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Lesart / Archiv | Beitrag vom 20.07.2015

Self-Publishing-Plattform neobooksNeue Autorinnen im Wettbewerb

Matthias Matting im Gespräch mit Maike Albath

Eine Person tippt auf der Tastatur eines Laptop Computers. (imago / Jochen Tack)
Schreiben - und ab damit ins Netz (imago / Jochen Tack)

Fünf junge Debütantinnen schreiben für die Self-Publishing-Plattform neobooks ihr erstes Werk und beschreiben ihre Erfahrungen in einem Netztagebuch. Der sportliche Charakter der Initiative sei erwünscht, sagt Matthias Matting, Ebook-Programmleiter der Münchner Verlagsgruppe.

Sie heißen Lillith Korn, Mehliqa Yigit, Julia Mayer, Julia Rieger und Lisa Rosenbecker. Ihr Ziel: der erste eigene Roman. Was beim Schreiben passiert, notieren sie in Netztagebüchern und stellen jede Menge Bilder dazu.

Für die Plattform neobooks sind die fünf "Rookies". So heißen in den USA unerfahrene Sportler. Man könnte auch Neuling, Anfänger oder Frischling sagen.

Der sportliche Charakter ist laut Matthias Matting, Ebook-Programmleiter bei der Münchner Verlagsgruppe, gewollt. Es passiere aber auch viel hinter den Kulissen, berichtet er – so diskutierten die fünf Frauen auch in einer geschlossenen Facebook-Gruppe miteinander.

Viele Self-Publisher wollen ihre Bücher auch in einem Verlag veröffentlichen

Zudem würden auch Grafiker und Lektoren hier und da helfen. Nichtsdestotrotz gehe es um Self-Publishing, betont Matting. Es werde nur dann ein Werbeeffekt für die Plattform entstehen, wenn die Bücher am Ende erfolgreich seien.

Self-Publishing sieht Matting, selbst mit 50 Veröffentlichungen einer der erfolgreichsten Schreiber in diesem Bereich, nicht als Guerilla-Bewegung. Sondern nur als "Abkürzung auf dem Weg zur Veröffentlichung". Self-Publisher müssten genauso wirtschaftlich denken wie Verlage. Und drei Viertel von ihnen würden auch gern ihre Werke in einem Verlag veröffentlichen. Denn nur ein Verlag kann dafür sorgen, dass das Buch auch in der Buchhandlung auf einem Verkaufstisch liegt.

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