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Kulturnachrichten

Dienstag, 5. Januar 2016

Städelmuseum verzeichnet Besucherrekord

200.000 mehr Besucher als 2014

Das Frankfurter Städelmuseum hat 2015 die größte Publikumsresonanz in seiner 200-jährigen Geschichte verzeichnet. Insgesamt lösten rund 650.000 Kunstinteressierte eine Eintrittskarte, das waren über 200.000 mehr als im Jahr zuvor, teilte das Museum mit. Verantwortlich dafür waren vor allem die Sonderausstellung "Monet und die Geburt des Impressionismus", die Schau zur figurativen Malerei der Bundesrepublik der 1980er Jahre und der noch laufende "Dialog der Meisterwerke". Als nächste Sonderausstellung präsentiert das Städel ab 24. Februar herausragende Maler des Florentiner Manierismus wie Andrea del Sarto, Pontormo, Rosso und Bronzino. Außerdem sind eine Georg-Baselitz- Einzelausstellung sowie eine Sonderausstellung zum Kampf der Geschlechter geplant.

Trauerfeier für Kurt Masur in Leipziger Thomaskirche

Gottesdienst und Beisetzung am 14. Januar

Die Trauerfeier für den Dirigenten Kurt Masur wird am 14. Januar in der Leipziger Thomaskirche veranstaltet. Auf Wunsch der Familie sei eine christliche Feierstunde mit Gottesdienst geplant, sagte ein Stadtsprecher. Für den würdigen musikalischen Rahmen sollen der Thomanerchor und das Gewandhausorchester sorgen, dessen Kapellmeister Masur 27 Jahre lang war. Mehr als die Hälfte der 1400 Plätze in der Thomaskirche seien für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Im Anschluss an die Trauerfeier solle Masur im engen Familienkreis auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt werden, hieß es. Der Maestro war am 19. Dezember 2015 im Alter von 88 Jahren in den USA gestorben.

Deutscher ESC-Vorentscheid Ende Februar in Köln

Kandidatenliste noch nicht veröffentlicht

Am 25. Februar können die Fernsehzuschauer über den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) entscheiden. Das Erste überträgt die Show live aus Köln, wie der NDR auf der Website eurovision.de mitteilte. Die Namen der teilnehmenden Künstler wurden noch nicht veröffentlicht, sie sollen in Kürze folgen. Eine Liste mit den Namen von zehn Künstlern und Bands, die in den Medien kursiert, ist laut NDR eine Fälschung. Der NDR hatte Mitte November ohne Rücksprache mit den Zuschauern zunächst entschieden, dass der Popsänger Xavier Naidoo für Deutschland am Eurovision Song Contest im Mai in Stockholm teilnehmen soll. Nach einer Protestwelle nahm der Sender die Entscheidung wenig später wieder zurück.

Vermisster Buchhändler aus Hongkong meldet sich

Weitere vier Mitarbeiter seit Oktober verschwunden

Einer der unter mysteriösen Umständen verschwundenen fünf Angestellten eines China-kritischen Verlags in Hongkong hat ein Lebenszeichen von sich gegeben. Nach Polizeiangaben hat Lee Bo in einem Brief mitgeteilt, es gehe ihm gut und er helfe bei einer Untersuchung auf dem Festland. Daraufhin habe seine Frau ihre Vermisstenanzeige zurückgezogen. In den anderen vier Fällen werde aber weiter ermittelt. Lee Bo soll Medienberichten zufolge britischer Staatsbürger sein. Sein Verschwinden war am Wochenende bekanntgemacht worden. In den Wochen zuvor waren bereits vier andere Mitarbeiter des Verlags Mighty Current als verschwunden gemeldet worden. Das Unternehmen und sein Buchladen Causeway Bay Bookstore sind für Bücher über politische Skandale in China bekannt und bei chinesischen Touristen beliebt. Unter den Vermissten ist auch ein Miteigentümer des Verlags.

Bee Gees-Manager Robert Stigwood gestorben

Australier arbeitete auch für Eric Clapton und "Cream"

Der Musik- und Filmproduzent Robert Stigwood ist tot. Er starb am Montag im Alter von 81 Jahren, wie sein Büro mitteilte. Die Ursache für seinen Tod wurde zunächst nicht bekannt. Stigwood wurde 1934 in Australien geboren. In den 50er Jahren zog er nach Großbritannien und managte unter anderem Eric Clapton und die Rockband Cream, bevor er dann Barry, Maurice und Robin Gibb - bekannt als die Bee Gees - unter Vertrag nahm. Später produzierte er Blockbuster-Filme wie "Grease" und "Saturday Night Fever" und war auch Produzent der Verfilmung der Rockopern "Jesus Christ Superstar" und "Tommy" von The Who.

Welterbeverein Saale-Unstrut stellt neuen Unesco-Antrag

Zweiter Anlauf für Aufnahme in Welterbe-Liste

Der Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut aus Naumburg hat einen überarbeiteten Unesco-Antrag beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt eingereicht. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher in Magdeburg. Mit dem Antrag soll die Aufnahme des Naumburger Doms und der hochmittelalterlichen Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut auf die Welterbeliste gelingen. Das Schreiben wird an das Auswärtige Amt und die Kultusministerkonferenz weitergeleitet. Am 1. Februar soll der Antrag dem Welterbekomitee in Paris vorliegen. 2017 soll die endgültige Entscheidung getroffen werden. Im Sommer hatte das Welterbekomitee eine Aufnahme abgelehnt. Der Antrag war zu wissenschaftlich und zu lang. Die neue, abgespeckte Variante soll diesmal das Gremium überzeugen.

