Seit 13:30 Uhr Länderreport
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 13:30 Uhr Länderreport
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 14.09.2011

"Shanghai"

John Cusack mimt einen amerikanischen Agenten im Jahr 1941

Von Hannelore Heider

Paul Soames (John Cusack) trifft Leni (Franka Potente), die Frau des deutschen Konsuls. (Senator Film)
Paul Soames (John Cusack) trifft Leni (Franka Potente), die Frau des deutschen Konsuls. (Senator Film)

Der schwedische Regisseur Mikael Hafström erzählt in "Shanghai" die alte Geschichte von Vertrauen und Verrat. Ein amerikanischer Spion gerät im Schanghai des Jahres 1941 zwischen die Fronten.

Zum zweiten Mal nach der Stephen-King-Verfilmung "Zimmer 1408" spielt John Cusack die Hauptrolle in einem Film des in Hollywood erfolgreichen Schweden Mikael Hafström. Nach dem Horrortrip eines Schriftstellers, der fast ausschließlich in einem Hotelzimmer stattfand, findet sich John Cusack diesmal als amerikanischer Agent in einem nostalgischen Ausstattungsthriller wieder, der stark an "Casablanca" erinnert.

Schauplatz der Agentengeschichte ist das dekadente Schanghai des Jahres 1941, das von den Japanern besetzt, von vielen Nazi-Deutschen bevölkert und von den chinesischen Triaden regiert wird. Eine Stadt im Auge des Vulkans, von der wir freilich nur die mondänen Clubs und Opiumhöllen zu sehen bekommen. Denn dort treffen die rivalisierenden Mächte aufeinander, westliche Diplomaten ebenso wie japanische Geheimdienstoffiziere (Ken Wattanabe) und natürlich die wahren Herrscher der Stadt, die Triadenchefs (Chow Yun-Fat) mit ihren wunderschönen Frauen.

Paul Soames (John Cusack), der als Spion für die Amerikaner den Mord an einem Freund und gleichfalls Topagenten aufklären soll, gerät zwischen alle Fronten - wobei seine Affären mit der geheimnisumwitterten Geliebten des Triadenchefs (Gong Li) und parallel der Ehefrau eines Obernazis (Franka Potente), die Sache noch zusätzlich verkompliziert.

Im Grunde ist es die alte Geschichte von Vertrauen und Verrat, die allenfalls durch die herausgehobene historische Situation ein bisschen mehr Rasanz hätte gewinnen können. Doch Drehbuch und Regie nutzten das aufwendig rekonstruierte alte Schanghai lediglich als nostalgische Kulisse, vor der die Superstars des asiatischen Kinos und natürlich John Cusack in bewährter Manier agieren dürfen.

USA/China 2010; Regie: Mikael Hafström; Darsteller: John Cusack, Gong Li, Franka Potente, Chow Yun-Fat, Ken Wattanabe; 105 Minuten; ab 16 Jahren

Filmwebseite "Shanghai"

Mehr bei deutschlandradio.de

Externe Links:

Filmwebseite "Shanghai"

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

Höhlenmalereien in LascauxDas kopierte Wunder
Höhlenmalerei im "Internationalen Zentrum für Höhlenmalerei" (Lascaux 4) (Deutschlandradio - Bettina Kaps)

1940 wurden in Lascaux prähistorische Höhlenmalereien entdeckt. Doch weil die vielen Besucher den Felsmalereien schadeten, baute man eine exakte Kopie: Lascaux 2. Die gefährdete aber das Original und deshalb gibt es jetzt eine weitere Höhle mit kopierter Wandmalerei.Mehr

Streit um das Flechtheim-ErbeNun geht es vor Gericht
Der jüdische Kunstsammer Alfred Flechtheim - wie ihn der Künstler Hermann Haller sah (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)

Nach jahrelangem Streit um die Rückgabe von möglicher NS-Raubkunst haben die Flechtheim-Erben den Freistaat Bayern nun vor einem US-Gericht verklagt. Unser Raubkunst-Experte Stefan Koldehoff sieht vor allem auf bayerischer Seite Versäumnisse.Mehr

Alexander von HumboldtKein Gelehrter im Elfenbeinturm
Das Denkmal Alexander von Humboldts auf der Straße Unter den Linden in Berlin vor der Humboldt-Universität, geschaffen um 1900 von R. Begas und M.P. Otto. (picture alliance / ZB / Hubert Link)

Alexander von Humboldt gilt als Gelehrter mit universalen Kenntnissen. Und er war seiner Zeit voraus: Bereits 1800 warnte er vor dem Klimawandel. Und er ist auch heute noch wichtig, glauben Humboldt-Biografin Andrea Wulf und Humbold-Forum-Chef Neil MacGregor. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur