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Kompressor | Beitrag vom 29.02.2016

Serie - Kritik des EinheitsdenkmalsKippt die Wippe?

Moderation: Gesa Ufer

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Modellbild des geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin (dpa / BBR)
Modellbild des geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin (dpa / BBR)

Das Einheitsdenkmal wird fünf Jahre später fertig als gedacht - frühestens 2018. Zudem sind "Budgetanpassungen" nötig. Die geplante Wippe als Symbol für ein Volk in Bewegung ist noch immer umstritten. Im "Kompressor" kommen in dieser Woche Kritiker zu Wort.

Am Wochenende machte eine Agenturmeldung die Runde, dass mit der Fertigstellung des geplanten Einheitsdenkmals an der Berliner Schlossfreiheit frühestens 2018 gerechnet werden kann. Das Denkmal neben dem Berliner Schloss soll an die friedliche Revolution in der DDR 1989 und an die Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern. Die Wippe, die ein Volk in Bewegung symbolisieren soll, wäre damit fünf Jahre später fertig als ursprünglich gedacht. Von "Budgetanpassungen" des bislang auf zehn Millionen Euro budgetierten Projekts war im gleichen Atemzug die Rede. Außerdem sind noch denkmalpflegerische Fragen offen, weshalb im Kulturausschuss des Bundestags letzte Woche eine Ortsbegehung angeregt wurde.

Es wurde bekannt, dass die Berliner Senatsverwaltung die Baugenehmigung erteilt hatte. Nun muss der Bund noch dem Finanzierungsplan des mit zehn Millionen Euro veranschlagten Projekts zustimmen. Dann kann die Wippe nach Entwürfen von Milla & Partner kommen. Die große Frage lautet: Ist das eine gute Nachricht? Oder ließe sich über die Idee, an deutsche Wiedervereinigung und friedliche Revolution mit einer überdimensionierten Wippe auf dem Sockelbau eines alten Kaiser-Denkmals vor dem Neubau des Berliner Stadtschloss zu erinnern, noch einmal überdenken?

Die öffentliche Begeisterung hält sich in Grenzen, die Realisierung des Denkmals wirft noch immer Fragen auf. Dem geht in dieser Woche die Serie "Kritik des Einheitsdenkmals – Kippt die Wippe?" im "Kompressor" nach:

29. Februar 2016
Architekturkritiker Nikolaus Bernau

1. März 2016
Bernhard Furrer, Berner Architekt und Denkmalpfleger, stellvertretender Landesdenkmalrat von Berlin

2. März 2016
Berliner CDU-Politiker Günter Nooke, DDR-Bürgerrechtler und heutiger Afrika-Beauftragter der Bundesregierung 

3. März 2016
Alice Ströver, Grünen-Politikerin, langjährige Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten des Abgeordnetenhauses von Berlin und Geschäftsführerin von Freie Volksbühne Berlin e.V.

4. März 2016
Journalist und Kunsthistoriker Arnold Bartetzky, langjähriger Beobachter und Kommentator des Leipziger Baugeschehens

 

Mehr zum Thema

Berlin - Einheitsdenkmal verzögert sich weiter
(Deutschlandfunk, Nachrichten vertieft, 28.05.2015)

"Dieses Denkmal blickt in die Zukunft"
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 15.04.2011)

Fazit

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