Jazzpianist Paul Bley gestorben

Kanadier wurde 83 Jahre alt

Der Pianist Paul Bley, einer der einflussreichsten Jazzmusiker der vergangenen Jahrzehnte, ist tot. Der Kanadier starb am Sonntag im Kreise seiner Familie in seinem Haus, berichtete der "Ottawa Citizen" unter Berufung auf Bleys Tochter. Er wurde 83 Jahre alt. Bley hatte in seiner Karriere weit mehr als 100 Alben veröffentlicht und war mit vielen namhaften Musikern des Free Jazz aufgetreten. "Improvisation ist Nahrung für das Hirn der Hörer", hatte er einmal gesagt. Der Kanadier galt als einer der innovativsten Avantgarde-Pianisten seiner Zeit. Er hatte mit Kollegen den Verband der Jazz-Komponisten (Jazz Composers Guild) ins Leben gerufen. 1974 gründete er auch sein eigenes Label "Improving Artists". Dennoch zeichnete er seine Musik weiter bei Dutzenden verschiedener Labels auf, einmal sogar zwei Alben in zwei Ländern an einem einzigen Tag. Bleys letztes Album war 2014 erschienen; die Aufnahme eines Konzerts in Oslo sechs Jahre zuvor.

Pianist Alfred Brendel wird 85 Jahre alt

Wahl-Londoner beendete seine Karriere 2008

Alfred Brendel, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Pianisten, wird heute 85 Jahre alt. Der im ehemaligen Wiesenberg im Nordosten des heutigen Tschechien geborene Brendel wurde besonders durch seine Interpretationen von Beethoven, Schubert und Mozart bekannt. Seit Anfang der 1970er Jahre lebt er in London und wurde von der Queen zum "Sir" geadelt. Neben seiner Konzerttätigkeit verfasste Brendel zahlreiche Gedichte und Essays und veröffentlichte Bücher. Nach einem Hörsturz beendete er 2008 seine Pianistenkarriere, analysiert aber weiterhin die Musik und ihre Rezeption.

Unterhaltungskünstler Achim Mentzel ist tot

Schlagersänger starb kurz vor seinem 70. Geburtstag

Der ostdeutsche Unterhaltungskünstler Achim Menzel ist gestern im Alter von 69 Jahren völlig überraschend in Cottbus gestorben. Das bestätigte seine Frau der Deutschen Presse-Agentur. Der gebürtige Ostberliner spielte in verschiedenen Musikgruppen, überwiegend Schlager. 1973 kehrte er von einem Auftritt in Westberlin nicht zurück. Nach wenigen Monaten zog es ihn jedoch wieder in die DDR. Mentzel trat in Fernsehshows auf, im Osten wie im Westen und galt als Stimmungskanone und Vollblut-Entertainer. Die humorvolle Art von Achim Mentzel kam bei seinem Publikum gut an, wurde aber von Kabarettisten wie Rainald Grebe oder Oliver Kalkofe auch gern auf die Schippe genommen. Sein Freund Oliver Kalkofe nannte den Unterhaltungskünstler scherzhaft "das zottelige Zonenmonster".

Gedenktafeln erinnern an Pariser Terror-Attacken

Staatspräsident und Bürgermeisterin gedenken der Opfer

Ein Jahr nach der Terrorserie vom Januar 2015 in Paris hat Frankreichs Präsident François Hollande Gedenktafeln für die Opfer an drei der attackierten Orte enthüllt. Gemeinsam mit der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo gedachte Hollande jeweils für einige Minuten der getöteten Menschen. Beim Überfall auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" und den anschließenden Attacken starben am 7. Januar und den beiden folgenden Tagen in Paris 17 Menschen durch die islamistischen Terroristen.

Italiener leitet künftig National Symphony Orchestra

Dirigent Noseda tritt 2017 in Washington, DC an

Das in Washington ansässige National Symphony Orchestra hat den italienischen Dirigenten Gianandrea Noseda zu seinem neuen künstlerischen Leiter für die Saison 2017 und 2018 ernannt. Nach Angaben des Orchesters wird Noseda schon in der laufenden Saison als designierter Musical Director an der Seite des aktuellen Chefs Christoph Eschenbach wirken. Der in Mailand geborene Noseda war vom Magazin "Musical America" zum Dirigenten des Jahres 2015 gekürt worden. Seit 2007 wirkte er als Musikalischer Leiter am Turiner Opern- und Theaterhaus Teatro Region Torino. Zuvor war er von 2002 bis 2011 Chefdirigent des BBC Philharmonic und ist erster Gastdirigent des Israel Philharmonic Orchestra.

Uni Texas digitalisiert Teile von Márquez-Nachlass

Material aus den Jahren 1950 bis 2013

Die Universität Texas will Teile des Nachlasses von Gabriel García Márquez digitalisieren. Die Hochschule in Austin hatte das Archiv des Schriftstellers nach seinem Tod 2014 gekauft. Manuskripte, Notizbücher, Sammelalben und Fotos aus den Jahren 1950 bis 2013 sollen für Forschungszwecke verfügbar gemacht werden. Finanziert wird das Projekt durch Fördergelder von rund 120.000 Euro, die eine gemeinnützige Organisation bereitstellen will. Der Kolumbianer Gabriel García Márquez starb im April 2014 im Alter von 87 Jahren in seiner Wahlheimat Mexiko-Stadt. Er galt als einer der bedeutendsten Schriftsteller in Lateinamerika und wurde 1982 wurde mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

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