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Kulturnachrichten

Mittwoch, 25. November 2015

Kultur- und Kreativwirtschaft ist erneut gewachsen

Grütters: Branche bildet unverzichtbare Grundlage gesellschaftlicher Entwicklung

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut gewachsen. Die Branche erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 146 Milliarden Euro - 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus Monitoringbericht der Bundesregierung hervorgeht. Die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in der Branche stieg demnach um knapp 2,3 Prozent auf rund 800 000. "Ihre Ideen sind die unverzichtbare Grundlage wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung.", teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit. Zur Kultur- und Kreativwirtschaft zählen etwa die Bereiche Musik, Buch, Kunst, Film, Design, Architektur, Presse und Werbung. Insgesamt gibt es in der Branche laut Statistik rund 249 000 Unternehmen, die im Durchschnitt eher klein sind. Gemessen am Umsatz macht die Branche laut Statistik knapp 2,4 Prozent der Gesamtwirtschaft in Deutschland aus.

Stuttgarter Staatsgalerie kritisiert Museums-Boom

Protest dagegen vom Deutschen Museumsbund

Deutschland muss nach Ansicht der Chefin der Stuttgarter Staatsgalerie seinen Museums-Boom stoppen. "Wer soll sich das denn alles noch anschauen?", fragte Christiane Lange im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur und bringt damit derzeit etliche Kollegen kleinerer Häuser gegen sich auf. Sie wolle keine kleine Museen schließen, beruhigte Lange. Aber sie wolle "ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die öffentliche Hand Gefahr läuft, sich im Kleinteiligen zu verlieren". Wer das Niveau hoch halten wolle, müsse die knappen Kulturgelder in "Flaggschiffe" stecken und nicht in immer neue Museen und Ausstellungshäuser. Der Deutsche Museumsbund wirft Lange Larmoyanz vor. Dessen Präsident Eckard Köhne verteidigte gegenüber Deutschlandradio Kultur die vielfältige Museumslandschaft, die es auch dem Publikum in kleinen Städten ermögliche, aktuelle Kunst zu sehen.

Jacob-Sister Johanna gestorben

Mehr als 50 Jahre standen die singenden Schwestern auf der Bühne

Die Sängerin und Entertainerin Johanna Jacob von den Jacob Sisters ist tot. Die 76-Jährige sei im Sana-Klinikum in Offenbach gestorben, bestätigte ihre Schwester Rosi der Deutschen Presse-Agentur. Die Gute-Laune-Truppe aus ehemals vier Schwestern hatte jahrzehntelang auf Bühnen und im Fernsehen mit Liedern wie "Adelbert, Adelbert, schenk' mir einen Gartenzwerg" Erfolge gefeiert. Mit dabei waren oft ihre weißen Pudel. Bereits im Mai 2008 war die jüngste der Jacob Sisters, Hannelore, gestorben. Die blonden Schwestern stammen aus Sachsen. Mehr als 50 Jahre lang standen sie meist zu viert singend und tanzend auf der Bühne - stets im Partnerlook und gerne mit ihren Hunden.

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Kunstfreiheit

Wann ist ein Sampling ein Plagiat?

Vor dem Bundesverfassungsgericht hat ein Verfahren um die Grenzen der Kunstfreiheit in der Musik begonnen. Die Beteiligten sind prominent: Die Sängerin Sabrina Setlur steht gemeinsam mit Komponist und Produzent Moses Pelham zwei Gründungsmitgliedern der Gruppe Kraftwerk gegenüber. Es geht um die Frage, wann eine kurze Musiksequenz ein Plagiat ist. Für das Setlur-Lied "Nur mir" hatte Pelham eine zwei Sekunden lange Rhythmus-Sequenz verwendet und vervielfältigt.Der Ausschnitt stammt aus dem Stück "Metall auf Metall" der Gruppe Kraftwerk aus dem Jahr 1977. Musiker von Kraftwerk hatten gegen die Komponisten und die Produktionsfirma erfolgreich auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt. Bei der Verfassungsbeschwerde geht es um das Recht auf Kunstfreiheit.

Französiche Musikwelt will 50 Millionen Euro Hilfe

Die Branche sieht sich durch die Terrorangriffe besonders geschwächt

Nach den Attentaten in Paris fordert die französische Musikwelt einen Hilfsplan von 50 Millionen Euro. Die Gewerkschaft Prodiss bestätigte, dass der Verkauf von Konzertkarten allein an dem Wochenende nach der Attentatserie um 50 Prozent zurückgegangen sei. Im Vergleich zum Vorjahr lägen die Verkaufszahlen für denselben Zeitraum um 80 Prozent niedriger. In Paris wurden am 13. November an sechs Orten Anschläge verübt, darunter auch auf den berühmten Musikclub "Bataclan", wo etwa 90 Menschen getötet wurden. Frankreichs Kulturministerin Fleur Pellerin hatte zuvor die Gründung eines Solidaritätsfonds von 4 Millionen Euro angekündigt. Prodiss begrüßte die Initiative, hält sie jedoch finanziell für unzureichend.

Glücksempfinden in Ost- und West nähert sich an

Arbeitszufriedenheit hat großen Einfluß auf Glücksempfinden

Die Lebenszufriedenheit der Menschen in Ost und West gleicht sich, trotz regionaler Unterschiede immer mehr an. Das geht aus dem Glücksatlas 2015 hervor, den die Deutsche Post in Berlin vorstellte. Demnach ist das Glücksniveau in Deutschland insgesamt gestiegen. Der Abstand zwischen Ost und West hat sich verringert und ist so klein wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Für den Glücksatlas werden 19 Regionen in Deutschland untersucht. Schleswig-Holstein liegt vorn, gefolgt von Baden vor der Region Niedersachsen/Nordsee und Hamburg. Schlusslicht ist mit Mecklenburg-Vorpommern allerdings auch eine nördliche Region. Was die Menschen konkret glücklich oder unglücklich macht, geht aus der Untersuchung nicht hervor. Allerdings wurde die Arbeitszufriedenheit in einer gesonderten Befragung vom Meinungsforschungsinstitut dimap unter die Lupe genommen. Ergebnis: Zwischen Arbeits- und Lebenszufriedenheit besteht ein enger Zusammenhang.

Roger Cicero sagt alle Termine ab

Musiker eventuell an Herzmuskelentzündung erkrankt

Musiker Roger Cicero hat wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung seine Termine bis Jahresende abgesagt. Er sei unfassbar traurig, dass er ausgerechnet zur Veröffentlichung seines Live-Albums "Cicero Sings Sinatra", an dem er über ein Jahr gearbeitet habe, komplett ausfalle, teilte das Management des in Hamburg lebenden Sängers mit.

Jolie Präsidentin bei Filmfestival in Kambodscha

Wiedergeburt Kambodschanischer Filmindustrie nach Roten Khmer

Das wenig bekannte Internationale Filmfestival von Kambodscha bekommt die Unterstützung eines Hollywoodstars: Schauspielerin und Regisseurin Angelina Jolie wird Präsidentin des Ehrenkomitees des Festivals, wie Organisatoren mitteilten. Sie sei stolz, das Filmfestival und das Land "als Heimat für lebhaftes und innovatives Filmemachen zu unterstützen". Die 40-Jährige ist derzeit zu Dreharbeiten in dem asiatischen Land. Festivalberater Cedric Eloy sagte, Jolies Rolle werde dabei helfen, "Aufmerksamkeit auf die Wiedergeburt der kambodschanischen Filmindustrie zu lenken". Diese war von der mörderischen Herrschaft der Roten Khmer in den 1970er Jahren verwüstet worden. Die Regierung richtete Künstler, Schriftsteller und Filmemacher hin.

Rosinski wohl neuer Geschäftsführer der Bühnen in Halle

Er folgt auf Rolf Stiska, der in den Ruhestand geht

Der kaufmännische Geschäftsführer des Volkstheaters Rostock, Stefan Rosinski, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in gleicher Position zu den Bühnen Halle/Saale wechseln. Er sei der einzige Kandidat, mit dem der Aufsichtsrat der Theater, Oper, Orchester GmbH Halle in Verhandlung treten werde, sagte Rosinski am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Diese Entscheidung sei am Dienstagabend getroffen worden. Ein Vertrag sei weder verhandelt noch unterschrieben. «"ch glaube aber nicht, dass es noch ernsthafte Hindernisse gibt." Die Rahmenbedingungen seien miteinander besprochen. Der Zeitpunkt des Wechsels könnte im Sommer 2016 sein. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Halle soll Rosinski die Geschäftsführer-Position von Rolf Stiska übernehmen, der in Ruhestand geht.

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