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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 29.02.2012

"Shame"

Film über einen Sexsüchtigen

Von Anke Leweke

Michael Fassbender in "Shame" (picture alliance / dpa / prokino)
Michael Fassbender in "Shame" (picture alliance / dpa / prokino)

In Steve McQueens Film "Shame" läuft ein Mann wie ein Getriebener durch New York. Die Kamera folgt ihm beim Anbaggern in der U-Bahn, beim Sex mit Prostituierten, beim Quickie nach dem Drink und zu Hause vor pornografischen Internetseiten.

Michael Fassbender ist ein körperlicher Schauspieler. Einer, der sich wie Robert de Niro mit Haut und Haaren in eine Rolle begibt. In Steve McQueens gefeiertem Regiedebüt "Hunger" spielt er einen IRA-Häftling, der in den Hungerstreik tritt . Man sieht ihn förmlich vor der Kamera abmagern, einen Körper, aus dem langsam, aber unerbittlich alles Leben wich.

In Steve McQueens neuem Film "Shame" läuft er wie ein Getriebener durch die Metropole New York. Was ist los mit diesem Mann? In den ersten Einstellungen des Films sieht man, wie Brandon bei der Arbeit auf dem Computer heimlich Pornos schaut und zum Masturbieren auf die Toilette geht.

Die Kamera folgt ihm beim Anbaggern in der U-Bahn und beim geschäftsmäßigen Sex mit Prostituierten, beim Quickie nach dem Drink und zu Hause vor pornografischen Internetseiten, dann beim Masturbieren unter der Dusche. Brandon, das wird bald klar, ist sexsüchtig, Es ist eine unheimliche Lebens- oder Überlebenskonstruktion, zwischen Kontrolle und manischer sexueller Aktivität. "Shame" zeigt auf beunruhigende Weise, wie sich ein Mensch in seiner Sexualität verbarrikadieren kann.

Filmhomepage "Shame"

Großbritannien / USA 2011; Regie: Steve McQueen; Darsteller: Michael Fassbender, Carey Mulligan, James Badge Dale, Hannah Ware, Amy Hargreaves; ab 16 Jahren; 100 Minuten

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