet, bauchige verbleite Gläser ersetzten die Scheiben. Ungeschützt würde der Fahrer innerhalb einer Stunde eine tödliche Strahlendosis bekommen.

Nach Angaben von Umweltschützern hat sich im Karatschaj-See achtmal mehr Radioaktivität angesammelt als beim Reaktorunglück in Tschernobyl freigesetzt wurde. Und vermutlich wird auch die in Fukushima freigesetzte Strahlung weit unter der hier liegen.

Die Wiederaufarbeitungsanlage Majak ist einer der größten und profitabelsten Betriebe der russischen Atomindustrie. In der ehemaligen Kernwaffenschmiede werden heute ausgebrannte Brennelemente aus zivilen Atommeilern und nuklearen U-Booten wiederaufbereitet. Im Rahmen des internationalen Programms "Russian Research Reactor Fuel Return" kommen die verstrahlten Reste sowjetischer Forschungsreaktoren aus aller Welt, von Polen bis Chile nach Majak. Der dort gewonnene Brennstoff wird auf dem Weltmarkt gerne gekauft und - bis vor kurzem - beispielweise in Schweizer Atomkraftwerken eingesetzt.

Nach wie vor genießt die Atombranche die besondere Unterstützung des Kremls, so wie früher in der Sowjetunion. Für die Herstellung von Kernwaffen und für den Bau von Reaktoren wurden damals weder Menschenleben noch die Umwelt geschont. Und immer noch ist die russische Atomindustrie weltweit die einzige, die ihren Abfall in der Umwelt entsorgt. "Injektion" in die Natur, heißt das im Sprachgebrauch der Branche.

Während in den In den Atomanlagen von Tomsk, Dimitrowgrad und Krasnojarsk der flüssige radioaktive Abfall in den Untergrund gepumpt wird, lässt man ihn in Majak schlicht in natürliche Gewässer ab. Das hat dazu geführt, dass der Fluss Techa auf seiner gesamten Länge von 243 Kilometer radioaktiv verseucht ist. Die Krebsrate in der Umgebung liegt fast viermal höher als im restlichen Russland.

Die radioaktiven Abwässer gelangen bereits seit den 50er-Jahren in die Techa, die damals Trinkwasserquelle für über 120.000 Menschen war. Schon zu jener Zeit hatte man mit ihrer Umsiedlung begonnen, aber bis heute leben Tausende Menschen noch am vergifteten Fluss. Die Bauern aus dem Dorf Muslümowo werden derzeit in ein anderes Dorf umgesiedelt, das allerdings nur zwei Kilometer von der Techa entfernt ist. Das sei so, sagen sie, damit man an uns die langfristigen Verstrahlungsfolgen studieren kann.

Eine Vermutung, die ein Sensationsreporter des Fernsehkanals Sky News als eine Tatsache darstellte. Er behauptet sogar, ein Geheimlabor mit einer versteckten Kamera gefilmt zu haben:

Verformte Föten in Formaldehydgläsern.

Tatsächlich haben seinerzeit sowjetischen Wissenschaftler die Strahlungsopfer in der Umgebung von Majak beobachtet. Dieses Forschungsprogramm wurde jedoch vor 10 Jahren eingestellt. "Und das", sagt der Beirat des Konzerns ROSATOM Valerij Menshikow, "sei wirklich sehr schade!"

"Die Menschen in Muslümowo sind schon in der dritten Generation der Strahlung ausgesetzt. Die Genetiker haben ihr Erbmaterial studiert und sie haben nachgewiesen, dass die zerstörten DNA vererbt und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Leider wurde diese Forschung eingestellt. Natürlich kann man das als einen barbarischen Menschenversuch bezeichnen. Doch der Schaden ist bereits angerichtet, und jetzt sollte man die Leute weiter untersuchen, bis die Gentechnik imstande ist, ihnen oder ihren Nachkommen zu helfen. Aber trotzdem muss ich sagen, dass unsere zivile Atombranche viele Gründe hat, stolz auf sich zu sein. Schließlich war es die Sowjetunion, die 1954 in Óbninsk das erste zivile Kernkraftwerk der Welt gebaut hat. Damals waren wir Trendsetter, denn bald darauf haben viele Länder auf die Kernkraft gesetzt. Russland spielte eine wichtige Rolle auch in der Entwicklung neuer Reaktortypen. Leider, und das darf man auf keinen Fall verschweigen, war die zivile Atomkraft ein Nebenprodukt der militärischen Produktion. Das hat schließlich zu Tschernobyl geführt."

Der diplomierte Physiker Valerij Menshikow ist nach der Tschernobyl-Katastrophe in die Politik gegangen. Er wurde in den Obersten Sowjet gewählt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion leitete er dort den parlamentarischen Umweltausschuss. Seitdem gestaltete Menshikow die russische Atom- und Umweltpolitik mit, zuletzt als Mitglied im öffentlichen Beirat des mächtigen Atommonopolisten ROSATOM.

Im Gegensatz zu seinen ehemaligen Kollegen wohnt der Volksdeputierte a.D. wie ein einfacher sowjetischer Rentner in einem Plattenbau am Rande Moskaus, an der Metro-Station mit dem langen Namen "Die Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft der UdSSR". In der Wohnung, die Menshikow mit der Familie seines Enkels teilt, hat er nur ein kleines Zimmer: Fachbücher, Bett, Schreibtisch und davor ein Drehsessel, in dem der Mittsechziger im Hausanzug und mit Schlappen sitzt, auf seinem Schoß ein kleiner Pudel.

"Ich bin zur Überzeugung gekommen, dass die Atomwirtschaft nach marktwirtschaftlichen Regeln arbeiten sollte. So könnte sie ihre Effektivität beweisen. Denn nirgendwo auf der Welt kommt die Atombranche ohne staatliche Hilfen aus. Russland will in den kommenden sieben Jahren knapp 17 Milliarden Euro Steuergelder in die Kernenergie stecken. US Präsident Obama unterstützt den Bau von zwei neuen Reaktoren mit acht Milliarden Dollar. Also ist der billige Atomstrom nichts als Lüge und Heuchelei: Man berücksichtigt nur die Kosten für den Uranbrennstoff und den Betrieb eines Kernkraftwerks. Was soll aber mit diesem Kraftwerk geschehen, nachdem er abgeschaltet ist? Wohin mit diesen Unmengen am verstrahlten Stahl und Beton? Wir haben bereits vier Reaktoren abgeschaltet, und noch keinen entsorgt. Für das Abfallproblem gibt es nicht einmal in der Theorie eine sichere Lösung."

Der Atomexperte holt von seinem Schreibtisch Papier, bedruckt mit Zahlentabellen.

"Wenn wir also die Entsorgung von Abfall mit einkalkulieren, wenn wir sozusagen genau hinschauen, was in der schönen Verpackung drin ist, dann bekommen wir einen Strompreis, der deutlich über dem Preis für den Strom aus Erdgas liegt. Russland hat inzwischen die meisten flüssigen Abfälle der Welt angesammelt. 90 Prozent davon lagern auf dem Gelände von Majak, einfach unter freiem Himmel."

"Als ich klein war, sagte meine Mutter oft zu mir: "Wenn du jetzt nicht hörst, gebe ich dich in die Familie Soundso", zu den Nachbarn, die ein Kind mit übergroßem Kopf hatten. Es gab Kinder mit sechs Fingern und Kinder mit einem Schwänzchen. Das war unerträglich!"

Raissa ist in Muslümowo geboren, in der Nähe des vergifteten Flusses Techa, 50 Kilometer vom Majak entfernt. Nach dem Abitur hat sie zusammen mit ihrem Mann das verstrahlte Dorf verlassen und lebt jetzt seit über 30 Jahren im fernen Nordsibirien.

Die Russischlehrerin hat eine Blutdruckerkrankung, ihr krebskranker Mann hat eine Lunge verloren. Trotzdem bekommen sie keine Behindertenrente, weil ihre Krankheit nicht als Folge der Strahlung anerkannt wurde. Eine solche Diagnose haben sowjetische Mediziner nicht gerne gestellt, weil sie ein schlechtes Licht auf die Atompolitik des Landes geworden hätte. Dabei wurden die Strahlungskranken aus Muslümowo regelmäßig untersucht. Einmal im Jahr, immer im Frühling.

