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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 25.02.2013

Solidarität!

Ein nimmermüder Kampfbegriff

Von Michael Meyer

Demonstranten in Rostock halten ein Transparent mit der Aufschrift "Solidarität". (picture alliance / dpa Foto: Stefan Sauer)
Demonstranten in Rostock halten ein Transparent mit der Aufschrift "Solidarität". (picture alliance / dpa Foto: Stefan Sauer)

Das Wort Solidarität führen Politiker oft im Munde, aber auch Kirchenvertreter, Gewerkschafter und andere gesellschaftlichen Gruppen bemühen gern den Begriff, wenn es um die Durchsetzung bestimmter Interessen geht. Doch wie steht es heute um den Kampf für gleiche Ziele und Werte?

Noch in den achtziger Jahren tranken westdeutsche Linke tapfer die "Sandino-Dröhnung", einen Kaffee von lausiger Qualität. Die Einnahmen daraus kamen den nicaraguanischen Freiheitskämpfern zugute. Auch in der DDR wurde oft und gern rituell die internationale Solidarität beschworen.

Vom politischen Kalkül hing ab, wer von der Spendenbereitschaft der DDR-Bürger profitierte. Droht in Zeiten, wo es scheinbar keine kollektiven, nur noch individuelle Interessen gibt, das Ende der Solidarität? Ist etwa ein Mausklick und ein 'gefällt mir' bei facebook schon Ausdruck von tätiger Solidarität? Oder gibt es neue Formen des solidarischen Miteinanders?

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Buchtipps:

Jörg Schindler:
Die Rüpel-Republik, Warum sind wir so unsozial?
256 Seiten, Scherz Verlag; Auflage: 2 (17. August 2012)
ISBN-10: 3651000478, ISBN-13: 978-3651000476

Richard Sennett:
Zusammenarbeit, Was unsere Gesellschaft zusammenhält
416 Seiten, Hanser Berlin; Auflage: 3 (27. August 2012)
ISBN-10: 3446240357, ISBN-13: 978-3446240353

Tony Judt:
Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart
1024 Seiten, FISCHER Taschenbuch; Auflage: 4 (5. Mai 2009)
ISBN-10: 3596180317, ISBN-13: 978-3596180318

Frank Schirrmacher:
Ego – Das Spiel des Lebens
296 Seiten, Blessing Verlag, 1. Auflage (18.Feb 2013)
ISBN: 978-3–89667–427-2

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