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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 28.01.2009

"Stilles Chaos"

Jörg Taszman über Trauerarbeit auf der Parkbank

Ein Manager, der seine Frau verlor, kommt mit dem Verlust nicht klar. Er bringt jeden Tag seine Tochter zur Schule und verbringt den gesamten Tag damit, im Park auf sie zu warten. Peu á peu werden andere auf ihn aufmerksam und suchen das Gespräch.

Italien 2008, Regie: Antonello Luigi Grimaldi, Hauptdarsteller: Nanni Moretti, Blu Yoshimi, ab 12 Jahren

Nanni Moretti, nicht zu Unrecht als italienischer Woody Allen bezeichnet, spielt diesmal die Hauptrolle in einem Film, bei dem er nicht Regie führte. Er verkörpert einen Manager, der seine Frau verlor, während er einer anderen das Leben rettete. Mit dem Verlust kommt er nicht klar. Er bringt jeden Tag seine Tochter zur Schule und verbringt den gesamten Tag damit, in einem Park zu sitzen. Peu á peu werden andere auf ihn aufmerksam, suchen das Gespräch.

Familienmitglieder, Freunde, Kollegen und Fremde treffen so auf einen sehr gefasst wirkenden Mann, der plötzlich aussteigt. Völlig unspektakulär etabliert er nur für sich neue Regeln in unserer Leistungsgesellschaft, die keine Zeit für Trauer und lange philosophische Diskurse mehr findet.

Wer Moretti mag, wird auch "Stilles Chaos" mögen, obwohl der Film durchaus sperrig ist und nicht so leicht konsumierbar. Schön, dass sich für diesen etwas anderen Film doch noch ein deutscher Verleiher gefunden hat. Empfehlenswert.

Filmhomepage "Stilles Chaos"

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