"Später, dass muss in den 90er-Jahren gewesen sein, haben sie sogar deutsche Spezialisten eingeschaltet. Meine Schwester und ich wurden wie immer nach Tscheljabinsk vorgeladen, wo sie im Labor ihre Testgeräte hatten, es waren riesige Maschinen. Die Deutschen haben uns untersucht, und danach fragte mich meine Schwester, ob ich verstanden habe, was mit uns los war. Sie konnte Deutsch, und sie verstand, was die Ärzte über uns gesagt hatten: "Wie interessant! Keine Spur von Radioaktivität auf der Haut. Schaut man aber tiefer hinein, weisen die Knochen eine starke Dosis auf." Die Deutschen wollten uns eine Diagnose schicken, aber es ist nie eine gekommen. Damals hatte ich aber keine Angst, ich war einfach zu jung. Die Angst kam erst später. Man sagt doch, das Schlimmste passiert in der dritten Generation. Meine Enkel haben Nasenbluten, und ich beschwöre meine Tochter, "Liebes, wir müssen ihr Blut auf Thrombozyten untersuchen lassen, denn vielleicht haben sie..." - nein, lieber Gott, bitte nicht! Jetzt habe ich wirklich Angst. Die dritte Generation, das sind meine Enkel."

In seiner Zeit als Abgeordneter hat Valerij Menshikow Boris Jelzin auf die Umweltprobleme um Majak aufmerksam gemacht. Der Präsident war empört. "Ich lasse nicht zu, dass man die Menschen als Versuchskaninchen nimmt! " hat ihn Raissa in Muslümowo sagen hören, "Spätestens innerhalb von zwei Jahren werde ich Euch alle umsiedeln!" Einige Betroffenen bekamen danach eine Rente, sonst hat sich nichts geändert. Dennoch glaubt Raissa nicht an ein Komplott der Ärzte und Behörden.

"Höchstwahrscheinlich war ihnen einfach egal, was mit den Menschen passiert, und auch heute pfeifen sie auf uns."

Bereits zur Regierungszeit Jelzins hat die russische Atompolitik auf die Zusammenarbeit mit Deutschland gesetzt. Ab 1996 übernahm Russland Abfälle von deutschen Atomkraftwerken und der Urananreicherungsanlage in Gronau, bis der Export 2009 gestoppt wurde. Im Ural und in Sibirien sollen immer noch 100.000 Tonnen deutschen Atommülls in Stahlfässern unter freiem Himmel vor sich hin rosten. Der Vormarsch der Kernenergie sei dennoch nicht aufzuhalten, sagt Valerij Menshikow.

"Russland ist in den letzten fünf Jahren zu einem wichtigen Spieler auf dem nuklearen Weltmarkt avanciert. Es gibt eine große Energienachfrage, die noch weiter steigen wird, weil die ehemaligen Entwicklungsländer auf den Markt kommen. Keiner von uns einfachen Menschen ist imstande, diese Expansion zu stoppen."

2007 wurde ein russisches Atomkraftwerk in China fertig gestellt, das AKW im Iran steht kurz vor der Inbetriebnahme. In Indien geht bald ein Reaktorblock ans Netz, vor kurzem hat ROSATOM einen Vertrag mit der Türkei abgeschlossen. Derzeit verhandelt der Konzern mit Vietnam, mit Bangladesch und mit über einhundert Ländern über den Bau von AKWs, über die Brennstofflieferung oder Uranforderung.

"Russland liegt im Welttrend der beschleunigten Entwicklung der Kernenergie. Jedes Jahr soll ein neuer Reaktor gebaut werden, und ab 2016 sogar zwei Reaktorblöcke pro Jahr. Bis 2030 werden 26 neue Reaktoren in Russland fertig gestellt werden - eine Entwicklung, die dem sowjetischen Atomprogramm kaum oder in nichts nachsteht."

Dieser Plan, so der Umweltschützer Wladimir Sliwjak von Ecodefense, habe jedoch einen Haken.

"Das Hauptproblem dieses Programms ist gar nicht die Tatsache, dass es zerstörerisch für die Umwelt ist. Es ist vor allem schlicht und einfach nicht erfüllbar. Das Programm kostet kolossale Summen, und die Regierung hat das Geld nicht. Sie versucht, Investitionen aus dem Ausland zu holen. Aber nach dem Fall Chodorkowski brennen die Investoren gar nicht darauf, nach Russland zu kommen. Also betrachte ich alle gigantischen Entwicklungsprogramme der Regierung mit Skepsis. Statt über Projekte zu reden, sollte man der Realität in die Augen sehen. Und die Realität ist, dass unser Reaktorpark sehr veraltet ist. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird die Hälfte aller russischen Reaktoren das Ende ihrer Laufzeit erreichen. Das sind Reaktorblöcke der ersten Generation, die heute in keinem westlichen Land eine Zulassung bekommen würden. Übrigens entsprechen sie den russischen Sicherheitsvorschriften auch nicht mehr, und würde man das Gesetz ernst nehmen, müsste man sie sofort abschalten. Viele von diesen Reaktoren unterscheiden sich kaum von dem, der in Tschernobyl explodiert ist."

