Neonlicht / Archiv /

Sozialer Schlagabtausch und Mitte auf Wiedervorlage

Moderation: Tanja Runow

Die Band "Mittekill" mit Sänger Friedrich Greiling (sitzend).
Die Band "Mittekill" mit Sänger Friedrich Greiling (sitzend). (Copyright Mittekill: Christoph Mack)

Zwei Schwerpunktthemen im Neonlicht dieser Woche: Unsere Reporter schauen sich an, wie islamischer Glauben und moderne Welt zueinander finden - im islamischen Poetry-Slam-Wettbewerb und im muslimischen Facebook-Ableger. Und um alt und neu geht es in unseren beiden Berlin-Beiträgen: Der Hype um den ehemaligen In-Bezirk Mitte hat sich gelegt, die aufregenden Sachen scheinen woanders stattzufinden. Oder? Wir fragen nach, beim inoffiziellen Bürgermeister von Mitte und bei der Band Mittekill.

Die neue und die alte Mitte
Tanja Runow im Gespräch mit Friedrich Greiling
Ob es eine gute Idee von Friedrich Greiling war, sein Bandprojekt "Mittekill" zu nennen? Denn wie steht man da jetzt da, wo der Hype um den einstigen In-Bezirk vorbei ist? Oder verdient die Mitte vielleicht mehr als zuvor, dass man sich ihr aggressiv nähert? Ein Gespräch über das neue Album von Mittekill, über Bandnamen, alte und neue Mitten und natürlich über Berlin.

Don't panic, I'm Islamic
Von Donya Farahani
Während die Politik Scheindiskussionen darüber führt, ob der Islam nun zu Deutschland gehört oder ob nicht, machen junge Moslems einfach das, was alle "gesellschaftlich relevanten Gruppen" so machen: Ihr Ding! Zum Beispiel auf der muslimischen Spoken-Word-Veranstaltung "I, Slam". Ein verbaler Schlagabtausch, der laut Veranstalter mit islamischen Werten vereinbar ist und muslimischen jungen Menschen ein Sprachrohr geben möchte. Wer da so hingeht und was das spezifisch Islamische an "I, Slam" ist? Das Neonlicht schaut nach.

The Muslim Network
Von Luise Sammann
Facebook-Kopien gab es schon viele. Auch nur annähernd so erfolgreich wie das 850Millionen-User-Original aber war bisher keine von ihnen. Vielleicht, weil einfach die richtige Zielgruppe fehlte? Das soll bei einem neuen Versuch, der gerade in Istanbul gestartet wird, anders sein: 1,7 Milliarden Muslime gibt es weltweit – und über die Hälfte von ihnen sind unter 25 Jahre alt! Sie alle sind Zielgruppe des neuen sozialen Netzwerks "Salamworld" – und damit auch potenzielle Online-Einkäufer von Helal-Lebensmitteln, muslimischen Reiseführern oder Podcast-Predigten. Ein Riesenmarkt, der nun von Istanbul aus erobert werden soll.

Der Turnschuh-Bürgermeister
Von Gesine Kühne
Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte heißt Christian Hanke. Der SPD-Politiker weiß es wahrscheinlich nicht, aber es gibt noch einen zweiten, einen inoffiziellen Bürgermeister von Mitte. Den nicht ganz normalen Berliner mit Spitznamen "Quote". Jetzt soll dieser Quote auch noch ein eigenes Schuhmodell vom größten deutschen Sportartikelhersteller bekommen. Warum nur? Weil er eine echte Type ist und wie niemand sonst den Bezirk verkörpert.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Neonlicht

OsternGlaubenssachen!

Wetterfrosch in einem Weckglas.

In der Ostermontagsausgabe besucht das Neonlicht rappende Priester, eine umfunktionierte Kirche, lässt sich erzählen, warum Religiosität in der Großstadt wieder wichtiger wird und stellt die Frage: Glaubst Du an den Wetterbericht?

Bottom up – top downBauen, essen, lieben

Blick auf die Erasmusbrücke in Rotterdam

Die New York Times pusht Rotterdam zur angesagten Metropole, ein Gastro-Manager soll Helsinki zum Gourmet-Mekka machen, ein holländischer Architekt baut mit Slumbewohnern schicke Möbel. Und am Ende geht es um Liebe per Knopfdruck.

Urbane LändlichkeitVon wegen hinterwäldlerisch

Ein Fuchs sitzt unter einem Baum im Park, daneben spazieren Menschen. (dpa)

Das Neonlicht beleuchtet Facetten von Provinz, entdeckt Sehnsucht nach Ländlichkeit im urbanen Raum, beobachtet dörfliches Leben in Istanbul und findet heraus, warum sich Wildtiere im Großstadtdschungel pudelwohl fühlen.