Seit 20:03 Uhr In Concert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr In Concert
 
 

Lesart / Archiv | Beitrag vom 08.02.2016

Serienklassiker "Akte X"Sind die neuen Folgen auf der Höhe der Zeit?

Jürgen Müller im Gespräch mit Jörg Magenau

Die Helden der Mystery-Serie "Akte X": David Duchovny und Gillian Anderson (bei der Premiere des Akte X-Films in London 2008) (picture alliance / dpa / Daniel Deme)
Die Helden der Mystery-Serie "Akte X": David Duchovny und Gillian Anderson (bei der Premiere des Akte X-Films in London 2008) (picture alliance / dpa / Daniel Deme)

Ab heute zeigt Pro Sieben neue Folgen von "Akte X", der in den 90er-Jahren erfolgreichen US-Mystery-Serie. Angesichts des enormen Sprungs, den die Serienkultur inzwischen gemacht hat, hat Serienkenner Jürgen Müller Zweifel, ob "Akte X" da mithalten kann.

Nach 13 Jahren sind Dana Scully und Fox Mulder zurück auf der Mattscheibe –  kaum gealtert und mysteriös wie eh und je. Ab Montag zeigt Pro Sieben die zehnte Staffel der US-Mysterie-Serie um die beiden FBI-Agenten, die mysteriöse und ungeklärte Fälle aufklären.

Akte X - dem Zeitgeist der 1990er-Jahre verhaftet? 

Der Kunsthistoriker und Serienkenner Jürgen Müller von der TU Dresden bezweifelt jedoch, dass es eine gute Idee war, eine neue Staffel von "Akte X" zu drehen. "Das ist doch eine Serie, die sehr stark ihren Erfolg aus dem Zeitgeist der 90er gewonnen hat", sagt er. Und in den letzten zehn Jahren habe die Serienkultur einen immensen Sprung gemacht.

"Serien erlauben sich auch, komplexer zu erzählen. Also, die wenden sich häufig durchaus an ein gebildetes Zielpublikum", sagt Müller.

"Und Sie sehen ja, wie häufig diese Serien auch Kritikerpreise bekommen. Also, die sind durchaus an, wenn man so will, künstlerischen Standards zu messen, und so werden die auch gesehen. Und viele gute Schauspieler und Regisseure sagen: Das Fernsehen ist das neue Kino."

"Unerreicht und unglaublich": die Krimi-Serie "True Detective"

Dem Dresdener Kunsthistoriker hat es vor allem die US-Krimi-Serie "True Detective" angetan: "True Detective ist unerreicht und unglaublich. Wer das noch nicht gesehen hat, muss sich das anschauen."

Mehr zum Thema

Das Drama mit der Drama-Serie
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 29.04.2012)

Lesart

Lukas Bärfuss: "Hagard"Eine Geschichte des tragischen Zerfalls
Buchcover "Hagard" von Lukas Bärfuss. Im Hintergrund eine Ansicht von Zürich in der Abenddämmerung. (Wallstein Verlag / dpa / Friso Gentsch)

Auto, Geld und Überblick: In "Hagard" verliert ein Mann, der auf die 50 zugeht, alles. Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss erzählt in seinem neuen Roman vom Verschwinden in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird – und ist damit im Rennen um den Preis der Leipziger Buchmesse.Mehr

Helfen und HelfenlassenBitte, danke, gern geschehen
Man sieht zwei Frauen und einige Flüchtlingskinder. Alle sehen fröhlich aus. (picture-alliance / dpa / Michael Hudelist)

Im Herbst 2015 entstand in Deutschland eine Bewegung, die als "Willkommenskultur" in die Geschichtsbücher eingehen wird. Millionen von Menschen halfen Menschen in Not mit Tatkraft, Spenden und Engagement. Warum werden sie als "Gutmenschen" beschimpft? Darüber diskutieren wir mit dem Historiker Tilmann Bendikowski und dem Flüchtlingshelfer Holger Michel.Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur