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Kulturnachrichten

Sonntag, 7. Februar 2016

Singer-Songwriter Dan Hicks gestorben

Der Mitentwickler des "San Francisco Sound" wurde 74 Jahre alt

Der amerikanische Singer-Songwriter Dan Hicks ist gestern im Alter von 74 Jahren gestorben. Dies teilte seine Frau CT Hicks auf dessen Webseite und seiner Facebook-Seite mit. Seit zwei Jahren hatte der langjähriger Musiker mit Rachen- und Leberkrebs zu kämpfen gehabt. In den 60er Jahren gehörte Hicks der US-Rockband The Charlatans an, die gemeinsam mit Jefferson Airplane, Grateful Dead und anderen Gruppen an der Entwicklung des psychedelischen "San Francisco Sound" maßgeblich beteiligt war. Später gründete er die Band Hot Licks, die einige erfolgreiche Alben herausbrachte, sich jedoch 1973 auf dem Höhepunkt ihrer Popularität auflöste.

Directors Guild of America ehrt Regisseur Iñárritu

"The Revenant" bester Film des Jahres

Das Rachedrama "The Revenant" hat drei Wochen vor den Oscars einen wichtigen Preis gewonnen. Regisseur Alejandro González Iñárritu erhielt für den Western-Thriller mit Leonardo DiCaprio von der US-Regisseurs-Gewerkschaft DGA die Auszeichnung für den besten Film des Jahres. Es ist Iñárritus zweiter Sieg in Folge. Als bester Dokumentarfilm setzte sich überraschend "Cartel Land" von Matthew Heineman gegen die Musik-Doku "Amy" durch. Den Preis für die Regie eines Debütfilms erhielt Alex Garland für "Ex Machina". Die Preise der Directors Guild of America gelten als wichtiger Gradmesser für die Oscars, die am 28. Februar verliehen werden.

Dankesrede von Dunja Hayali sorgt für Aufsehen

Hayali erhielt eine Goldenen Kamera für ihre objektive Berichterstattung über die Flüchtlingskrise

Mit Tränen in den Augen hat die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali (41) bei der Gala der Goldenen Kamera eine Rede gegen Hass und "Lügenpresse"-Vorwürfe gehalten. Hayali wandte sich direkt an die Kritiker. "Seien Sie offen!", bat sie. "Legen Sie doch gern den Finger in die Wunde und streiten Sie mit uns, diskutieren Sie mit uns, weisen Sie uns auf Fehler hin. Wir sind Journalisten, wir sind keine Übermenschen, wir machen Fehler - deshalb sind wir aber noch lange keine Lügner." Die Worte der 41-Jährigen rissen die Gala-Gäste, darunter viele Journalisten und Schauspieler, von den Rängen und spiegelten sich in betroffenen Gesichtern. Die ZDF-Moderatorin, Tochter irakischer Auswanderer und geboren in Deutschland, war für ihre objektive Berichterstattung über die Flüchtlingskrise mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet worden.

"Truman" triumphiert bei spanischen Filmpreisen

Mehrere Oscar-Gewinner erhielten derweil keine Goyas

Die Tragikomödie "Truman" um einen sterbenskranken Mann, der für seinen geliebten Hund einen neuen Besitzer sucht, hat bei der 30. Verleihung der spanischen Goya-Filmpreise triumphiert. Das Werk des katalanischen Regisseurs und Drehbuchautors Cesc Gay (48) erhielt in Madrid fünf Preise, darunter die Auszeichnungen für den besten Film, die beste Regie und das beste Original-Drehbuch. Drei Oscar-Gewinner gingen derweil leer aus. Die Französin Juliette Binoche (51) war für ihre Arbeit in "Nobody Wants the Night" ebenso wie die 41-jährige Spanierin Penélope Cruz ("Ma ma") als beste Hauptdarstellerin nominiert. Beide zogen jedoch den Kürzeren gegen die junge Spanierin Natalia de Molina (25), die im Film "Techo y Comida" (Dach und Essen) in der Rolle einer arbeitslosen alleinerziehenden Mutter glänzt und nach ihrer Auszeichnungen als "Entdeckung" vor zwei Jahren bereits ihren zweiten Goya bekam.

