Thema / Archiv /

Selbstzweck oder selbstlos?

Warum junge Menschen Entwicklungshilfe leisten

Von Markus Dichmann

Es gibt viele junge Menschen, die als freiwillige Helfer Dienst in Entwicklungsländern tun wollen - wie hier über die Initiative "weltwärts".
Es gibt viele junge Menschen, die als freiwillige Helfer Dienst in Entwicklungsländern tun wollen - wie hier über die Initiative "weltwärts". (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Tausende junge Menschen in Deutschland wollen "helfen". Dafür reisen sie um die ganze Welt, bauen Schulen im Togo, geben Unterricht in Mexiko oder betreuen Jugendzentren in Indonesien. Freiwilligendienste zu leisten "boomt". Nur wem ist damit geholfen?

Doppelte Abiturjahrgänge, Semesterferien und Abschlussphasen an den Hochschulen – viele junge Menschen in Deutschland fragen sich nun, was sie diesen Sommer tun wollen. Immer mehr von ihnen entscheiden sich für einen Freiwilligendienst im Ausland; auszuziehen in die Welt, um in Lateinamerika, Südost-Asien oder Afrika zu "helfen."

Allein die Initiative "weltwärts" vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat in den letzten drei Jahren über 10.000 Freiwillige entsandt. Und es werden stetig mehr, 2010 fast doppelt so viele wie noch 2008. Aber können sie vor Ort wirklich helfen oder dient alles nur dem eigenen Fortkommen?


Sendetermine:

"Dienstag, 12. Juli 2011, 14:07 Uhr"

Abenteurer, Karrieristen und Ausweichler - Wolfgang Gieler, Politikwissenschaftler und Ethnologe, unter anderem an den Universitäten Istanbul und Münster, steht Entwicklungshilfe-Programmen kritisch gegenüber.


"Freitag, 15. Juli, 11:07 Uhr"

"Freiwillige sind natürlich keine Fachkräfte" - Junge Erwachsene übernehmen in Entwicklungsländern Aufgaben für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Um ihre mangelnde fachliche Ausbildung auszugleichen, werden sie gut vorbereitet, sagt Vorstand Jürgen Wilhelm.


"Mittwoch, 20. Juli, 14:07 Uhr"

Die Brasilien Initiative Avicres: Ein Alternativmodell der Freiwilligendienste - Interview mit Johannes Niggemeier, Gründer des Brasilien Initiative Avicres e.V.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Thema

Bildung12 Jahre Schule so gut wie 13

 Die Debatte um das "Turbo"-Abitur reißt nicht ab.

Schüler sind nach 12 Jahren Schule genauso fit fürs Studium wie nach 13, sagt die Bildungsforscherinnen Isabell van Ackeren. Eine Studie, die sie mit Kolleginnen durchgeführt hatte, zeige auch bei der Persönlichkeitsentwicklung keine Unterschiede.

Vinyl "Am Tresen wird über Platten gesprochen"

Eine Schallplatte wird in einem Musikfachgeschäft in Hannover (Niedersachsen) auf einem Plattenspieler abgespielt. 

Für Musikfans, kleine Labels und Plattenläden ist der "RSD", der ursprünglich aus den USA kommt, ein Fest. Limitierte Schallplatten werden in mehr als 300 Stores verkauft und Bands spielen live. Ein richtiger "Vinyl-Feiertag".

Präsidentschaftswahl"Das algerische Volk ist einfach müde"

Der algerische Schriftsteller Yasmina Khadra, Oktober 2013 auf der Frankfurter Buchmesse

Die Menschen seien gelähmt von ihrer Angst vor Gewalt, sagt der Schriftsteller Yasmina Khadra über die Lage in seiner Heimat Algerien. So fehle es an Kräften, die das Regime um Präsident Abdelaziz Bouteflika verjagen könnten.