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Kompressor | Beitrag vom 22.01.2016

Stefan Bachmann über "Kölner Botschaft""Warum ist eigentlich Gutmensch ein Schimpfwort?"

Moderation: Stephan Karkowsky

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(picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Stefan Bachmann, Schweizer Theaterregisseur und seit dem September 2013 Intendant am Schauspiel Köln (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Prominente Rheinländer veröffentlichen heute in großen Zeitungen einen Aufruf: die "Kölner Botschaft". Ein ziemlich langer Text zur Silvesternacht von Köln. Unterzeichnet hat auch der Intendant des Schauspiels Köln Stefan Bachmann, wir fragen ihn, an wen richtet sich Ihr Aufruf?

In dem Aufruf werden vier Punkte aufgeführt von "Keinerlei Tolerieren von sexueller Gewalt" bis "Schluss mit fremdenfeindlicher Hetze". Es soll eine Spaltung der Gesellschaft verhindert werden, heißt es in dem Aufruf. Wer die Kommentare unter dem Aufruf liest – etwa auf tagesschau.de – der stellt fest: Die Gesellschaft ist längst gespalten.

"Was soll am Gutmensch bitteschön schlecht sein?"

Dann sei es umso wichtiger, dieser Spaltung etwas entgegenzusetzen, betont Stefan Bachmann, Intendant des Schaupiels Köln. Man solle die Stimme der Vernunft zu Wort kommen lassen – im Gegensatz zu "populistischer Hetze, Angst, Hysterie, Aufbauschen bestimmter Dinge, aber auch auf der anderen Seite ein Herunter-Reden, Geschehen-Lassen".

"Ob wir diese Menschen jetzt im Einzelnen erreichen, weiß ich nicht. Aber wir dürfen nicht aufhören es zu versuchen."

Dass, wer an das Gute glaube und an Merkels "Wir schaffen das", zunehmend als naiv und blauäugig hingestellt würde, müsse man aushalten.

"Da muss man jetzt einfach stark sein. Und vor allem muss man auch mal wieder was richtigstellen: Warum ist eigentlich Gutmensch ein Schimpfwort? Was ist daran bitteschön schlecht?"

 

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