"RIAS" ging vor 70 Jahren auf Sendung

Damals noch als "DIAS"

Am 07.02.1946 nahm der "DIAS", der Drahtfunk im amerikanischen Sektor, in Berlin-Schöneberg den Sendebetrieb auf. Später wurde er umbenannt in "RIAS" (Rundfunk im amerikanischen Sektor) und unterstand bis zu seiner Einstellung Ende 1993 offiziell der US-amerikanischen Besatzungsmacht. Hans Rosenthal und Friedrich Luft waren berühmte Mitarbeiter. Heute sendet aus dem "RIAS"-Gebäude in Berlin-Schöneberg Deutschlandradio Kultur.

Mannheimer Musikband gewinnt erneut Jewrovision

Der größte Gesangs- und Tanzwettbewerb in Europa für jüdische Jugendliche fand zum 15. Mal statt

Beim Jewrovision-Musikwettbewerb hat sich der Vorjahressieger aus Mannheim erneut durchgesetzt. Vor heimischer Kulisse überzeugte die Band "Or Chadash feat. JuJuBa" mit einem HipHop-Act. Jewrovision ist der nach eigenen Angaben größte Gesangs- und Tanzwettbewerb in Europa für jüdische Jugendliche. Wie der Zentralrat der Juden in Deutschland als Veranstalter mitteilte, belegte den zweiten Platz das Jugendzentrum Chai Hannover. Auf Platz drei kam Amichai Frankfurt am Main. Der Preis für das beste Vorstellungsvideo ging nach Hamburg an das Jugendzentrum Chasak. Die Jewrovision ist nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest (ESC) organisiert und stand diesmal unter dem Motto "Next Generation- Ledor Wador". Rund 1.200 junge Leute aus 60 jüdischen Gemeinden aus ganz Deutschland nahmen an dem 2002 ins Leben gerufenen Wettbewerb teil. Seit 2013 ist der Zentralrat der Juden in Deutschland Veranstalter.

Bester Animationsfilm des Jahres gekürt

"Alles steht Kopf" gewann zudem in neun weiteren Kategorien

Der Pixar-Film "Alles steht Kopf" ("Inside Out") ist bei der Verleihung der Annie Awards für Animationsfilme als bester Film des Jahres geehrt worden. Er setzte sich in Los Angeles gegen "Anomalisa", "Shaun das Schaf", "Arlo& Spot" und "Die Peanuts" durch. "Alles steht Kopf" gewann zudem in neun weiteren Kategorien. Für die beste Animation einer Figur wurde das Team von "The Revenant- Der Rückkehrer" ausgezeichnet. Darin greift ein Bär Leonardo DiCaprio an. Den Preis für den besten Animationsfilm eines Indie-Studios ging an "Boy and the World" aus Brasilien. Für die besten Effekte in einem Realfilm wurde "The Avengers: Age of Ultron" ausgezeichnet.

Skulptur von Wieland Förster gestohlen

Kunstwerk ist Teil des Penthesilea-Zyklus

Eine Plastik des Bildhauers Wieland Förster ist aus dem Garten des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) gestohlen worden. Nach Angaben einer Museumssprecherin gehört die Skulptur - zwei liegende Torsi - zum Penthesilea-Zyklus. Der heute 85-jährige Förster hatte ihn in den 1980-er Jahren zum Kleist-Stück "Penthesilea" geschaffen. Die drei anderen Plastiken stehen vor dem Gebäude. Die Diebe entfernten die Bronzefigur in der Nacht zum Samstag von einem Betonsockel, wie die Polizei mitteilte.

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