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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 28.04.2010

"Sin Nombre"

Katja Nicodemus über einen Film über mexikanische Jugendgangs

Man kennt diese Gangfilme, in denen die Gewalt zu Machomythen stilisiert wird: große Gesten, schnelle Schwenks, pulsierende Verfolgungsjagden. Der mexikanische Regisseur Cary Joji Fukunaga geht den genau entgegengesetzten Weg eines extremen Realismus: In seinem Film "Sin Nombre" erzählt er von Drogenbanden im Süden Mexikos und von einer entsetzlichen Gewalt, die sich in den Alltag dieser Kinder und Halbwüchsigen eingeschrieben hat.

Der 16-jährige Casper und der zehnjährige Smiley sind Miglieder der Gang Mara Salvatrucha. Als der Anführer der Gang Caspers Freundin Marilene umbringt, muss sich Casper aus den Fängen der Gang befreien. Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch die mexikanische Landschaft, auf einem Zug, der Tausende von Flüchtlingen in Richtung USA bringt.

Hier beginnt die Liebesgeschichte von Casper und Sayra, einem jungen Mädchen, das seiner toten Freundin ähnelt. Aber die Verfolgung durch die Rächer der Gang geht weiter.

"Sin nombre" ist ein bravourös inszenierter und vollkommen glaubwürdig gespielter Film über die mexikanische Wirklichkeit, über eine Jugend ohne Hoffnung – aber auch ein Plädoyer für Liebe und persönliche Freiheit.

Mexiko, USA 2009. Regie: Cary Joji Fukunaga. Darsteller: Paulina Gaitan, Edgar Flores, Kristyan Ferrer. 96 Minuten, ab 16 Jahren

Filmhomepage "Sin Nombre"

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