Die zivile Nutzung der Kernenergie wurde im Kalten Krieg aus dem militärischen Atomprogramm geboren. In Zeiten nuklearer Abrüstung gehört sie jedoch nicht mehr zur Militärindustrie, wird aber von der Politik immer noch als eine strategisch wichtige Branche angesehen. Dabei ist Russland bestens mit anderen Energieressourcen ausgestattet, die sicherer und wirtschaftlich lukrativer seien, so Wladimir Sliwjak.

"Heute, auf dem Höhepunkt der Abnutzung unserer Atommeiler, ist der beste Moment, um einen neuen Weg einzuschlagen. Wir haben genug Erdgas, um alle Reaktoren schon jetzt abzuschalten. Natürlich ist das Erdgas keine langfristige Alternative zum Atomstrom. Es ist vielmehr eine Übergangslösung für die Zeit, in der Russland eine neue Energiewirtschaft aufbaut. Nach unserer Einschätzung könnten wir bis zu 50 Prozent unseres Bedarfs mit erneuerbarer Energie decken. Also kann sich Russland auf die Kernenergie verzichten, ohne einen allzu großen wirtschaftlichen Schaden davon zu tragen. Der Atomausstieg wäre für Russland relativ schmerzlos, auf jeden Fall viel leichter als für Deutschland. Aber der politische Wille fehlt. Leider wird unser Land von Leuten regiert, die mit der sowjetischen Ideologie aufgewachsen sind. Ihr Grundlagenwissen und ihre Sicherheitsvorstellungen sind um vierzig Jahre veraltet. Die russischen Machthaber haben aus der Tschernobyl-Katastrophe nichts gelernt."

Die russische Atompolitik ist die Fortsetzung der sowjetischen. Genauso wie in der UdSSR kann die Öffentlichkeit sie nicht beeinflussen. Die Umweltgruppe Ecodefense hat eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben, in der 79 Prozent der Befragten sich gegen den Bau eines Kernkraftwerks in ihrer Region ausgesprochen haben. Eine Pressekonferenz, in der Sliwjak diese Ergebnisse präsentieren wollte, wurde kurzfristig abgesagt.

ROSATOM will nun das Image von Majak aufpolieren. Der radioaktiv verseuchte Karatschai-See wird nach und nach zugeschüttet. In zwei Jahren, so ROSATOM, würde er sich in eine grüne Wiese verwandeln. Dennoch wird weiterhin radioaktives Abwasser in den See gepumpt. Als nächstes verspricht ROSATOM, die Anlagen abzuschalten, in denen die meisten radioaktiven Abfälle entstehen. Auch der ROSATOM-Beirat Menshikow glaubt, dass die Umweltsituation um Majak sich in Zukunft verbessern wird. Menshikow ist bestrebt, das System von innen zu verändern, und er kann bereits Verbesserungen feststellen. Zum Beispiel in der Sicherheit der Kernenergie.

"Die Sicherheit der Kernenergie ist heute zweifellos höher geworden, das sage ich Ihnen als Kritiker, als der Wachhund, der ich seit Jahren bin. Ich beobachte, wie Probleme, die jahrzehntelang ungelöst blieben, endlich angegangen werden. Majak hat zum ersten Mal zugesichert, wann genau bestimmte Maßnahmen ergriffen werden. Und zum ersten Mal kann man das überprüfen, auch Wladimir Sliwjak hat jetzt die Möglichkeit, alles zu kontrollieren. Wir müssen stets auf der Hut sein. Angesichts der alten und neuen technologischen Risiken müssen wir die Branche zwingen, einen Teil ihres riesigen Gewinns in die Sicherheit zu investieren. Mehr kann man nicht tun. Ob ich für einen Atomausstieg oder dagegen bin, das ist nur hier, im meinem Zimmer von Interesse. Ich kann die Welt nicht ändern. Ich kann auch das Wirtschaftssystem nicht verändern, das alle Ressourcen ausschöpft, um immer neue Produkte auf den Markt zu werfen, während Vorjahresmodelle in der Mülltonne landen. Der unersättliche Konsum führt in eine Sackgasse. Uns erwarten neue Katastrophen, und nicht nur in der Atombranche. Das wächst wie ein Tumor."

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